Einladung

Symposion zum Gedenken an Christine Gleixner zum 90. Geburtstag
ÖKUMENE VOR NEUEN HERAUSFORDERUNGEN
GENERATIONSWECHSEL, FLÜCHTLINGSSITUATION, ZUSAMMENLEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18.00 Uhr
Curhaus, Stephani-Saal 1010 Wien, Stephansplatz 3, Parterre
Einleitung und Diskussionsrahmen:
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Vize-Präsident Pro Oriente
Statements und Diskussion:
Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS (Röm. kath.)
Bischof Dr. Michael Bünker (Evangelisch A.B.)
Bischof Dr. Andrej Cilerdzic (Serbisch-orthodox)
Priestermönch Saliba Er (Syrisch-orthodox)

Moderation:
Prof. Erich Leitenberger (ÖRKÖ, Pro Oriente)

Im Anschluss:
Agape mit Brot und Wein
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Orthodoxes Konzil: Dokumente auf Deutsch veröffentlicht

RV16573_ArticoloPanorthodoxes Konzil auf Kreta - RV


Die offiziellen Dokumente des Panorthodoxen Konzils, das von 18. bis 26. Juni auf Kreta getagt hat, gibt es nun als deutschsprachige Publikation: Das Institut für Ökumenische Studien der Universität Fribourg in der Schweiz hat eine deutschsprachige Gesamtausgabe herausgebracht, die im Münsteraner Aschendorff-Verlag aufgelegt wurde. Herausgeberin ist die Fribourger Dogmatik-Professorin Barbara Hallensleben, die auch als Konsultorin im päpstlichen Ökumene-Rat wirkt und zehn Jahre lang der Internationalen Theologischen Kommission im Vatikan angehörte.
Der Band über das orthodoxe Konzil umfasst die Enzyklika zur Geschäftsordnung der Synode, die Eröffnungsansprache von Patriarch Bartholomios I., die Botschaft der Synode an das Volk Gottes, die Enzyklika der Synode sowie die verabschiedeten Synodaldokumente. Dazu zählen „Die Bedeutung des Fastens", „Das Sakrament der Ehe", „Die Autonomie von Kirchen und die Weise ihrer Proklamation", „Die orthodoxe Diaspora", die „Beziehungen der Orthodoxen Kirche zur übrigen christlichen Welt" sowie „Die Sendung der Kirche in der Welt von heute".
(ISBN: 978-3-402-12069-9)

Quelle: Radio Vaticana

2017 gemeinsam Gottesdienst feiern

Pasted GraphicKatholiken und Lutheraner nähern sich an. Sie feiern und gedenken gemeinsam. Auch der Reformation vor 500 Jahren. Aber wie?
Hier finden Sie den Entwurf von Lutherischen Weltbund und Vatikan für einen ökumenischen Gottesdienst. Außerdem weitere Anregungen und Hintergründe für Ihre Gemeinde. Nach der Liturgie wird am 31. Oktober 2016 in Lund auch ein internationaler ökumenischer Gottesdienst von Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan und Generalsekretär Junge gefeiert. Aber der Entwurf ist für die Gemeindeebene bestimmt. Und alle weltweit sind eingeladen, mitzufeiern.

Diakonenweihe in Wien


3014634752Am Sonntag, 29. Mai 2016, dem Sonntag der Samariterin, wurde in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien Nikolaus Rappert zum Dienst als Lektor und Ipodiakon gesegnet; während der Göttlichen Liturgie wurde er zum Diakon geweiht. Metropolit Arsenios von Austria stand der Liturgie vor, es konzelebrierten Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, der extra aus Zypern angereist war, um an der Weihe teilzunehmen, Archimandrit Paisios, die Erzpriester Ioannis Nikolitsis, Ioan Moga und Alexander Lapin, Erzdiakon Athanasius und Mönchsdiakon Arsenios.
 
