Orthodox

Metropolit Arsenios: Einheit ist nicht Gleichheit!

Siebtes Orthodoxes Jugendtreffen im Zeichen der Einheit

Am vergangenen Samstag fand das schon traditionelle Orthodoxe Jugendtreffen zum siebten Mal statt. Die heurige Veranstaltung, zu der die Orthodoxe Bischofskonferenz in Österreich, unter dem Vorsitz S. E. Metropolit Arsenios, eingeladen hatte.

Mehrere hundert Jugendliche aus den verschiedenen orthodoxen Ortskirchen haben sich im Bildungszentrum Mater Salvatoris, in Wien-Neubau, zu einem gemeinsamen Miteinander eingefunden. Das heurige Motto galt der „Einheit in Vielfalt“. mehr…

Kirchenbeitrag-Absetzbarkeit: Orthodoxe wollen Gleichbehandlung

Orthodoxe Bischofskonferenz von Österreich äußert Unverständnis über neue Behördenpraxis - Bis 2017 war Absetzbarkeit möglich, seither nicht mehr - Metropolit Arsenios spricht von Ungerechtigkeit und hofft auf Einlenken der Verantwortlichen - Russisch-orthodoxer Vertreter wegen innerorthodoxem Konflikt bei Vollversammlung abwesend mehr…

Neuer Weihbischof für griechisch-orthodoxe Kirche

Bisheriger Generalvikar für die griechisch-orthodoxen Gläubigen in Ungarn wird am 20. Oktober in Wien von Metropolit Arsenios zum Bischof geweiht
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Am 1. September beginnt für Orthodoxe Kirche neues Kirchenjahr

1. September zudem seit fast 30 Jahren als "Tag der Bewahrung der Schöpfung" begangen

Für die bis zu 450.000 orthodoxen Christen in Österreich beginnt mit dem 1. September das neue Kirchenjahr - im Unterschied zur katholischen und evangelischen Kirche, wo dies am ersten Adventsonntag der Fall ist. Während das Kirchenjahr in der Westkirche christologisch orientiert ist (und vom Advent bis zum Christkönigsfest reicht), ist es in der Ostkirche marianisch ausgerichtet. Das erste große Fest im orthodoxen Kirchenjahr ist demnach das Fest der "Geburt der Gottesmutter" (8. September), das letzte Fest ist "Maria Entschlafung" (15. August). Weltweit gehören rund 300 Millionen Menschen der orthodoxen Kirche an. mehr…

"Lange Nacht": Viele offene orthodoxe Kirchen in Wien

Am 25. Mai 2018 findet bereits zum 14. Mal die "Lange Nacht der Kirchen" statt. Von Anfang an bei diesem ökumenischen Großprojekt mit dabei war auch die orthodoxe Kirche in Österreich. Im Namen der Orthodoxie wolle er auch heuer alle Menschen auf das Herzlichste zur "Langen Nacht" einladen, so der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) im Programmheft zu der Grußveranstaltung. Wenn die Kirchen ihre Pforten öffnen, dann wollten sie damit "den Menschen den Weg weisen, mit dem lebendigen und dreifaltigen Gott in Beziehung zu treten". Er lade alle ein, so der Metropolit, "das Wagnis der persönlichen und lebensrettenden Vereinigung mit Gott einzugehen".

In der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale (Fleischmarkt 13) wie auch in der benachbarten Georgskirche (Griechengasse 8) gibt es Konzerte mit byzantinischen Hymnen und Kirchenführungen. In der serbisch-orthodoxen Kirche zur Auferstehung Christi (Engerthstraße 158) gibt es neben einer feierlichen Vesper, serbischen kulinarischen Köstlichkeiten und Kirchenführungen auch einen Vortrag von Bischof Andrej (Cilerdzic).

Die serbische Kirche zum Hl. Sava (Veithgasse 3) bietet u.a. ein Konzert des Kinderchores "Branko" aus dem serbischen Nis. Ein buntes Programm mit Vorträgen, Buffet und Konzerten gibt es in der serbischen Marienkirche in Neulerchenfeld (Neulerchenfelderstr. 47). Bis 22.30 Uhr hat auch die russisch-orthodoxe Nikolauskathedrale (Jauresgasse 2) ihre Türen geöffnet und bietet Kirchenführungen sowie ein Konzert des Kathedralchores.

Die rumänisch-orthodoxe Andreas-Kirche (Simmeringer Hauptstraße 161) lädt in der Langen Nacht u.a. zu einer Diskussion zum Thema "Einheit in der Vielfalt" ein, bei der das Verhältnis von katholischer und orthodoxer Kirche beleuchtet werden soll. In der rumänischen Antonius-Kirche (Pouthongasse 16) gibt es neben einer Vesper und einem veganen Buffet u.a. einen Vortrag und eine Diskussion zum Thema "Orthodoxie und Umweltengagement".

(Infos: www.langenachtderkirchen.at)
Quelle: kathpress

Immer mehr Schüler besuchen den orthodoxen Religionsunterricht

Im aktuellen Schuljahr fast 12.700 an über 900 Unterrichtsstandorten in ganz Österreich

Immer mehr Schülerin- nen und Schüler in Österreich besuchen den orthodoxen Religionsunterricht. Das geht aus einer Aufstellung des orthodoxen Schulamtes hervor, die "Kathpress" vorliegt. Demnach be- läuft sich die Gesamtschülerzahl im Schuljahr 2017/18 auf 12.682 an insgesamt 912 Unterrichtsstandorten in ganz Österreich. Im Schuljahr 2016/17 waren es 12.117 Schüler an 896 Standorten. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2012/13 besuchten erst 10.003 Schüler den orthodoxen Religionsunterricht an 788 Standorten, vor 15 Jahren waren es gar erst ca. 5.000 Schüler. Für die Erteilung des Unterrichts sind aktuell 104 Lehrerinnen und Lehrer zuständig.

Kinder aus orthodoxen Familien in Österreich besuchen auf allen Schulstufen den deutschsprachigen orthodoxen Religionsunterricht. Die Nationalität, sei es serbisch, russisch, griechisch, rumänisch oder bulgarisch, spiele keine Rolle, so Fachinspektor Branislav Djukaric im "Kathpress"-Gespräch. Er ist zugleich auch der stellvertretender Leiter des orthodoxen Schulamtes, dessen Leitung bei Metropolit Arsenios (Kardamakis), dem Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, liegt.
Die Bedeutung von Deutsch als gemein- samer orthodoxer Sprache wurde auch beim jüngsten Oster-Schulgottesdienst in der ortho- doxen Dreifaltigkeitskathedrale in Wien deutlich. Die Liturgie, der Metropolit Arsenios vorstand, wurde auf Deutsch zelebriert, sodass alle Mitfeiernden den Inhalt gut verstehen konnten. Nur einige feierliche Gesänge wurden in den verschiedenen Landessprachen vorgetragen. mehr…

Österreichs orthodoxe Christen feiern am 8. April Ostern

Am Sonntag, 8. April, und damit eine Woche nach Katholiken und Protestanten, feiern die orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich und auf der ganzen Welt das Osterfest. Der unterschiedliche Ostertermin geht auf verschiedene Berechnungsarten zurück. So bestimmen die Ostkirchen den Ostertermin nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Methode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Zu einem gemeinsamen Ostertermin wird es wieder im Jahre 2025 wieder kommen. Weltweit gibt es rund 300 Millionen orthodoxe und altorientalische Christen. In Österreich leben bis zu 500.000.

Die meisten orthodoxen Auferstehungsliturgien - etwa in der griechisch-orthodoxen Kathedrale am Wiener Fleischmarkt, in der rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in der Simmeringer Hauptstraße oder in der russisch-orthodoxen Kathedrale in der Jauresgasse - beginnen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab ca. 23 Uhr. Zuerst wird die Mitternachtshore gesungen, darauf folgt die Prozession. Weiter geht es bis nach 2 Uhr morgens mit der Ostermatutin und der Liturgie. Am Palm- und Ostersonntag (1.und 8. April) findet im Hof der russischen Kathedrale St. Nikolaus in Wien auch der traditionelle Ostermarkt statt.
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Neue rumänisch-orthodoxe Kirche soll bis 2019 fertig sein

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Mit dem Bau der neuen rumänisch-orthodoxen Kirche in Wien-Leopoldstadt soll im Spätsommer 2018 begonnen werden und schon im Herbst 2019 soll der Bau weitgehend abgeschlossen sein. Das ist zumindest der Plan, wie ihn die rumänisch-orthodoxe Kirche auf ihrem offiziellen Facebook-Auftritt dieser Tage präsentiert hat. Geplant ist eine 400 Quadratmeter große Kirche mit freistehendem Glockenturm, wie er in der rumänischen Bukovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung und ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden.

Die feierliche Grundsteinlegung mit Segnung fand im vergangenen September statt und wurde vom rumänisch-orthodoxen Metropolit Serafim (Joanta) durchgeführt. Er bezeichnete den Bau als "historisches Ereignis, auch für die anderen Christen in Wien". Das neue Gotteshaus werde "ein Zeugnis des gemeinsamen Glaubens an Christus" sein und als "spirituelle Lunge" für ein Stadterneuerungsgebiet fungieren.
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Deutschsprachige Liturgien in russisch-orthodoxer Kirche

Die Zahl der deutschsprachigen orthodoxen Gottesdienste in Österreich nimmt zu. Neben der ersten deutschsprachigen orthodoxen Gemeinde in Wien, die kirchenrechtlich zur griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria gehört, gibt es beispielsweise auch in der russischen orthodoxen Kirche in Wien regelmäßig Gottesdienste in deutscher Sprache. Alle 14 Tage (jeweils Samstag um 9 Uhr) finden die Liturgien in der Nikolauskathedrale im dritten Bezirk statt. Die russische Kirche in Wien verfügt auch über einen eigenen rund 10-köpfigen deutschsprachigen Kirchenchor.
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Erste Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Hl. Johannes Chrysostomos

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Am 3. Fastensonntag, 11. März 2018, feierte die deutschsprachige Gemeinde erstmals die Göttliche Liturgie in der Kapelle zum Heiligen Johannes Chrysostomos. Metropolit Arsenios von Austria nahm an der Feier teil und ermunterte in einer kurzen Predigt die zahlreich gekommenen Gläubigen, dem Weg zu und mit Christus treu zu bleiben. Gerade am Sonntag der Kreuzverehrung rufe uns die Kirche in Erinnerung, dass es in keinem anderen Zeichen Heil gibt außer im Kreuz; im Kreuz, das der Herr zuallererst für uns auf sich genommen hat.
P. Nikolaus Rappert dankte namens der Gemeinde Seiner Eminenz für die Initiative, eine Kapelle zu errichten, und für seinen unermüdlichen Einsatz, die Bauarbeiten voranzubringen. Ohne ungezählte Stunden der Planung, der Kommunikation mit Architekten, Handwerkern, Behörden, Wohltätern, Gemeindemitgliedern, ohne stetige Kontrolle der Fortschritte, wäre dieses Projekt undenkbar gewesen, und all dies habe der Metropolit auf seine Schultern genommen, um einen neuen Ort zu schaffen, an dem Menschen ihr geistliches zu Hause finden können.
Die Kapelle werde sonntags der deutschsprachigen Gemeinde zum Heiligen Johannes Chrysostomos zur Verfügung stehen, soll aber auch wochentags ein Ort des Gebets und des Lobpreises Gottes für alle Mitglieder der Metropolis von Austria werden.

Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at

DAS GROSSE FASTEN

Über die Zeit der Umkehr in der orthodoxen Kirche.

„Linsensuppe, das gibt es oft in der Fastenzeit,“ erzählt der 9-jährige Rafael. Sein Vater, Ioan Moga, ist der Priester der rumänisch-orthodoxen St. Antonius-Kirche in Wien-Rudolfsheim. In der Fastenzeit kommen keine tierischen Produkte auf den Teller: kein Fleisch, aber auch keine Eier, kein Käse, keine Butter. „Eine vegane Ernährung“, erklärt der Priester und Theologe Ioan Moga. Kinder bräuchten noch nicht zu fasten. Für viele Erwachsene sei das Fasten eine Selbstverständlichkeit. Schwieriger ist es schon, auf schlechte Gedanken und Worte zu verzichten: „Das Essen ist nicht das Problem, sondern was aus dem Mund herauskommt!“ sagt Dana, eine Frau aus der Antonius-Gemeinde. Die Fastenzeit wird von vielen als besonders schöne Zeit erlebt. Zuhause werden Kerzen angezündet. Die Gebete und Gesänge in der Kirche stimmen auf die Umkehr des Geistes ein. „Es ist eine Zeit, in der man versucht, die Glut unter der Asche wieder zu finden“, sagt Ioan Mogas Ehefrau Patricia.

Eine Sendung von Stefanie Jeller.
radio klassik Stephansdom

ANHÖREN

Einladung

Liebe Väter
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Liebe Studierende und Freunde
Hiermit darf ich Sie / Euch auf zwei kommende Veranstaltungen am Fachbereich Ostkirchenkunde der Kath.-Theol. Fakultät aufmerksam machen und Sie / Euch dazu herzlich einladen:

Erzpriester Prof. Khulap aus St. Petersburg hält nächste Woche einen Vortrag über theologische Ausbildung in Russland (auf Deutsch).
• Priester Prof. Djakovac aus Belgrad hält übernächste Woche drei spannende Vorträge im Bereich der orthodoxen Bioethik und Ethik (auf Englisch).

Weitere Informationen entnehmen Sie aus den angehängten Dateien. (Klicken)
Mit herzlichen Grüssen
Ass.-Prof. Dr. Ioan Moga
Orthodoxe Theologie
Institut für Historische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Universität Wien

Metropolit: Orthodoxe seit Jahrhunderten Bestandteil Österreichs

Festakt in Wiener Dreifaltigkeitskathedrale zum Jubiläum "50 Jahre Orthodoxengesetz" mit Patriarchen Bartholomaios I. und Theodoros II. sowie Kardinal Kurt Koch - Wiener Metropolit Arsenios betont Verantwortung der orthodoxen Kirche für Vertiefung christlicher Werte in der österreichischen Gesellschaft

Mit einem Festakt in der Wiener orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale ist am Dienstagabend das Jubiläum "50 Jahre Orthodoxengesetz" begangen worden. Metropolit Arsenios (Kardamakis), der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, konnte dazu u.a. den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, und Kardinal Kurt Koch, Präsident des vatikanischen Einheitsrates, begrüßen. Wie der Metropolit betonte, seien die orthodoxen Christen schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der österreichischen Gesellschaft. Mit dem "Orthodoxengesetz" habe die Orthodoxie in Österreich 1967 aber eine neue juristische Grundlage für ihr kirchliches und gesellschaftliches Wirken erhalten.
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Neues griechisch-deutsches Gebetbuch "Proseuchitarion"

Patriarch Bartholomaios I.: "Hilfe für eine lebendige Beziehung mit dem barmherzigen Gott"

Die griechisch-orthodoxe Metropolis von Austria hat - mit dem Segen von Metropolit Arsenios (Kardamakis) - die erste Auflage ihres neuen Gebetbuchs "Proseuchitarion" herausgebracht. Das Gebetbuch der Metropolis kann ab sofort in griechisch-deutscher Ausführung über das Metropolis-Sekretariat (kirche@metropolisvonaustria.at) bestellt und auch in der Kathedrale am Fleischmarkt erworben werden, wie die Stiftung "Pro Oriente" am Dienstag berichtet.

"Das Gebet ist der Ort, aber auch die Art und Weise der Begegnung mit Gott", betont der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. in seinem Vorwort für das Gebetbuch. Das vorliegende Buch möchte daher eine Hilfe sein, in "eine intensivere und lebendige Beziehung mit dem liebenden und barmherzigen Gott" einzutreten. Denn "die Seele ist tot ohne das Gebet", wie es der Heilige Johannes Chrysostomos ausgedrückt habe.

Im neuen Gebetbuch der Metropolis von Austria sind u.a. Morgen- und Abendgebet, Tischgebete, Österliches Gebet, Marienhymnus "Hymnos Akathistos", Nachtgebete, Bußgebet, Kommunionvorbereitung, Danksagung, Gebete zur Dreifaltigkeit, Gebete für Schüler und Studenten sowie Gebete in Krankheiten enthalten. Herausgegeben wurde das "Proseuchitarion" durch den neu gegründeten Verlag der Metropolis. Das in Leder gebundene Gebetbuch mit Goldprägung ist in vier verschiedenen Farbausführungen erhältlich und kostet 19 Euro.

Das Gebetbuch der Metropolis kann ab sofort in zweisprachiger Ausführung (griechisch-deutsch) über das Sekretariat (kirche@metropolisvonaustria.at) bestellt und auch vor Ort in der Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit erworben werden.

Quelle:
kathpress

Neuer Bischof für russisch-orthodoxe Kirche von Wien ernannt

Bischof Antonij (Sevrjuk)Mit 1. Februar hat der Moskauer Patriarch Kyrill Erzbischof Antonij (Sevrjuk) offiziell zum Diözesanbischof der russisch-orthodoxen Eparchie von Wien und Budapest ernannt, wie der Orthodoxe Informationsdienst (OID) mitteilte. Bischof Antonij war bereits Ende Dezember vom Heilige Synod des Moskauer Patriarchats zum Administrator der Diözese von Wien/Österreich und Budapest/Ungarn ernannt worden. Mit der "Aufwertung" zum Erzbischof bzw. Diözesanbischof sind nun auch weiterreichende Vollmachten verbunden. mehr…

Heiligenfeste in Ost und West

Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland hat ein neues Dokument mit dem Titel „Christus feiern mit der Gottesmutter und allen Heiligen“ auch im Internet bereitgestellt.

Wie die bisherigen Veröffentlichungen der Reihe über das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westens über den
„Der Sonntag – ‚Urfeiertag‘ der Christen“ (2010), „Ostern – das Hauptfest der Kirche in Ost und West“ (2012) und „Weihnachten – die Feier der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus“ (2014) zeigt auch das neue Dokument die tiefe Verbundenheit in Theologie und Frömmigkeit zwischen Ost und West. Viele der beschriebenen Feste sind in beiden Traditionen verankert und werden häufig auch am gleichen Tag gefeiert.

Sehr empfehlenswert!

"Kathpress" verstärkt Berichterstattung über Orthodoxie

In Österreich leben bis zu 450.000 orthodoxe Christen - Sieben orthodoxe Kirchen haben in Österreich kirchliche Strukturen - Neues "Kathpress"-Produkt "Information Orthodoxie" mit umfangreicher Berichterstattung

"Kathpress" verstärkt ab sofort die Berichterstattung über die Orthodoxe Kirche in Österreich und weltweit. Damit soll vor allem auch die bunte Vielfalt und der spirituelle Reichtum der Orthodoxie in Österreich einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Die Initiative erfolgt in Kooperation mit den Stiftungen "Living Together" und "Pro Oriente" und wird auch von der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich unterstützt.

14-tägig erscheint dazu ein neues Produkt: "Information Orthodoxie". Dieses beinhaltet alle im jeweiligen Zeitraum von "Kathpress" über die Orthodoxie veröffentlichten Meldungen sowie in der Rubrik "Hintergrund & Dokumentation" bislang unveröffentlichtes Material. "Information Orthodoxie" wird Form einer gestalteten PDF per E-Mail ausgeliefert und kann bis auf weiteres kostenlos bestellt werden unter
www.kathpress.at/information-orthodoxie.

Offizieller Start des Projekts ist in der "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" (18. bis 25. Jänner). Die erste reguläre Ausgabe von "Information Orthodoxie" ist am Dienstag, 23. Jänner, erschienen.

In Österreich leben zwischen 400.000 und 450.000 orthodoxe Christen. Genaue Zahlen gibt es (seit 2001) nicht mehr. Sieben orthodoxe Kirchen haben hierzulande kirchliche Strukturen und sind in der Orthodoxen Bischofskonferenz vertreten: Das Patriarchat von Konstantinopel (griechisch-orthodox), das Patriarchat von Antiochien, die Russisch-orthodoxe Kirche, die Serbisch-orthodoxe Kirche, die Rumänisch-orthodoxe Kirche, die Bulgarisch-orthodoxe Kirche und die Georgisch-orthodoxe Kirche. Manche Kirchen sind mit zahlreichen Gläubigen in ganz Österreich vertreten und beheimatet, andere bestehen nur aus einer kleinen Zahl von Gläubigen mit nur wenigen bis einer Kirchengemeinde.

Dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel (griechisch-orthodox) gehören etwa 35.000 Gläubige an, der Russisch-orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) bis zu 40.000. Die meisten orthodoxen Gläubigen in Österreich zählt mit bis zu 300.000 die Serbisch-orthodoxe Kirche. Zur Rumänisch-orthodoxen und Bulgarisch-orthodoxen Kirche gehören auch jeweils rund 40.000 Gläubige. Zur Georgisch-orthodoxen Kirche bzw. dem Patriarchat von Antiochien gehören in Österreich hingegen nur einige Hundert bis Tausend Gläubige. Wiewohl die große Mehrheit der orthodoxen Christen im Großraum Wien lebt, gibt es auch in den Bundesländern inzwischen viele lebendige Gemeinden.

