Religionsvertreter diskutieren Umgang mit Hasstexten des Glaubens

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Jerusalemer Erzbischof Pizzaballa erinnert bei Antisemitismus-Konferenz in Wien an Lernprozess der Kirche durch das Konzil - Evangelien bis dahin im Glauben, dass Juden "Gottesmörder" seien, interpretiert - "Erst Konzil hat Augen dafür geöffnet, dass es Kontinuität des Judentums Jesu und seiner Mitmenschen zum heutigen Judentum gibt"

Christen, Juden und Muslime sollen nicht abstreiten und verdrängen, dass in ihren Offenbarungsschriften auch "Hass-Passagen" vorkommen. Wie damit umzugehen ist, war eines der Themen eines interreligiösen Podiums am Montagabend im Wiener Universitätscampus. Es fand im Rahmen der aktuellen Antisemitismus-Konferenz statt, die am Sonntag mit einer Rede des französischen Philosophen Bernard-Henri Levy eröffnet wurde. mehr…

Neues griechisch-deutsches Gebetbuch "Proseuchitarion"

Patriarch Bartholomaios I.: "Hilfe für eine lebendige Beziehung mit dem barmherzigen Gott"

Die griechisch-orthodoxe Metropolis von Austria hat - mit dem Segen von Metropolit Arsenios (Kardamakis) - die erste Auflage ihres neuen Gebetbuchs "Proseuchitarion" herausgebracht. Das Gebetbuch der Metropolis kann ab sofort in griechisch-deutscher Ausführung über das Metropolis-Sekretariat (kirche@metropolisvonaustria.at) bestellt und auch in der Kathedrale am Fleischmarkt erworben werden, wie die Stiftung "Pro Oriente" am Dienstag berichtet.

"Das Gebet ist der Ort, aber auch die Art und Weise der Begegnung mit Gott", betont der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. in seinem Vorwort für das Gebetbuch. Das vorliegende Buch möchte daher eine Hilfe sein, in "eine intensivere und lebendige Beziehung mit dem liebenden und barmherzigen Gott" einzutreten. Denn "die Seele ist tot ohne das Gebet", wie es der Heilige Johannes Chrysostomos ausgedrückt habe.

Im neuen Gebetbuch der Metropolis von Austria sind u.a. Morgen- und Abendgebet, Tischgebete, Österliches Gebet, Marienhymnus "Hymnos Akathistos", Nachtgebete, Bußgebet, Kommunionvorbereitung, Danksagung, Gebete zur Dreifaltigkeit, Gebete für Schüler und Studenten sowie Gebete in Krankheiten enthalten. Herausgegeben wurde das "Proseuchitarion" durch den neu gegründeten Verlag der Metropolis. Das in Leder gebundene Gebetbuch mit Goldprägung ist in vier verschiedenen Farbausführungen erhältlich und kostet 19 Euro.

Quelle:
kathpress

Ökumenischer Gottesdienst im 22. Bezirk

Der diesmal auf Einladung von Bischof Gabriel am 24. Jänner in der Kathedrale der Koptischen Kirche stattfand, hier ein paar Bilder…
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Die nächste „Ökumenische Maiandacht“ – die 22.! – ist am 16. Mai 2018 geplant.
Wieder um 19.00h in St Georg Kagran.

Erich Leitenberger: Die Kirchen kommen einander umso näher, je mehr sie sich Jesus Christus nähern

Kardinal Schönborn würdigt beim traditionellen Ökumenischen Empfang in Wien positive Signale – Ehrenmitgliedschaft der Stiftung „Pro Oriente“ für Metropolit Arsenios und den koptischen Bischof Anba Gabriel

Ein eindrucksvolles Bild der Ökumene, das er 1991 bei seinem TV-Antrittsinterview als Wiener Weihbischof mit dem legendären „Anchorman“ Robert Hochner erstmals verwendet hatte, stellte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend an den Beginn des traditionellen Ökumenischen Empfangs im Erzbischöflichen Palais: Die christliche Ökumene als Rad mit Jesus Christus als Nabe und den Konfessionen als Speichen, die einander umso näher kommen, je mehr sie sich der Nabe nähern. Im Rückblick auf das Jahr 2017 nannte der Wiener Erzbischof zwei positive ökumenische Großereignisse: Das 500-Jahr-Gedenken der Reformation, ein „gesegnetes Jahr, das uns gelehrt hat, den Auftrag Jesu neu zu sehen und ihn gemeinsam zu leben“ und das 50-Jahr-Gedenken des Aufbruchs der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche, bei dem Papst Franziskus deutlich gemacht habe, dass man die Mühe der theologischen Ökumene weiterführen müsse, historische Kirchen und Freikirchen aber vor allem vor der Aufgabe stehen, gemeinsam voranzugehen. Positive Signale bedeuteten aber auch die spirituelle und missionarische Erneuerung in den Kirchen, die sehr lebendige „christliche Immigration“ (mehr als die Hälfte der Immigranten in Österreich sind Christen) und das „singuläre ökumenische Projekt“ der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien-Krems, an der die Ausbildung der Religionslehrkräfte für den Pflichtschulbereich von den verschiedenen Kirchen gemeinsam getragen wird, so der Wiener Erzbischof. Wörtlich meinte Kardinal Schönborn: „Es hilft auch meinem Kleinglauben, zu sehen, dass Christus wirklich am Werk ist“. mehr…

Neuer Bischof für russisch-orthodoxe Kirche von Wien ernannt

Bischof Antonij (Sevrjuk)Mit 1. Februar hat der Moskauer Patriarch Kyrill Erzbischof Antonij (Sevrjuk) offiziell zum Diözesanbischof der russisch-orthodoxen Eparchie von Wien und Budapest ernannt, wie der Orthodoxe Informationsdienst (OID) mitteilte. Bischof Antonij war bereits Ende Dezember vom Heilige Synod des Moskauer Patriarchats zum Administrator der Diözese von Wien/Österreich und Budapest/Ungarn ernannt worden. Mit der "Aufwertung" zum Erzbischof bzw. Diözesanbischof sind nun auch weiterreichende Vollmachten verbunden. mehr…