Ab jetzt gegenseitige Anerkennung der Taufe von Kopten und Katholiken

Eine historische Vereinbarung der gegenseitigen Anerkennung der Taufe wurde unterzeichnet zwischen der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche. In einer gemeinsamen Erklärung halten Papst Franziskus und Patriarch Tawadros II. fest, dass „die Taufe nicht zu wiederholen, die in einer unserer Kirchen einer Person gespendet wurde und die sich der anderen anschließen möchte“. Als Grund nennen sie „Gehorsam gegenüber den Heiligen Schriften und dem Glauben der drei Ökumenischen Konzilien in Nizäa, Konstantinopel und Ephesus“.

Quelle: Radio Vaticana

ÖKUMENEKREIS 19 UND VERNETZTE ÖKUMENE WIEN WEST

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DR. HEINZ LEDERLEITNER

AM DONNERSTAG, 27. APRIL 2017, 19.00 UHR,
IN DER EVANGELISCHEN WEINBERGKIRCHE
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Metropolit Arsenios: Ostern kann "jegliche Finsternis besiegen"

Wiener orthodoxer Metropolit in Osterbotschaft: Es geht nicht nur um ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern um die Änderung des eigenen Lebens

Ostern als "Fest der Feste" beschränkt sich nicht auf einige wenige Tage des liturgischen Jahres, denn es ist das "Hochfest der Hochfeste", das der ganzen Existenz der Christen erst Sinn verleiht. Das Osterlicht könne jegliche Finsternis besiegen, betonte der orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios (Kardamakis), in seiner Osterbotschaft.

Wörtlich stellte der Metropolit fest: "Zu Ostern erinnern wir uns nicht nur einfach an ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern leben heute die Bedeutung des Opfers Christi, nicht nur emotional, sondern existenziell, als Zeichen der Änderung unseres eigenen Lebens, als Möglichkeit der Umkehr und Rückkehr zu Ihm." Die österliche Freude sei dann wahrhaft, wenn dieses Fest der Anlass wird, "das Reich Gottes zu leben", wenn "der alte Mensch zu neuem Leben geführt wird, zum Leben der Auferstehung".

Es sei sein Wunsch, so der Metropolit, dass das "Licht der Auferstehung Christi" die Schritte und den Weg der Menschen erleuchten möge: "Es erfasse mit seinem Schein die Familien und jeden einzelnen persönlich, damit sich das Leben an diesem unauslöschlichen Licht ausrichte, dem es möglich ist, jegliche Finsternis zu besiegen und die menschliche Existenz zu erleuchten."

Im Hinblick darauf, dass heuer "westliches" und "östliches" Osterfest auf den 16. April zusammenfallen, hatte sich Metropolit Arsenios vor kurzem in einem "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nicäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März. Frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April.

Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender. Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später, daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen.

Der nächste gemeinsame Ostertermin fällt auf das Jahr 2025. In diesem Jahr wird zugleich auch das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa gefeiert. Es war das erste Konzil der damals noch ungeteilten Kirche. Teilnehmer waren die Bischöfe aus allen Teilen des Römischen Reiches. Von den Bischöfen aus anderen Staaten (etwa dem Persischen Reich usw.) konnten nur wenige teilnehmen.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Hier:
Die Osterbotschaft von Metropolit Arsenios im Wortlaut.

Metropolit Arsenios: Gedanken zum Osterfest

Hier: Die Osterbotschaft von Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios im Wortlaut.

ÖSTERREICH: ÖKUMENE SOLIDARISCH MIT DEN KOPTEN

Vorsitzender des Ökumenischen Rates, Thomas Hennefeld, „entsetzt und betroffen“ über die Anschläge auf Kirchen in Tanta und Alexandrien – „Aber das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod“

Die Solidarität mit den ägyptischen Christen angesichts des Doppelattentats auf Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Landessuperintendent Thomas Hennefeld (evangelisch-reformierte Kirche), in einem Schreiben an den für Österreich zuständigen koptischen Bischof Gabriel zum Ausdruck gebracht.

Wörtlich betonte Hennefeld in dem Schreiben: „Ich bin entsetzt und betroffen über die furchtbaren Anschläge mit vielen Toten und Verletzten in Tanta und Alexandrien. Besonders erschüttert bin ich darüber, dass der Angriff koptischen Kirchen galt, in denen Menschen den Gottesdienst zum Palmsonntag feierten. Ich bin in diesen Stunden in Gedanken und in meinen Gebeten bei unseren koptischen Geschwistern, die diesen Anschlägen zum Opfer gefallen sind. Mein Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen ebenso wie der koptischen Kirche in Österreich. In wenigen Tagen feiern wir Ostern. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag in der westlichen und östlichen Christenheit zusammen. Das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod. Möge trotz aller Trauer und allen Schreckens diese österliche Botschaft den Menschen Trost und Kraft geben“.

„AM KARFREITAG KOMMT DIE RADIKALITÄT DER LIEBE GOTTES GANZ BESONDERS ZUM AUSDRUCK“

Gedanken zu Karfreitag und Ostern von ÖRKÖ-Vorsitzendem Landessuperintendent Thomas Hennefeld

„Am Karfreitag kommt die Radikalität der Liebe Gottes ganz besonders zum Ausdruck.“ Das betont der ÖRKÖ-Vorsitzende Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus die Spirale der Gewalt durchbrochen; nicht Macht und Gewalt werden am Ende siegen sondern Frieden und die Liebe Gottes. Hennefeld. „Die Liebe Gottes ist stärker als der Tod und überwindet alles Böses.“ Der Karfreitag und der Ostersonntag gehören deshalb auch untrennbar zusammen, betont der Landessuperintendent: „Wir sollen in österlicher Freude das leben, was Jesus uns vorgelebt hat – gewaltfrei und im Einsatz für den Frieden.“

Quelle: oekumene.at