(Infos:
www.orthodoxe-kirche.at und www.kathpress.at/information-orthodoxie)

Einladung: Ökumenischer Wortgottesdienst in der koptisch-orthodoxe Kathedrale

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Am 6. Jänner "Große Wasserweihe

Pasted GraphicDer griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) wird am Samstag, 6. Jänner, am Wiener Donaukanal bei der Schwedenbrücke die "Große Wasserweihe" zelebrieren. Dieser traditionelle Ritus gehört zu den eindrucksvollsten Feiern der Orthodoxen Kirche und wird zum Gedenken an die Taufe Jesu am Tag der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) in der Orthodoxie weltweit begangen. Höhepunkt des von Psalmen, Bibellesung und Gebet getragenen Wortgottesdienstes ist das dreimalige Untertauchen eines kunstvollen Holzkreuzes durch den Metropoliten. Mit dem Kreuz werden der Donaukanal und alle Gewässer, die Anwesenden und die ganze Stadt Wien gesegnet.

In Wien wurde die Tradition der Wasserweihe 2007 von Metropolit Michael (Staikos) begründet. Der orthodoxe Segensgottesdienst ist mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil des religiösen Brauchtums in der Bundeshauptstadt geworden. Die Feier am Donaukanal findet um die Mittagszeit statt, nach dem orthodoxen Festgottesdienst in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale (Fleischmarkt 13). Im Laufe des Jänner wird der Segensgottesdienst dann auch noch in weiteren Städten in Österreich stattfinden, wo es größere orthodoxe Gemeinden gibt.

An der Feier in Wien werden nicht nur griechisch-orthodoxe Gläubige des Ökumenischen Patriarchats teilnehmen, sondern auch Gläubige anderer orthodoxer Kirchen - etwa der rumänisch-orthodoxen und bulgarisch-orthodoxen -, die so wie das Ökumenische Patriarchat den Weihnachts-Festkreis nach dem Gregorianischen Kalender begehen und daher wie Katholiken und Protestanten am 6. Jänner das Epiphanie-Fest feiern. (Andere orthodoxe Kirchen, etwa die russisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe feiern den Weihnachtsfestkreis nach dem Julianischen Kalender. Für sie ist am 6. Jänner der Heilige Abend und am 7. Jänner der Christtag.)

Durch die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan wurde laut orthodoxer Theologie das Wasser dieses Flusses und aller Flüsse weltweit gesegnet. Deshalb werde, wie die orthodoxen Theologen betonen, mit der Großen Wasserweihe die ganze Natur und Schöpfung geweiht. In der Wasserweihe komme daher auch der Einsatz der Christen für die "Bewahrung der Schöpfung" zum Ausdruck.

Die Große Wasserweihe kam von Jerusalem über Konstantinopel (Istanbul) nach Osteuropa. Besonders feierlich wird sie seit dem 19. Jahrhundert in Konstantinopel und Moskau, aber auch in den Zentren der Orthodoxie in den USA begangen. In Konstantinopel und in Moskau wird das Kreuz im Wasser versenkt, junge Leute tauchen danach, der Finder des Kreuzes überreicht es dem Patriarchen.

(Infos:
www.metropolisvonaustria.at)

Jetzt beginnen die großen orthodoxen Weihnachtsfeiern

Ostkirchen-Weihnacht auch in Wien große Attraktion - Feierdatum am 6./7. Jänner ergibt sich aus unterschiedlichen Kalendern von West- und Ostkirchen

In wenigen Tagen beginnen die großen orthodoxen und altorientalischen Weihnachtsfeiern. Das Fest, das am 6. und 7. Jänner gefeiert wird, begehen in Wien viele Menschen mit Migrationshintergrund auch im öffentlichen Raum - mit Märkten, mit traditionellen Bräuchen und mit Gesängen. Dies zieht auch viele Nichtorthodoxe an.

Allerdings feiern nicht alle orthodoxen Kirchen erst im Jänner: So haben die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Albanien und Finnland das Weihnachtsfest schon hinter sich. Es wird bei ihnen so wie im Westen am 24./25. Dezember gefeiert. Diese Ostkirchen, mit den Griechen an der Spitze, haben nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Gregorianischen Kalender übernommen.

Demgegenüber feiern etwa Serben und Russen das Fest noch nach dem östlichen (Julianischen) Kalender. Dieser hinkt seit der Kalenderreform des Jahres 1582 dem damals eingeführten westlichen Gregorianischen Kalender 13 Tage hinterher. Die orthodoxen, ukrainisch-unierten und koptischen Weihnachtsgottesdienste finden demnach am 6. Jänner (Heiliger Abend) und 7. Jänner (Christtag) statt. Wiederum etwas anders ist die Lage bei den Armeniern: Dort wird der Heilige Abend am 5. Jänner gefeiert und der Christtag am 6. Jänner.

In der Bundeshauptstadt feiern die großen Gemeinden der russisch-, ukrainisch-, serbisch- und arabischstämmigen Wiener in der Nacht von Samstag auf Sonntag u.a. in drei Domkirchen - der russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale im 3. Bezirk, der serbisch-orthodoxen St.-Sava-Kathedrale im gleichen Bezirk und der koptisch-orthodoxen Marienkathedrale im 22. Bezirk - die Geburt Jesu. Das Weihnachtsdatum nach dem Julianischen Kalender gilt zudem in der äthiopisch-orthodoxen und syrisch-orthodoxen Kirche. Auch diese Kirchen stellen in Wien und Umgebung große Gemeinden, mit jeweils mehreren Tausend Gläubigen.

"Nachtwache des Heiligen Abends"
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Katholische und orthodoxe Bischöfe wollen gemeinsam tagen

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Kardinal Schönborn und Metropolit Arsenios bestätigen gegenüber "Kathpress" Wunsch nach gemeinsamer Vollversammlung von katholischer und orthodoxer Bischofskonferenz - Noch kein konkreter Termin fixiert - Orthodoxe Bischöfe berieten über Krankenhaus-, Militär- und Jugendseelsorge

Sowohl von Seiten der katholischen wie auch der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich gibt es den Wunsch, in absehbarer Zeit eine gemeinsame Vollversammlung abzuhalten. Das wurde "Kathpress" am Dienstag von den Vorsitzenden beider Bischofskonferenzen, Kardinal Christoph Schönborn und Metropolit Arsenios (Kardamakis), bestätigt. Vor einem Jahr hatten katholische Bischöfe und evangelische Kirchenleitung gemeinsam in Eisenstadt getagt.
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WIEN: GRUNDSTEINLEGUNG FÜR NEUE RUMÄNISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN DER LEOPOLDSTADT

Hunderte „wetterfeste Christen“ harrten stundenlang im strömenden Regen aus – Das neue Gotteshaus wird sich am Vorbild der berühmten Klosterkirchen in der Moldau und in der Bucovina orientieren – Projekt wurde tags zuvor im „Otto Mauer-Zentrum“ präsentiert
Wien, 17.09.17 (poi) Hunderte wetterfeste rumänisch-orthodoxe Christen harrten am Sonntagvormittag unter strömendem Regen bei der Göttlichen Liturgie und der Grundsteinlegung für die neue rumänisch-orthodoxe Pfarrkirche an der künftigen Bruno Marek-Allee im Stadterneuerungsgebiet in Wien-Leopoldstadt aus. Unter dem Vorsitz des für Wien zuständigen rumänisch-orthodoxen Metropoliten für Mitteleuropa, Serafim (Joanta), fanden auf dem Bauplatz des künftigen Gotteshauses auf dem Gelände des einstigen Frachtenbahnhofs des Nordbahnhofs zunächst das Morgenlob, dann die Göttliche Liturgie und schließlich die Grundsteinlegung statt. Sowohl für den Klerus auf der Altarinsel als auch für die Gläubigen waren Zelte aufgestellt, viele hielten aber auch im Freien unter Schirmen dem Regen stand. Der Bezirk Leopoldstadt hatte 2014 (damals noch unter dem mittlerweile abgelösten und kurze Zeit später verstorbenen Bezirksvorsteher Karlheinz Hora) an alle Religionsgemeinschaften appelliert, im Sinne aktueller stadtplanerischer Überlegungen im Neubaugebiet ex-Nordbahnhof ein spirituelles Zentrum zu errichten. Die rumänisch-orthodoxe Kirche war die einzige Religionsgemeinschaft, die dieser Einladung entsprach. Nach Angaben des Architekten-Ehepaares Georg und Mihaela Baldass (das schon die rumänisch-orthodoxe Kirche an der Simmeringer Hauptstraße entworfen hat) wird sich das neue Gotteshaus an der Bruno Marek-Allee an den „klaren Formen“ der Moldau-Klöster wie Sucevita orientieren: Geplant ist eine 400 Qadratmeter große Dreikonchen-Kirche mit Pantokratorturm, freistehendem Glockenturm, wie er in der Bucovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung, ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden. Seelsorger der neuen Gemeinde und Projektleiter des Gesamtvorhabens ist der rumänisch-orthodoxe Priester Emanuel-Stefan Nutu. Die Erwartungen der Leopoldstadt an das neue religiöse Zentrum sind hoch, so der Vizevorsitzende der Bezirksvertretung, Bernhard Seitz: „Wir hoffen, dass diese rumänisch-orthodoxe Gemeinde Teil unserer Identität wird. Die Leopoldstadt steht heute für gute Nachbarschaft, Toleranz und Respekt“. mehr…

Wien bekommt neue rumänisch-orthodoxe Kirche

In Wien-Leopoldstadt soll eine neue rumänisch-orthodoxe Kirche gebaut werden. Zur Grundstücksweihe und Grundsteinlegung am kommenden Sonntag, 17. September, wird eigens der für Österreich zuständige Metropolit Serafim Jonta anreisen. Er steht um 10 Uhr einer Göttlichen Liturgie auf dem neuen Grundstück in der auf dem Nordbahnhofgelände entstehenden Bruno-Marek-Allee vor. Im Anschluss an den Gottesdienst (ca. 12.30 Uhr) wird er den Bauplatz weihen und die Grundsteinlegung vornehmen. Der geplante Kirchenbau orientiert sich stark an der dem Heiligen Georg geweihten Kirche im rumänischen Kloster Voronet. Diese Klosterkirche wird wegen der exzellenten Fresken auch "Sixtinische Kapelle des Ostens" bezeichnet. Mit dem Bau der neuen Kirche in Wien könnte dem Vernehmen nach 2018 begonnen werden.

Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde besitzt in Wien bereits zwei Kirchen: die 2009 fertiggestellte Andreas-Kirche im 11. Bezirk (Simmering) und die 2014 von der Erzdiözese Wien übergebene Antonskirche im 15. Bezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus). Neben Wien gibt es in Österreich weitere rumänisch-orthodoxe Gemeinden bzw. Gottesdienststätten in Salzburg, Graz, Linz, Klagenfurt, Knittelfeld, Feldkirch, St. Pölten, Wiener Neustadt, Innsbruck, Krems, Amstetten und Oberpullendorf. Die Zahl der rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich liegt Schätzungen zufolge bei mehr als 40.000. Genaue Daten gibt es nicht.

Die rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Österreich gehören zur Diözese Zentral- und Mitteleuropa. Zuständiger Bischof ist Serafim Romul Joanta mit Sitz in Nürnberg. In Österreich steht Bischofsvikar Nicolae Dura den rumänischen Gemeinden vor. (Infos:
www.rumkirche.at)

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Russische Orthodoxie sieht Fortschritt im Dialog mit Katholiken

Russlands orthodoxe Kirche sieht einen "bedeutenden Fortschritt" im Dialog mit der katholischen Kirche. In den vergangenen zehn Jahren habe sich viel in der Beziehung zueinander getan; ebenso zwischen Russland und dem Heiligen Stuhl, sagte der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, der italienischen Tageszeitung "Il sole 24 ore" (Donnerstag). Einigkeit bestehe etwa bei aktuellen Problemen wie dem Verlust spiritueller Werte und Christenverfolgung. "Das ist ein Problem, welches sowohl die orthodoxe Kirche als auch den Heiligen Stuhl aus ganzer Seele beunruhigt, und uns antreibt, unsere Kräfte zu vereinen um eine gemeinsame Lösung zu finden", so der Metropolit.

Hilarion äußerte sich anlässlich des bevorstehenden Moskau-Besuchs von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin von Sonntag bis Donnerstag. Als Hauptthemen nannte er die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine; auch eine Friedenslösung für Syrien werde sicher Thema sein. Parolins Besuch könne dazu beitragen, verschiedene Blickwinkel anzunähern und gemeinsame Lösungen für verschiedene Probleme zu finden, so Hilarion, der auch selbst mit Parolin zusammentreffen wird. "Ich werde mit ihm das gesamte Spektrum der bilateralen Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche erörtern und hoffe, dass wir neue Perspektiven zur weiteren Entwicklung abstecken können".

Mit Blick auf die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche sagte er, dies sei immer noch "die heikelste Frage in den Beziehungen der beiden Kirchen". Zugleich würdigt der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats in dem Interview die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen Russland und dem Vatikan im Jahr 2009 sowie das historische erste Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. 2016 in Havanna/Kuba, in dessen Folge sich die Zusammenarbeit beider Kirchen weiter verstärkte.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress,
www.kathpress.at

Serbischer Bischof würdigt Vielfalt der Kirchen

Für Österreich, Schweiz und Deutschland zuständiger Bischof Andrej in Zeitschrift "Religion & Gesellschaft": "Unsere Gläubigen respektieren Traditionen anderer Kirchen und versuchen, sich zu integrieren"

Der serbisch-Orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) will sich um weitere Fortschritte in der Ökumene bemühen und sieht dabei als Ziel keine "uniforme Einheit", sondern eine Vielfalt und "versöhnte Verschiedenheit". Andrej Cilerdzic ist seit 2014 Bischof von Österreich, der Schweiz, Italien und Malta. Sein Bischofssitz ist Wien. In Österreich ist er für rund 30 Gemeinden verantwortlich, in der Schweiz sind es zwölf, in Italien sechs und auf Malta eine. Vor kurzem wurde er zudem zum Administrator der Diözese Deutschland ernannt. Er äußerte sich in der aktuellen Ausgabe der in der Schweiz erscheinenden Fachzeitschrift "Religion & Gesellschaft".

Die Orthodoxen in der Schweiz hätten mittlerweile "viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl für das hiesige kirchliche und gesellschaftliche Leben entwickelt", so der Bischof. Mit Blick auf die reformierte Kirche beinhalte dies auch einen "gewissen Respekt" davor, dass dort auch Frauen ordiniert werden. Cilerdzic: "Da gibt es für uns Orthodoxe nichts zu streiten. Eine andere Frage ist, ob dieser Schritt theologisch gerechtfertigt gewesen ist, aber das steht auf einem anderen Blatt. Hier geht es darum, Respekt voreinander zu haben und Vielfalt als etwas zu bejahen, das zu unserem modernen Leben dazu gehört."

Als für die Schweiz zuständiger Bischof könne er sagen, "dass unsere Gläubigen die Traditionen der anderen Kirchen respektieren und versuchen, sich zu integrieren". Vor diesem Hintergrund sehe er die Bestrebungen zu einer engeren Kooperation zwischen Staat und Orthodoxer Kirche, wie sie gegenwärtig in den Kantonen Waadt, St. Gallen und Zürich diskutiert werden, "eigentlich als Selbstverständlichkeit an". Die Situation in der Schweiz mit ihren 26 Kantonen sei freilich grundsätzlich komplex. (In Zürich wurde beispielsweise 2014 der "Verband Orthodoxer Kirchen im Kanton Zürich" mit dem Fernziel der öffentlich-rechtlichen Anerkennung im Kanton gegründet.)

In Österreich sei die Ausgangslage einfacher. Hier regle das Orthodoxengesetz die Beziehungen zwischen Staat und orthodoxer Kirche. "Zudem haben wir in Wien mit Metropolit Arsenios (Kardamakis) einen sehr talentierten Vorsitzenden, der die Bischofskonferenz sehr gut leitet und die Kontakte zu staatlichen Stellen pflegt", so Cilerdzic wörtlich.

Kirche in Serbien sollte "politischer" sein

Für Serbien wünsche er sich, "dass der Kirche mehr Möglichkeiten gegeben werden sollten, zu gesellschaftlichen Fragen öffentlich Stellung zu beziehen", so der Bischof: "Als Orthodoxer in Westeuropa nehme ich sehr stark wahr, dass die Kirchen an großen Festen wie Weihnachten und Ostern Botschaften zu sozialen Fragen herausgeben, und dass sie so ein zusätzliches Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft zeigen."

Es freue ihn beispielsweise, so Cilerdzic, "wenn die evangelische oder katholische Kirche in Deutschland das Recht der Menschen auf Arbeit ansprechen". Ähnliches wäre auch für Serbien und die Orthodoxie vor Ort wünschenswert.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

NEUE BULGARISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN WIEN GEWEIHT

Der für West- und Mitteleuropa zuständige Metropolit Antonij würdigte bei der Weihe die Tätigkeit des Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrers Ivan Petkin und die gute Zusammenarbeit mit offiziellen bulgarischen und österreichischen Stellen bei der Realisierung des Kirchenbauprojekts

Wien, 11.06.17 (poi) Die neue bulgarisch-orthodoxe Kirche in der Dunklergasse im 12. Wiener Bezirk sei ein „Symbol von Glaube, Hoffnung und Liebe“ der bulgarischen Christen in Wien, betonte der für West- und Mitteleuropa zuständige bulgarisch-orthodoxe Metropolit Antonij (Mihalev) am Sonntag bei der Weihe des neuen Gotteshauses, das in einen Wohnblock integriert ist. Der Metropolit dankte in besonderer Weise dem Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrer, Erzpriester Ivan Petkin, ohne dessen Einsatz die Erbauung und Eröffnung der dem Heiligen Ivan Rilski (Johannes von Rila) geweihten Kirche nicht möglich gewesen wäre.

Die neue Kirche mit ihrem eindrucksvollen Freskenschmuck festige das Vertrauen und die Zuversicht, dass die zahlreichen in Wien lebenden Bulgaren vom bulgarischen Staat und von der bulgarischen Kirche nicht vergessen werden, so der Metropolit. Ohne die Unterstützung durch das Amt des bulgarischen Ministerpräsidenten, das Religionsamt in Sofia und die Bulgarische Botschaft in Wien wäre die Verwirklichung des Kirchenbauprojekts nicht möglich gewesen. Ihnen allen sei die wichtige Rolle der bulgarisch-orthodoxen Kirche bei der Betreuung der in der Emigration lebenden orthodoxen Gläubigen bewusst. Zugleich dankte der Metropolit auch den österreichischen Behörden für Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Realisierung des Kirchenbaus.

An der Kirchweihe und der Göttlichen Liturgie nahmen u.a. auch der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, die bulgarische Spitzendiplomatin (und frühere Botschafterin ihres Landes in Wien) Elena Shekerletova, und der Vorsitzende der Österreichisch-bulgarischen Gesellschaft, Karl Blecha, teil.

Quelle: http://www.pro-oriente.at/News/

Orthodoxes Ökumene-Bekenntnis trotz Hardlinern in eigenen Reihen

Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf, Erzbischof Job Getcha, im "Kathpress"-Interview über anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen, die Folgen des Panorthodoxen Konzils und den offiziellen katholisch-orthodoxen Dialog

Fundamentalistische, anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen sieht Erzbischof Job (Getcha) als ein, wenn nicht "das" große Problem innerhalb der Weltorthodoxie, das anstehende Reformen verhindert. Die Kirchenleitungen hätten Angst vor Hardlinern in den eigenen Reihen und scheuten innerkirchliche Konflikte, so Getcha im Interview mit "Kathpress". Trotzdem zeigte er sich grundsätzlich zuversichtlich. Zur Ökumene gebe es keine Alternative.

Der Erzbischof ist Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf und Ko-Vorsitzender der Offiziellen Internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission. Getcha hat dieser Tage Wien besucht, wo er u.a. an der Universität einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Orthodoxie und Chancen und Herausforderungen für die Ökumene hielt. Er traf sich zudem zu ausführlichen Beratungen mit den Verantwortlichen der Stiftung "Pro Oriente".

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Lesenswert: Kathpress Schwerpunkt über Armenien

Armenien war das erste Land, das den christlichen Glauben zur Staatsreligion machte: Trotz langer Sowjetherrschaft gehören heute wieder 90 Prozent der Bevölkerung der armenisch-apostolischen Kirche an. Sie bildet eine wichtige Klammer für die Identität und Kultur der rund drei Millionen Einwohner.