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Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert in seiner Ansprache dem Metropoliten für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.
Metropolit Arsenios sprach zunächst über das Evangelium des Tages (Joh. 4,5-42), in dem von der Samariterin berichtet wird, von der Jesus zu trinken verlangte und ihr dann lebendiges Wasser anbot. Durch seine Handlung verursachte Jesus Skandale auf drei verschiedenen Ebenen, führte der Metropolit aus: Erstens verursachte Jesus einen ethischen Skandal, da er mit einer Sünderin sprach und von ihr Wasser verlangte. Zweitens verursachte er auf physikalischer Ebene Unverständnis, da er der Frau Wasser anbot, „lebendiges Wasser“, nach dessen Genuss man nie wieder Durst habe, ohne aber ein Schöpfgefäß oder einen Behälter bei sich zu haben. Und drittens verstieß er gegen die ethischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, da er mit einer Samariterin sprach, die einem Volk angehörte, mit dem die Juden damals jeden Kontakt mieden.
Trotzdem sprach Jesus mit der Samariterin, wissend, dass sein Verhalten Unverständnis hervorrufen und als skandalös empfunden werden würde. Er durchbrach die Konventionen, um der Frau die Wahrheit zu verkünden. Und als die Samariterin begann, die Wahrheit zu erkennen, behielt sie diese Freude nicht für sich, sie lief zurück in ihr Dorf und erzählte allen davon. Das gleiche Verhalten solle auch ein Kleriker an den Tag legen, er soll stets bemüht sein, die Wahrheit zu verkünden und die Freude über Gottes Liebe nicht für sich behalten, sondern mit allen Menschen teilen, so Metropolit Arsenios.
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Der Metropolit betonte auch, dass das Diakonat und das Priestertum eine Gnade und ein Geschenk Gottes seien, keinesfalls ein Recht oder ein Privileg, dass einzelne verdient oder worauf sie gar einen Anspruch hätten. Auch dürfe die Weihe einen Kleriker niemals dazu verleiten, sich für besser oder heiliger zu halten, als seine Mitmenschen. Jeder Mensch habe trotz und mit seinen individuellen Stärken und Schwächen einen eigenen Zugang zu Gott, eine einzigartige Beziehung zu Ihm. Alles, was in unserem Leben geschieht, geschehe durch Gottes Wille, manche seien zum Diakonat oder zum Priestertum berufen, andere haben andere Aufgaben und Berufungen. Wichtig sei aber immer, seine individuellen Aufgaben in Liebe und Freude auszufüllen.
Außerdem dankte der Metropolit den Eltern des Kandidaten für ihre bisherige Unterstützung und Erziehung, in der sie ihren Sohn zu Gott geführt und so schon vor Jahren den Grundstein für die heutige Weihe gelegt hätten. Er dankte der ganzen Familie für ihre Bereitschaft, Nikolaus Rappert in seiner Entscheidung, dem Ruf Gottes zu folgen, zu unterstützen und ihn jetzt und auch in Zukunft in seinem Dienst in der Kirche Christi zu begleiten. Der Metropolit wünschte dem neuen Diakon und seiner Familie, dass sie viele freudige und segensreiche Jahre im Dienst der Kirche verbringen und mit Gottes Beistand viel Gutes bewirken könnten.
Auch mehrere Vertreter der katholischen Kirche waren gekommen, um die Weihe des Diakons mitzuerleben und ihm ihre Glückwünsche auszusprechen, unter anderem der Bischofsvikar der Stadt Wien, P. Dariusz Schutzki CR, der Direktor des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, der Dechant des 2. Bezirks, P. Ferenc Simon und der Präsident von Pro Oriente, Dr. Johann Marte.
Am Ende der Liturgie begrüßte Metropolit Arsenios auch nochmals Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, welcher ein alter Freund des neuen Diakons und auch mit der Metropolis von Austria seit vielen Jahren besonders verbunden ist. 
 
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Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at/index.php/de/nachrichten-de/1139-diakonenweihe-in-wien

Wissenswertes über Armenien

Kathedrale_Etschimadzin-etschimadzinPapst Franziskus besucht von 24. bis 26. Juni Armenien. Das Gedenken des Völkermordes an den Armeniern und eine Ökumene-Erklärung, die er gemeinsam mit dem armenisch-apostolischen Katholikos Karekin II. verabschiedet, sind die zentralen Höhepunkte des Besuchs. Dieser gilt freilich auch den höchsten 200.000 Katholiken im Land. Mehr als 90 Prozent der Armenier gehören der nicht mit Rom unierten Armenisch-apostolischen Kirche an. Die Beziehungen zwischen der Armenisch-apostolischen und Katholischen Kirche sind aber sehr gut.
Mehr darüber hier…

Quelle:
KATHPRESS

Die Armenier dürfen von sich behaupten, das älteste christliche Staatsvolk der Welt zu sein. Während in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, die in unseren Tagen gerne mit dem sogenannten christlichen Abendland identifiziert werden, der christliche Glaube noch nicht vorgedrungen war, erhob der armenische König Trdat III. im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion. Die Bekehrung des Königs wird Gregor Lusaworitsch dem Erleuchter zugeschrieben. Kirchlicher Tradition nach sollen jedoch schon im 1. Jahrhundert die beiden Apostel Judas und Thaddäus das Christentum nach Armenien gebracht haben, daher bezeichnet sich die Kirche selbst als Armenisch-Apostolische Kirche.
Weitere Informationen über die Armenisch-Apostolische Kirche


1080 verlegten die Armenier aufgrund der Einfälle der Seldschuken ihr Zentrum vom Kaukasus an die heutige türkische Küste des östlichen Mittelmeeres und gründeten das Fürstentum von Kilikien, das bis 1375 bestand. 1097 gelangten die Kreuzfahrer in diese Region, von denen die Armenier eine Sicherung ihres Fürstentums erhofften. Es kam zu militärischer Unterstützung durch die Franken und das Fürstentum Kilikien wurde vom fränkischen Kaiser zum Königtum erhoben. Die Päpste strebten eine Union mit der Armenischen Kirche an; so sandte 1184 Lucius III. dem Katholikos Grigor IV. Tgha das Pallium als Zeichen seiner jurisdiktionellen Oberhoheit.
Weitere Informationen über die Armenisch-Katholische Kirche

Quelle:
Pro Oriente