Österreichs orthodoxe Christen feiern am 8. April Ostern

Am Sonntag, 8. April, und damit eine Woche nach Katholiken und Protestanten, feiern die orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich und auf der ganzen Welt das Osterfest. Der unterschiedliche Ostertermin geht auf verschiedene Berechnungsarten zurück. So bestimmen die Ostkirchen den Ostertermin nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Methode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Zu einem gemeinsamen Ostertermin wird es wieder im Jahre 2025 wieder kommen. Weltweit gibt es rund 300 Millionen orthodoxe und altorientalische Christen. In Österreich leben bis zu 500.000.

Die meisten orthodoxen Auferstehungsliturgien - etwa in der griechisch-orthodoxen Kathedrale am Wiener Fleischmarkt, in der rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in der Simmeringer Hauptstraße oder in der russisch-orthodoxen Kathedrale in der Jauresgasse - beginnen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab ca. 23 Uhr. Zuerst wird die Mitternachtshore gesungen, darauf folgt die Prozession. Weiter geht es bis nach 2 Uhr morgens mit der Ostermatutin und der Liturgie. Am Palm- und Ostersonntag (1.und 8. April) findet im Hof der russischen Kathedrale St. Nikolaus in Wien auch der traditionelle Ostermarkt statt.
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Neue rumänisch-orthodoxe Kirche soll bis 2019 fertig sein

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Mit dem Bau der neuen rumänisch-orthodoxen Kirche in Wien-Leopoldstadt soll im Spätsommer 2018 begonnen werden und schon im Herbst 2019 soll der Bau weitgehend abgeschlossen sein. Das ist zumindest der Plan, wie ihn die rumänisch-orthodoxe Kirche auf ihrem offiziellen Facebook-Auftritt dieser Tage präsentiert hat. Geplant ist eine 400 Quadratmeter große Kirche mit freistehendem Glockenturm, wie er in der rumänischen Bukovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung und ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden.

Die feierliche Grundsteinlegung mit Segnung fand im vergangenen September statt und wurde vom rumänisch-orthodoxen Metropolit Serafim (Joanta) durchgeführt. Er bezeichnete den Bau als "historisches Ereignis, auch für die anderen Christen in Wien". Das neue Gotteshaus werde "ein Zeugnis des gemeinsamen Glaubens an Christus" sein und als "spirituelle Lunge" für ein Stadterneuerungsgebiet fungieren.
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Deutschsprachige Liturgien in russisch-orthodoxer Kirche

Die Zahl der deutschsprachigen orthodoxen Gottesdienste in Österreich nimmt zu. Neben der ersten deutschsprachigen orthodoxen Gemeinde in Wien, die kirchenrechtlich zur griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria gehört, gibt es beispielsweise auch in der russischen orthodoxen Kirche in Wien regelmäßig Gottesdienste in deutscher Sprache. Alle 14 Tage (jeweils Samstag um 9 Uhr) finden die Liturgien in der Nikolauskathedrale im dritten Bezirk statt. Die russische Kirche in Wien verfügt auch über einen eigenen rund 10-köpfigen deutschsprachigen Kirchenchor.
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Ostern und Pessach

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In den Tagen vom 31. März bis zum 7. April feiern Jüdinnen und Juden in diesem Jahr 2018 Pesach. Das Pessachfest erinnert an die Befreiung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Sklaverei und an die Rettung beim Durchzug durch das Rote Meer. Das achttägige Fest beginnt am Sederabend mit einem Synagogengottesdienst und einem Festmahl im Familienkreis. Etwa zur gleichen Zeit gehen orthodoxe und westliche Kirchen in die Hohe Woche: In der Nacht zum 31. März für die westliche Kirche und 7. April für die orthodoxe Kirche, der Pascha-Vigil, beginnt für sie jene Fünfzig-Tage-Zeit, die „wie ein einziger Ostersonntag“ zu feiern ist (Tertullian). Was gibt Juden wie Christen Anlass zu solch lang anhaltender Festesfreude? Und was wird in jener außergewöhnlichen Nacht gefeiert, die so anders ist als alle anderen Nächte? Pesach und Ostern sind „zwei Feste wie zwei Schwestern“ (Clemens Leonhard) – was aber macht ihren Eigencharakter, was die Verwandtschaft aus?

Chag sameach we pesach kasher! Gesegnete Ostern!
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Erste Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Hl. Johannes Chrysostomos

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Am 3. Fastensonntag, 11. März 2018, feierte die deutschsprachige Gemeinde erstmals die Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Heiligen Johannes Chrysostomos. Metropolit Arsenios von Austria nahm an der Feier teil und ermunterte in einer kurzen Predigt die zahlreich gekommenen Gläubigen, dem Weg zu und mit Christus treu zu bleiben. Gerade am Sonntag der Kreuzverehrung rufe uns die Kirche in Erinnerung, dass es in keinem anderen Zeichen Heil gibt außer im Kreuz; im Kreuz, das der Herr zuallererst für uns auf sich genommen hat.
P. Nikolaus Rappert dankte namens der Gemeinde Seiner Eminenz für die Initiative, eine Kapelle zu errichten, und für seinen unermüdlichen Einsatz, die Bauarbeiten voranzubringen. Ohne ungezählte Stunden der Planung, der Kommunikation mit Architekten, Handwerkern, Behörden, Wohltätern, Gemeindemitgliedern, ohne stetige Kontrolle der Fortschritte, wäre dieses Projekt undenkbar gewesen, und all dies habe der Metropolit auf seine Schultern genommen, um einen neuen Ort zu schaffen, an dem Menschen ihr geistliches zu Hause finden können.
Die Kapelle werde sonntags der deutschsprachigen Gemeinde zum Heiligen Johannes Chrysostomos zur Verfügung stehen, soll aber auch wochentags ein Ort des Gebets und des Lobpreises Gottes für alle Mitglieder der Metropolis von Austria werden.

Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at