Fakten und viel mehr auf Kathpress

CHRISTENVERFOLGUNG: „NUR DIE LIEBE KANN DEN HASS ÜBERWINDEN“

Kardinal Schönborn und Außenminister Kurz in der Kirche Maria vom Siege bei Gebetsversammlung zum Gedenken an die koptischen Märtyrer der jüngsten Zeit – Bischof Gabriel: Christentum wird gestärkt aus der Verfolgung hervorgehen
Nur die Liebe kann den Hass überwinden: Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Sonntagabend in der jetzt koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener Mariahilfer Gürtel beim Gebet für die verfolgten Christen. Der Wiener Erzbischof berichtete von seiner Begegnung im letzten Herbst mit den Familien der in Libyen von IS (Daesh)-Terroristen ermordeten koptischen Arbeitsmigranten. Auf den Gesichtern der Frauen dieser jungen Märtyrer sei kein Hass gewesen, keine Bitterkeit, ein großer Schmerz, aber auch ein Leuchten. „Hier wurde deutlich, dass ein Sieg errungen ist über den Hass“, sagte der Kardinal. Den koptischen Märtyrern der letzten Jahre, der koptischen Kirche insgesamt, sei für ihr Zeugnis zu danken, betonte Schönborn. Der Dank gelte aber auch dem ägyptischen Präsidenten Abd-el-Fattah al-Sisi, der in der im Bau befindlichen neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine Kathedrale für die Märtyrer bauen lasse als Zeichen, „dass der Hass Ägypten nicht auseinanderbrechen lässt“. Das Zeugnis der koptischen Märtyrer bedeute, dass „der Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt stärker sein wird als der Hass“.
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Ab jetzt gegenseitige Anerkennung der Taufe von Kopten und Katholiken

Eine historische Vereinbarung der gegenseitigen Anerkennung der Taufe wurde unterzeichnet zwischen der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche. In einer gemeinsamen Erklärung halten Papst Franziskus und Patriarch Tawadros II. fest, dass „die Taufe nicht zu wiederholen, die in einer unserer Kirchen einer Person gespendet wurde und die sich der anderen anschließen möchte“. Als Grund nennen sie „Gehorsam gegenüber den Heiligen Schriften und dem Glauben der drei Ökumenischen Konzilien in Nizäa, Konstantinopel und Ephesus“.

Quelle: Radio Vaticana

Metropolit Arsenios: Ostern kann "jegliche Finsternis besiegen"

Wiener orthodoxer Metropolit in Osterbotschaft: Es geht nicht nur um ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern um die Änderung des eigenen Lebens

Ostern als "Fest der Feste" beschränkt sich nicht auf einige wenige Tage des liturgischen Jahres, denn es ist das "Hochfest der Hochfeste", das der ganzen Existenz der Christen erst Sinn verleiht. Das Osterlicht könne jegliche Finsternis besiegen, betonte der orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios (Kardamakis), in seiner Osterbotschaft.

Wörtlich stellte der Metropolit fest: "Zu Ostern erinnern wir uns nicht nur einfach an ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern leben heute die Bedeutung des Opfers Christi, nicht nur emotional, sondern existenziell, als Zeichen der Änderung unseres eigenen Lebens, als Möglichkeit der Umkehr und Rückkehr zu Ihm." Die österliche Freude sei dann wahrhaft, wenn dieses Fest der Anlass wird, "das Reich Gottes zu leben", wenn "der alte Mensch zu neuem Leben geführt wird, zum Leben der Auferstehung".

Es sei sein Wunsch, so der Metropolit, dass das "Licht der Auferstehung Christi" die Schritte und den Weg der Menschen erleuchten möge: "Es erfasse mit seinem Schein die Familien und jeden einzelnen persönlich, damit sich das Leben an diesem unauslöschlichen Licht ausrichte, dem es möglich ist, jegliche Finsternis zu besiegen und die menschliche Existenz zu erleuchten."

Im Hinblick darauf, dass heuer "westliches" und "östliches" Osterfest auf den 16. April zusammenfallen, hatte sich Metropolit Arsenios vor kurzem in einem "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nicäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März. Frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April.

Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender. Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später, daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen.

Der nächste gemeinsame Ostertermin fällt auf das Jahr 2025. In diesem Jahr wird zugleich auch das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa gefeiert. Es war das erste Konzil der damals noch ungeteilten Kirche. Teilnehmer waren die Bischöfe aus allen Teilen des Römischen Reiches. Von den Bischöfen aus anderen Staaten (etwa dem Persischen Reich usw.) konnten nur wenige teilnehmen.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Hier:
Die Osterbotschaft von Metropolit Arsenios im Wortlaut.

Metropolit Arsenios: Gedanken zum Osterfest

Hier: Die Osterbotschaft von Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios im Wortlaut.

ÖSTERREICH: ÖKUMENE SOLIDARISCH MIT DEN KOPTEN

Vorsitzender des Ökumenischen Rates, Thomas Hennefeld, „entsetzt und betroffen“ über die Anschläge auf Kirchen in Tanta und Alexandrien – „Aber das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod“

Die Solidarität mit den ägyptischen Christen angesichts des Doppelattentats auf Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Landessuperintendent Thomas Hennefeld (evangelisch-reformierte Kirche), in einem Schreiben an den für Österreich zuständigen koptischen Bischof Gabriel zum Ausdruck gebracht.

Wörtlich betonte Hennefeld in dem Schreiben: „Ich bin entsetzt und betroffen über die furchtbaren Anschläge mit vielen Toten und Verletzten in Tanta und Alexandrien. Besonders erschüttert bin ich darüber, dass der Angriff koptischen Kirchen galt, in denen Menschen den Gottesdienst zum Palmsonntag feierten. Ich bin in diesen Stunden in Gedanken und in meinen Gebeten bei unseren koptischen Geschwistern, die diesen Anschlägen zum Opfer gefallen sind. Mein Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen ebenso wie der koptischen Kirche in Österreich. In wenigen Tagen feiern wir Ostern. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag in der westlichen und östlichen Christenheit zusammen. Das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod. Möge trotz aller Trauer und allen Schreckens diese österliche Botschaft den Menschen Trost und Kraft geben“.

Gastvortrag zum Thema „The Orthodox Church in the Diaspora - Chances for Ecumenism“

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Erzbischof Job (Getcha) von Telmessos ist als ständiger Repräsentant des Ökumenischen Patriarchats beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf eine der wichtigsten Persönlichkeiten auf ökumenischen Gebiet von Seiten der Orthodoxie. In seinem Vortrag wird er über die Chancen und Möglichkeiten der orthodoxen Diaspora für das weite Feld der Ökumene sprechen, das er aus eigener Erfahrung sehr gut kennt. Als neuer Ko-Präsident [Nachfolger von Metropolit Johannes (Zizulas) von Pergamon] in der offiziellen, internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission sind ihm die noch bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur sichtbaren Einheit wohl bekannt. Trotzdem bekennt er sich ohne Einschränkung zur Weiterführung und Intensivierung des ökumenischen Dialogs. 
 
Link zur Veranstaltungswebsite:
http://ht-ktf.univie.ac.at/news-events/detail/news/the-orthodox-church-in-the-diaspora-chances-for-ecumenism/
 

Orthodoxer Metropolit Arsenios für gemeinsamen Ostertermin

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Alle Christen feiern heuer Ostern ausnahmsweise am gleichen Termin - Wiener Metropolit für mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste in der Osterzeit, um Einheit der Christen stärker zum Ausdruck zu bringen

2017 feiern alle 2,3 Milliarden katholische, evangelische und orthodoxe Christen das Osterfest zum gleichen Zeitpunkt. Das ist freilich eher selten, denn meistens feiern Ost- und Westkirche nicht am gleichen Tag. Der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) hat sich im "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nizäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März; frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April. Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und byzantinisch-unierten Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender.

Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später; daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Dazu kommt, dass in der orthodoxen Tradition das Osterfest auch nie vor dem jüdischen Pessachfest gefeiert wird, was dann nochmals zu Verschiebungen führen kann.

Einen konkreten Schritt hin zu einem gemeinsamen Termin hat die katholische Kirche im Nahen Osten gesetzt, wo sich die katholischen Minderheitskirchen in vielen Ländern an den Ostertermin der orthodoxen und altorientalischen Mehrheitskirchen richten. Metropolit Arsenios griff diesen Gedanken im "Kathpress"-Gespräch auf. So könnten im Umkehrschluss auch die orthodoxen Kirchen im Westen gemeinsam mit den Katholiken und Protestanten feiern. Er persönlich würde dies für sinnvoll erachten. Wenn es in der Debatte um einen gemeinsamen Ostertermin nicht bald substanzielle Fortschritte gibt - und danach sieht es derzeit nicht aus - dann feiern die Christen erst wieder 2025 gemeinsam Ostern.

Weitere Meldungen und Hintergrundberichte rund um Ostern bietet ein Kathpress-Themenpaket unter
https://www.kathpress.at/ostern.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Über das Fasten

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Als ein geistliches Unterfangen ist das wahre Fasten nicht zu trennen vom unaufhörlichen Gebet und von der aufrichtigen Umkehr. „Umkehr ohne Fasten ist nutzlos“ (Basileios der Große, Über das Fasten 1,3: PG 31 ,168A), ebenso wie Fasten ohne Werke der Barmherzigkeit tot ist, besonders heutzutage, wo die ungleiche und ungerechte Verteilung von Gütern ganze Völker ihres täglichen Brotes beraubt. „Da wir leiblich fasten, Brüder, lasst uns auch geistig fasten. Lasst uns jedes Band der Ungerechtigkeit zerreißen und jegliche Fessel des gewaltsamen Umgangs lösen. Lasst uns jedes ungerechte Urteil ablegen und den Hungrigen Brot geben und in unseren Häusern die Armen willkommen heißen, die kein Dach über dem Kopf haben“ (Sticheron in der Vesper vom Mittwoch der ersten Fastenwoche; vgl. Jes 58‚6-7). Fasten kann nicht auf den schlichten und formellen Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel reduziert werden. „So reicht es für ein lobenswertes Fasten nicht aus, auf Nahrungsmittel zu verzichten, lasst uns vielmehr in einer annehmbaren Weise fasten, die Gott wohlgefällig ist. Wahres Fasten wendet sich gegen das Böse, es ist Enthaltsamkeit der Zunge.; es bedeutet, den Zorn im Zaum zu halten und ist Trennung von Lüsten‚ übler Nachrede, Lüge und Meineid. Verzicht auf diese Dinge ist das wahre Fasten, und solch ein Fasten ist gut“ (Basileios der Große, Über das Fasten 2,7: PG 31, 196D). Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel beim Fasten und Mäßigung, nicht nur in dem, was wir essen, sondern auch wie viel wir essen, stellt den sichtbaren Aspekt dieses geistlichen Unterfangens dar. „Im wörtlichen Sinne ist Fasten Verzicht auf Nahrung, doch Nahrung macht uns weder mehr noch weniger gerecht. lm geistlichen Sinne ist es jedoch klar, dass für jeden von uns das Leben aus der Nahrung kommt und der Mangel von Nahrung ein Symbol des Todes ist, und folglich müssen wir uns notwendig weltlicher Dinge enthalten, damit wir der Welt sterben und daraufhin, dank der Teilhabe an der göttlichen Nahrung, in Gott leben“ (Klemens von Alexandrien, Von der prophetischen Ekloge: PG 9, 704D — 705A). Folglich betrifft das wahre Fasten das gesamte Leben der Glaubenden in Christus und wird gekrönt durch ihre Teilnahme am Gottesdienst, insbesondere am Mysterium der Heiligen Eucharistie.

Die Bedeutung des Fastens und seine Befolgung heute, Art. 3 (aus: Die offizielle Dokumente der orthodoxen Synode auf Kreta 18. bis 26. Juli 2016)

Dekanatskonferenz mit Schwerpunkt Ökumene

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Zum dritten Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz vom Dekanat 2 Gäste in der serbisch-orthodoxen Kirche Auferstehung Christi. Die Idee zur Einladung stammte vom Dechant Ferenc Simon: "In Begegnung und Gespräch können wir die Orthodoxe Kirche besser kennen und verstehen lernen". Pfarrer Drago Vujic und seine Mitarbeiter begrüssten uns und gewährten den Teilnehmern die berühmte serbische Gastfreundschaft. Zur großen Freude aller war S.E. der serb.-orth. Bischof Andrej anwesend. Der Bischof lobte die Idee und Durchsetzung einer solchen Konferenz. Er ermutigte die TeilnehmerInnen weiter auf diesem Weg zu bleiben. Danach folgte ein reges Gespräch über das Thema Reformation und die Kirchen. Eingeladen waren die Pfarrer und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Pfarren des Dekanates 2, sowie die evangelische Pfarre Am Tabor.



Historiker: Orthodoxe Kirche hat in Österreich lange Geschichte

asset-9cb0fc486f854a9ef0c8Nicht erst die Gastarbeiterbewegung der 1960-er und 70-er Jahre ist der Beginn orthodoxen Lebens in Österreichs. Tatsächlich reicht die Geschichte und Präsenz der Orthodoxen Kirche in Österreich weit in das 17. Jahrhundert zurück. Das unterstrich Mihailo Popovic im Rahmen eines Vortrags am "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID)" am Donnerstagabend. Schon damals habe eine erste massive Wanderungsbewegung mit direkter Auswirkung auf die österreichischen Kronländer eingesetzt, so der Historiker und Byzantinist. mehr…

NEUJAHRSEMPFANG DER SERBISCH-ORTHODOXEN KIRCHE

Dank für das Vertrauen und die großzügige Hilfe der kommunalen und staatlichen Behörden wie auch der Ökumene

Den Dank für das Vertrauen und die großzügige Hilfe der kommunalen und staatlichen Behörden - wie auch der Ökumene - gegenüber der serbisch-orthodoxen Kirche brachte Bischof Andrej (Cilerdzic) am Samstagabend beim Neujahrsempfang seiner Kirche zum Ausdruck. Der Neujahrsempfang in der serbisch-orthodoxen Kirche zur Auferstehung Christi in der Engerthstraße in Wien-Leopoldstadt – einer eindrucksvoll zum Gotteshaus umgebauten früheren Tramway-Remise – begann mit einem feierlichen Vespergottesdienst in deutscher Sprache, an den sich ein Konzert zweier serbischer Chöre und dann der Empfang im Gemeindesaal anschloss.

Bischof Andrej , der aus Düsseldorf stammt, berichtete, wie er schon als Kind beim Bau der von seinem Vater initiierten serbischen Kirche St. Sava in der nordrheinischen Stadt die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommunalbehörden erlebt habe. In seiner Zeit im Belgrader Patriarchat hätten ihn dann immer wieder die schönen Empfänge in der österreichischen Botschaft beeindruckt. Umso mehr habe es ihn gefreut, dass in seiner Wiener Eparchie vor zwei Jahren die Initiative für einen alljährlichen Neujahrsempfang entstanden sei. Mit einer Weihnachtsgeschichte machte der serbische Bischof deutlich, wie wichtig es ist, rasche Vorurteile noch einmal zu überprüfen und sie damit auch zu überwinden. Ausdrücklich dankte Bischof Andrej auch Kardinal Christoph Schönborn für die Schenkung der Neulerchenfelder Kirche, wo sich bei der Liturgie am Sonntag mittlerweile jetzt oft 1.000 serbische Gläubige einfinden.

An dem Neujahrsempfang nahmen u.a. der serbische Botschafter Pero Jankovic, Sektionschef Matthias Tschirf, der Leopoldstädter SP-Klubobmann Christoph Zich, der bisherige Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Lothar Pöll, und der Pfarrer der benachbarten katholischen Pfarre St. Johann Nepomuk, Konstantin Spiegelfeld, teil.

Quelle: Pro Oriente

Trauer um armenischen Alterzbischof Mesrob Krikorian

Mesrob_Krikorian-20141105_0813Der seit 1959 in Wien wirkende armenisch-apostolische Theologe war einer der großen Vorkämpfer und Wegbereiter der Ökumene
Mit der armenisch-apostolischen Kirche trauern alle christlichen Kirchen in Österreich um den emeritierten armenischen Erzbischof Mesrob Krikorian, der am Samstag im 85. Lebensjahr gestorben ist. Krikorian war einer der Vorkämpfer der Ökumene in Österreich. Besonders verbunden war er auch mit der Stiftung "Pro Oriente", wie diese mitteilte. Seit 1959 wirkte Krikorian als Seelsorger in Österreich. In der offiziellen Mitteilung aus Etschmiadzin wird der Tod von Erzbischof Krikorian als "großer Verlust für die armenisch-apostolische Kirche" bezeichnet. Katholikos-Patriarch Karekin II., der Oberste Geistliche Rat der armenischen Kirche und der ganze Klerus seien in tiefer Trauer wegen des Heimgangs von Erzbischof Krikorian. mehr…

Große orthodoxe Weihnachtsfeiern in Wien und Landeshauptstädten

Pasted GraphicMehreren Hunderttausend Christen in Österreich steht das Weihnachtsfest noch bevor: Ein Teil der orthodoxen Gläubigen feiert, dem Julianischen Kalender entsprechend, erst am kommenden Freitag den Heiligen Abend und am Samstag den Christtag. In der Bundeshauptstadt Wien und in mehreren Landeshauptstädten werden vor allem serbisch-, russisch- und arabischstämmige orthodoxe Christen zu großen, mehrstündigen Liturgien in ihren Kirchengemeinden erwartet.

Das Weihnachtsfest bereits gefeiert haben u.a. die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Es findet bei ihnen ebenso wie in der katholischen und der evangelischen Kirche am 24./25. Dezember statt. Diese orthodoxen Ostkirchen, mit den Griechen an der Spitze, haben nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Gregorianischen Kalender übernommen.

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Neue Wege der "Austro-Orthodoxen" finden große Beachtung

Augenmerk gilt einerseits neu eingeführten deutschsprachigen Gottesdiensten und anderseits neu gegründeter, nicht Moskau unterstehender ukrainischer Gemeinde

In der Ökumene und in der Weltorthodoxie finden die neuen Wege der Diasporaseelsorge der österreichweiten "Metropolis von Austria" des Ökumenischen Patriarchats große Beachtung. Das Augenmerk gilt einerseits den neu eingeführten deutschsprachigen Gottesdiensten und anderseits der neu gegründeten, nicht unter Moskau stehenden Wiener ukrainischen orthodoxen Gemeinde. Das berichtete die deutsche katholischen Nachrichten-Agentur KNA am Dienstag.

Bei der vor allem in der US-amerikanischen Griechen-Community offenen Streitfrage, ob und inwieweit bei Gottesdiensten und Sakramenten das Kirchengriechische durch die Landessprache ersetzt werden soll, bedient sich in Wien Metropolit Arsenios (Karadamakis) einer neuen Vorgangsweise: Während sonst in den orthodoxen Gemeinden des deutschen Sprachraums Evangelium, Vaterunser und Predigt zunehmend auf Griechisch und Deutsch verkündet bzw. gebetet werden, besteht in Wien nun erstmals eine eigene deutschsprachige Orthodoxengemeinde. In ihr werden alle liturgischen Texte, Hymnen und Ansprachen nur auf Deutsch gehalten. Die Griechisch-Orthodoxen in der österreichischen Hauptstadt haben künftig die Wahl, einer der beiden griechischen oder der deutschsprachigen Gemeinde anzugehören.

Neue Gemeinde für Ukrainer

Zugleich errichtete Arsenios eine ukrainische orthodoxe Gemeinde mit Konstantinopler Jurisdiktion. Es handelt sich um die erste derartige Neugründung, seit sich vor über 20 Jahren in Nordamerika und Deutschland die bis dahin selbstständige Ukrainische Autokephalkirche dem Ökumenischen Patriarchat angeschlossen hatte.

Die Wiener Kirchengemeinde erfreue sich bereits starken Zulaufs von Ukrainerinnen und Ukrainern, die in Wien nicht länger die russische Kirche des Moskauer Patriarchats besuchen wollen, wie die KNA berichtete. Dazu würden bisherige Angehörige des eigenständigen "Kiewer Patriarchats" kommen. Dieses wird von der Poroschenko-Regierung immer mehr in die Rolle einer Staatskirche gehievt, in Parallelität der Entwicklung in Russland.

Die neue Wiener Ukrainer-Pfarre dürfte weiter erstarken: Erwartet wird, dass nach der für 2017 anstehenden Aufhebung der EU-Visapflicht für Staatsbürger der Ukraine die Diasporapfarre unter Patriarch Bartholomaios I. stark wachsen wird.

Quelle: Kathpress

Gespräch mit P. Nikolaus Rappert gr.-orth. Neupriester

Bei unserer Sitzung am 24. Nov. 2017 war Hw. Herr Dr. Nikolaus Rappert Neupriester dabei. Er erzählte seine bisherige Erfahrungen als griech.-orthodoxer Priester und erläuterte die Göttliche Liturgie, d.h. was und wo sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der röm.-kath. Hl. Messe.



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Kardinal Schönborn folgt Einladung nach Ägypten

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Besuch des Wiener Erzbischofs auf Einladung des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. - Umfangreiches Programm im Zeichen der Solidarität mit den Christen in Ägypten

Kardinal Christoph Schönborn bricht am Freitag zu einem mehrtägigen Besuch nach Ägypten auf. Die Reise erfolgt auf Einladung des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II., mit dem der Wiener Erzbischof sehr herzliche Beziehungen pflegt. Schon mehrmals war Tawadros II. in Österreich zu Gast, nun erfolgt der seit langem gewünschte Gegenbesuch.

Kardinal Schönborn reist gemeinsam mit dem koptischen Bischof von Österreich, Anba Gabriel, nach Ägypten. Der kleinen Delegation gehört u.a. auch der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki an. Die kirchliche Stiftung Pro Oriente ist mit den Vorsitzenden der Landessektionen Graz und Salzburg, Peter Piffl-Percevic und Dietmar Winkler, vertreten.

Die Reise dient vor allem der Vertiefung der Beziehungen zwischen der katholischen und koptischen Kirche. Kardinal Schönborn wird nicht nur mit Papst-Patriarch Tawadros zusammentreffen, sondern auch eine Reihe von koptischen Gemeinden und Klöstern sowie kirchliche Sozialprojekte besuchen. Es steht aber auch eine Begegnung mit dem Patriarchen der koptisch-katholischen Kirche, Ibrahim Isaac Sidrak, auf dem Programm.

Die koptisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Welt. Ihre Wurzeln liegen in Ägypten, weltweit gehören ihr laut Schätzungen rund 14 Millionen Gläubige (12 Millionen davon in Ägypten) an. Der Sitz des Patriarchats ist Kairo. Daneben gibt es auch noch die kleine mit Rom unierten koptisch-katholische Kirche. Diese zählt ca. 170.000 Gläubige.

KOPTEN IN ÖSTERREICH

Papst-Patriarch Tawadros II. gilt als für die Ökumene sehr aufgeschlossenes Oberhaupt der Kopten. Bei seinem jüngsten Wien-Besuch im Mai 2016 weihte Tawadros den neuen Altars der von der katholischen an die koptische Kirche übergebenen Wiener Kirche Maria vom Siege. (Maria vom Siege ist die fünfte koptische Kirche in der Bundeshauptstadt.) Tawadros II. verlieh Kardinal Schönborn damals mit dem "Verdienstkreuz des Heiligen Markus" die höchste Auszeichnung der koptisch-orthodoxen Kirche.

Der Patriarch hob dabei auch hervor, dass im Mai 2013 seine erste Auslandsreise nach seiner Wahl zum Oberhaupt der Kopten Papst Franziskus in Rom gegolten hatte. Damals seien zwei Dinge vereinbart worden, berichtete der koptische Patriarch: Franziskus und er hätten sich vorgenommen, jeden Tag füreinander zu beten und jedes Jahr den 10. Mai als Fest der christlichen Liebe und Freundschaft zwischen katholischer und koptischer Kirche zu begehen.

In Österreich, wo die koptisch-orthodoxe Kirche staatlich seit April 2003 anerkannt ist, gibt es aktuell etwas mehr als 10.000 koptisch-orthodoxe Christen - die meisten davon in Wien - mit mittlerweile rund 15 Priestern, elf Kirchen sowie einem Kloster im niederösterreichischen Obersiebenbrunn. Seit dem Jahr 2000 wird die koptische Kirche in Österreich von Bischof Gabriel geleitet. Vor wenigen Tagen wurde mit Abuna Lukas auch ein Vertreter der Kopten in den Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gewählt.

Quelle: kathpress

Papst im Kaukasus

Pasted GraphicVom 30. September bis 2. Oktober besucht Papst Franziskus die Kaukasus-Staaten Georgien und Aserbaidschan. Bei seiner Reise in die beiden früheren Sowjetrepubliken wird er u.a. mit dem georgisch-orthodoxen Patriarchen Elias zusammentreffen und eine Moschee besuchen. Mit den kleinen katholischen Gemeinden der zwei Staaten im Südkaukasus feiert er Gottesdienste.

Bewusst will der Papst mit seiner bislang 16. Auslandsreise einen Beitrag zum Frieden in der Region leisten, in der zuletzt im Juni der Konflikt um die Region Bergkarabach erneut aufgeflammt ist. Darauf deuten auch das Motto der Reise - in Georgien lautet es "Pax vobis", in Aserbaidschan "Ihr alle seid Brüder". Bereits im April hatte der Papst das Nachbarland Armenien besucht.

Quelle und weitere infos:
http://kathpress.at/goto/dossier/1422550/Papst_im_Kaukasus_


PRIESTERWEIHE IN DER ORTHODOXEN GEORGSKIRCHE

Metropolit Arsenios weihte Nikolaus Rappert zum Priester – Er wird für Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein - „Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“
„Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“: Dies betonte Metropolit Arsenios (Kardamakis) am Sonntag bei der Priesterweihe von Nikolaus Rappert in der Wiener orthodoxen Kirche St. Georg. Nikolaus Rappert wird als orthodoxer Priester für die Krankenhausseelsorge und die Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein, später auch für die deutschsprachige Liturgie an der Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt und an der Georgskirche. Beruflich ist er stellvertretender Leiter der Wiener Universitätsbibliothek und des Universitätsarchivs. Bei der Priesterweihe in St. Georg waren auch Präsident und Vizepräsident der Stiftung „Pro Oriente“ – Johann Marte und Prof. Rudolf Prokschi – sowie der Leiter des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, anwesend.

Metropolit Arsenios unterstrich bei der Priesterweihe den „Traum von der besseren Welt“, dass alle Menschen Christus kennenlernen, alle Kirchen gemeinsam feiern. Wörtlich sagte der Metropolit: „Beten wir, wirken wir mit Liebe, ohne Hass, beten wir für die Einheit der Kirchen und lassen wir Gott wirken“. Im Hinblick auf die Aufgabe jedes Priesters erinnerte er daran, dass es um den ständigen Dialog mit Gott gehe: „Wir sprechen über Christus und kennen ihn zu wenig, wir sprechen über das Gebet und beten zu wenig“. Wie Petrus im Evangelium müsse auch der Priester seine Fehler bekennen, um anderen den Weg zeigen zu können. Denn die Aufgabe des Priesters sei es, den Menschen in den Sakramenten die Gnade Gottes mitzuteilen, „Licht und Frieden“ zu bringen.

Die Georgskirche ist erst im April nach umfassender Restaurierung vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. neu geweiht worden. Metropolit Arsenios erinnerte am Sonntag daran, dass die letzte Priesterweihe in St. Georg 50 Jahre zurückliegt: Damals wurde am 23. Oktober 1966 der heutige Vikarbischof der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland (und Titularbischof von Aristi,) Vasilios (Tsiopanas), in St. Georg zum Priester geweiht.

Nikolaus Rappert, Jahrgang 1974, hat sein Theologiestudium an den Universitäten Wien und Saloniki absolviert; seine Dissertation galt dem Thema „Das Recht der Kirche von Griechenland in Theorie und Praxis“. Seine Postgraduate-Studien in Kulturmanagement und Library Studies absolvierte er in Wien. Ab 2002 war er am Institut für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien wissenschaftlich tätig. Zugleich engagierte er sich in der ökumenischen Arbeit zunächst in seiner Heimatpfarre Pötzleinsdorf, dann auch im Vikariatsrat für Wien-Stadt und in der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen.

Nach seiner Konversion wurde Rappert – der mit einer orthodoxen Christin verheiratet ist – Ende Mai in der Dreifaltigkeitskathedrale von Metropolit Arsenios zum Diakon geweiht. Konzelebrant war damals der zypriotische Metropolit Chrysostomos (Kykkotis) von Kyrenia, der seit Jahren mit Rappert befreundet ist. Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert Metropolit Arsenios für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der orthodoxen Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.

Die Priesterweihe von Nikolaus Rappert war in diesem Monat bereits die zweite Priesterweihe, die Metropolit Arsenios erteilen konnte. Am 4. September weihte er Zaphirios Koutelieris zum Priester, der jetzt für die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Graz zuständig ist. Metropolit Arsenios lud den Neupriester ein, sich zu bemühen, im geistigen Leben auf eine höhere Stufe zu kommen, nicht um sich für etwas Besseres zu halten, sondern um auf Grund der eigenen Erfahrung die Menschen auf ihrem Weg zu Christus begleiten und sie bei der Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott unterstützen zu können. Zur Erfüllung dieser Aufgabe müsse der Priester den Menschen ein Vorbild sein, in seinen Worten und seinen Taten und in seiner Nächstenliebe. Am 11. September stellte der Metropolit den Neupriester der Grazer Gemeinde vor.

Quelle: Pro Oriente

Orthodoxes Konzil: Dokumente auf Deutsch veröffentlicht

RV16573_ArticoloPanorthodoxes Konzil auf Kreta - RV


Die offiziellen Dokumente des Panorthodoxen Konzils, das von 18. bis 26. Juni auf Kreta getagt hat, gibt es nun als deutschsprachige Publikation: Das Institut für Ökumenische Studien der Universität Fribourg in der Schweiz hat eine deutschsprachige Gesamtausgabe herausgebracht, die im Münsteraner Aschendorff-Verlag aufgelegt wurde. Herausgeberin ist die Fribourger Dogmatik-Professorin Barbara Hallensleben, die auch als Konsultorin im päpstlichen Ökumene-Rat wirkt und zehn Jahre lang der Internationalen Theologischen Kommission im Vatikan angehörte.
Der Band über das orthodoxe Konzil umfasst die Enzyklika zur Geschäftsordnung der Synode, die Eröffnungsansprache von Patriarch Bartholomios I., die Botschaft der Synode an das Volk Gottes, die Enzyklika der Synode sowie die verabschiedeten Synodaldokumente. Dazu zählen „Die Bedeutung des Fastens", „Das Sakrament der Ehe", „Die Autonomie von Kirchen und die Weise ihrer Proklamation", „Die orthodoxe Diaspora", die „Beziehungen der Orthodoxen Kirche zur übrigen christlichen Welt" sowie „Die Sendung der Kirche in der Welt von heute".
(ISBN: 978-3-402-12069-9)

Quelle: Radio Vaticana

Diakonenweihe in Wien


3014634752Am Sonntag, 29. Mai 2016, dem Sonntag der Samariterin, wurde in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien Nikolaus Rappert zum Dienst als Lektor und Ipodiakon gesegnet; während der Göttlichen Liturgie wurde er zum Diakon geweiht. Metropolit Arsenios von Austria stand der Liturgie vor, es konzelebrierten Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, der extra aus Zypern angereist war, um an der Weihe teilzunehmen, Archimandrit Paisios, die Erzpriester Ioannis Nikolitsis, Ioan Moga und Alexander Lapin, Erzdiakon Athanasius und Mönchsdiakon Arsenios.
 
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Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert in seiner Ansprache dem Metropoliten für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.
Metropolit Arsenios sprach zunächst über das Evangelium des Tages (Joh. 4,5-42), in dem von der Samariterin berichtet wird, von der Jesus zu trinken verlangte und ihr dann lebendiges Wasser anbot. Durch seine Handlung verursachte Jesus Skandale auf drei verschiedenen Ebenen, führte der Metropolit aus: Erstens verursachte Jesus einen ethischen Skandal, da er mit einer Sünderin sprach und von ihr Wasser verlangte. Zweitens verursachte er auf physikalischer Ebene Unverständnis, da er der Frau Wasser anbot, „lebendiges Wasser“, nach dessen Genuss man nie wieder Durst habe, ohne aber ein Schöpfgefäß oder einen Behälter bei sich zu haben. Und drittens verstieß er gegen die ethischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, da er mit einer Samariterin sprach, die einem Volk angehörte, mit dem die Juden damals jeden Kontakt mieden.
Trotzdem sprach Jesus mit der Samariterin, wissend, dass sein Verhalten Unverständnis hervorrufen und als skandalös empfunden werden würde. Er durchbrach die Konventionen, um der Frau die Wahrheit zu verkünden. Und als die Samariterin begann, die Wahrheit zu erkennen, behielt sie diese Freude nicht für sich, sie lief zurück in ihr Dorf und erzählte allen davon. Das gleiche Verhalten solle auch ein Kleriker an den Tag legen, er soll stets bemüht sein, die Wahrheit zu verkünden und die Freude über Gottes Liebe nicht für sich behalten, sondern mit allen Menschen teilen, so Metropolit Arsenios.
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Der Metropolit betonte auch, dass das Diakonat und das Priestertum eine Gnade und ein Geschenk Gottes seien, keinesfalls ein Recht oder ein Privileg, dass einzelne verdient oder worauf sie gar einen Anspruch hätten. Auch dürfe die Weihe einen Kleriker niemals dazu verleiten, sich für besser oder heiliger zu halten, als seine Mitmenschen. Jeder Mensch habe trotz und mit seinen individuellen Stärken und Schwächen einen eigenen Zugang zu Gott, eine einzigartige Beziehung zu Ihm. Alles, was in unserem Leben geschieht, geschehe durch Gottes Wille, manche seien zum Diakonat oder zum Priestertum berufen, andere haben andere Aufgaben und Berufungen. Wichtig sei aber immer, seine individuellen Aufgaben in Liebe und Freude auszufüllen.
Außerdem dankte der Metropolit den Eltern des Kandidaten für ihre bisherige Unterstützung und Erziehung, in der sie ihren Sohn zu Gott geführt und so schon vor Jahren den Grundstein für die heutige Weihe gelegt hätten. Er dankte der ganzen Familie für ihre Bereitschaft, Nikolaus Rappert in seiner Entscheidung, dem Ruf Gottes zu folgen, zu unterstützen und ihn jetzt und auch in Zukunft in seinem Dienst in der Kirche Christi zu begleiten. Der Metropolit wünschte dem neuen Diakon und seiner Familie, dass sie viele freudige und segensreiche Jahre im Dienst der Kirche verbringen und mit Gottes Beistand viel Gutes bewirken könnten.
Auch mehrere Vertreter der katholischen Kirche waren gekommen, um die Weihe des Diakons mitzuerleben und ihm ihre Glückwünsche auszusprechen, unter anderem der Bischofsvikar der Stadt Wien, P. Dariusz Schutzki CR, der Direktor des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, der Dechant des 2. Bezirks, P. Ferenc Simon und der Präsident von Pro Oriente, Dr. Johann Marte.
Am Ende der Liturgie begrüßte Metropolit Arsenios auch nochmals Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, welcher ein alter Freund des neuen Diakons und auch mit der Metropolis von Austria seit vielen Jahren besonders verbunden ist. 
 
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Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at/index.php/de/nachrichten-de/1139-diakonenweihe-in-wien

Wissenswertes über Armenien

Kathedrale_Etschimadzin-etschimadzinPapst Franziskus besucht von 24. bis 26. Juni Armenien. Das Gedenken des Völkermordes an den Armeniern und eine Ökumene-Erklärung, die er gemeinsam mit dem armenisch-apostolischen Katholikos Karekin II. verabschiedet, sind die zentralen Höhepunkte des Besuchs. Dieser gilt freilich auch den höchsten 200.000 Katholiken im Land. Mehr als 90 Prozent der Armenier gehören der nicht mit Rom unierten Armenisch-apostolischen Kirche an. Die Beziehungen zwischen der Armenisch-apostolischen und Katholischen Kirche sind aber sehr gut.
Mehr darüber hier…

Quelle:
KATHPRESS

Die Armenier dürfen von sich behaupten, das älteste christliche Staatsvolk der Welt zu sein. Während in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, die in unseren Tagen gerne mit dem sogenannten christlichen Abendland identifiziert werden, der christliche Glaube noch nicht vorgedrungen war, erhob der armenische König Trdat III. im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion. Die Bekehrung des Königs wird Gregor Lusaworitsch dem Erleuchter zugeschrieben. Kirchlicher Tradition nach sollen jedoch schon im 1. Jahrhundert die beiden Apostel Judas und Thaddäus das Christentum nach Armenien gebracht haben, daher bezeichnet sich die Kirche selbst als Armenisch-Apostolische Kirche.
Weitere Informationen über die Armenisch-Apostolische Kirche


1080 verlegten die Armenier aufgrund der Einfälle der Seldschuken ihr Zentrum vom Kaukasus an die heutige türkische Küste des östlichen Mittelmeeres und gründeten das Fürstentum von Kilikien, das bis 1375 bestand. 1097 gelangten die Kreuzfahrer in diese Region, von denen die Armenier eine Sicherung ihres Fürstentums erhofften. Es kam zu militärischer Unterstützung durch die Franken und das Fürstentum Kilikien wurde vom fränkischen Kaiser zum Königtum erhoben. Die Päpste strebten eine Union mit der Armenischen Kirche an; so sandte 1184 Lucius III. dem Katholikos Grigor IV. Tgha das Pallium als Zeichen seiner jurisdiktionellen Oberhoheit.
Weitere Informationen über die Armenisch-Katholische Kirche

Quelle:
Pro Oriente

Alles über das Panorthodoxe Konzil

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Von 19. bis 26. Juni findet auf Kreta ein historisches Ereignis statt: Das erste Panorthodoxe Konzil der Neuzeit. Erstmals kommen die Oberhäupter und weitere Vertreter aller 14 unabhängigen (autokephalen) orthodoxen Kirchen zu einem Konzil zusammen, auf dem verbindliche Beschlüsse für die Weltorthodoxie gefasst werden sollen. Die Orthodoxie selbst spricht vom "Heiligen und Großen Konzil". Weltweit gibt es rund 250 bis 300 Millionen Orthodoxe. In Österreich leben bis zu 400.000 orthodoxe Christen.

Den Vorsitz beim Konzil führt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. Er ist das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie. "Der vorrangige Zweck und Sinn dieses Panorthodoxen Konzils ist es darzustellen, dass die orthodoxe Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist, geeint in den Sakramenten, besonders in der Göttlichen Eucharistie, im orthodoxen Glauben, aber auch in der Konziliarität", schreibt der Ökumenische Patriarch in seiner Enzyklika zur Einberufung des Konzils.

Rund 350 Bischöfe werden am "Heiligen und Großen Konzil" der orthodoxen Kirche teilnehmen. Aus Österreich nimmt nach derzeitigem Stand der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) teil. Die einzelnen Kirchen sind durch Delegationen von maximal 24 Bischöfen sowie ihrem Vorsteher vertreten; die kleineren Kirchen erreichen diese Zahl nicht. Abgestimmt wird nicht nach dem Mehrheitsprinzip; jede Kirche hat eine Stimme. Für Entscheidungen ist Einstimmigkeit vorgeschrieben. Als Gäste sind auch Vertreter anderer Kirchen eingeladen.

Mehr darüber hier…

Quelle:
KATHPRESS

Countdown für Konzil von Kreta: Jetzt Akkreditierung möglich

Der Countdown für das "Heilige und Große Konzil der orthodoxen Kirche" in Heraklion auf Kreta läuft. Nach langer Vorbereitungszeit findet dort ab 19. Juni das erste Konzil der Orthodoxie seit zwölf Jahrhunderten statt. Diskutiert wird dabei auch das Verhältnis zu den anderen Kirchen und die Sendung der Kirche in der Welt. Ab sofort können sich interessierte Journalisten für die Berichterstattung über das Konzil anmelden, berichtete die Kommunikationsabteilung des Weltkirchenrats am Mittwoch.

Rund 350 Bischöfe der 14 selbstständigen (autokephalen) Patriarchate der griechisch-orthodoxen Kirchenfamilie sowie etwa sechs theologische "Berater" und drei "Helfer" pro Delegation wollen beim Konzil ein deutliches Zeichen der Einheit der Orthodoxie setzen. Als Gäste sind auch Vertreter anderer Kirchen eingeladen.

"Der vorrangige Zweck und Sinn dieses panorthodoxen Konzils ist es darzustellen, dass die orthodoxe Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist, geeint in den Sakramenten, besonders in der Göttlichen Eucharistie, im orthodoxen Glauben, aber auch in der Konziliarität", schreibt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., in seiner Enzyklika zur Einberufung der Synode.
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Athos - Im Jenseits dieser Welt

Ab 13. Mai in den österreichischen Kinos
Die Halbinsel Athos in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas: Dort leben über 2000 Mönche abgeschieden von der Außenwelt. Der Zugang ist Frauen untersagt, Touristen sind nicht erwünscht. Nur Arbeiter und Pilger erhalten ein Visum. Die Mönchsrepublik lockt Menschen an, denen im modernen Leben etwas fehlt.
Mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand mit ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen – jeder für sich. „Erst müssen wir unsere eigenen Seelen heilen, dann können wir anderen helfen“, ist eine der Kernbotschaften von Vater Galaktion, einem Einsiedler am Heiligen Berg. Doch nicht alle Mönche leben so zurückgezogen und demütig wie Vater Galaktion. So öffnet unter anderem auch Vater Epiphanios, der als begnadeter und poetischer Koch den Genüssen des Lebens keinesfalls abgeneigt ist, dem Filmteam seine Türen.

Quelle:
http://www.athos-film.com/kinostart-österreich/




Hier ist der Film zu sehen:
http://stadtkinowien.at/filmhauskino/kinoprogramm/