2017

Weihnachten

31995kco_600

Gesegnete Weihnachten und ein friedliches,
gutes Neues Jahr wünscht im Namen des FA Ökumene:
Dechant Ferenc Simon

KIRCHEN UND KULTUSGEMEINDE ZUM 9. NOVEMBER: „NIE WIEDER“

Gemeinsame Erklärung von Kardinal Schönborn, Metropolit Arsenios und Bischof Bünker mit Präsident Deutsch im Hinblick auf die konstituierende Sitzung des neugewählten Nationalrats am Gedenktag der November-Pogrome – Gedenken an die Pogrome mit der Besinnung auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verbinden

Die konstituierende Sitzung des neugewählten Nationalrats am Donnerstag fällt auf den Jahrestag der vom NS-Regime inszenierten November-Pogrome von 1938. Auf diesem Hintergrund haben Kardinal Christoph Schönborn, der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) und der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker gemeinsam mit dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, eine Erklärung mit dem Titel „Nie wieder“ veröffentlicht. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Prof. Martin Jäggle, bezeichnete am Mittwoch die Erklärung als „eine Mahnung, dem derzeit wieder aufflammenden Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus im Gedenken an die Geschehnisse des 9. November 1938 Beachtung zu schenken und ihm die Erinnerung an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte entgegenzusetzen“. Dass sich die größten Kirchen Österreichs gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde äußern, sei „ein Zeichen der praktischen Umsetzung des beiderseitigen Wunsches nach verstärkter Zusammenarbeit“. Dieser Wunsch habe zuletzt am diesjährigen Nationalfeiertag in der Überreichung der Rabbiner-Erklärung „Zwischen Jerusalem und Rom“ (über die christlich-jüdischen Beziehungen) an Kardinal Schönborn seinen Ausdruck gefunden. (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Tel.: 01/479 73 76, E-Mail: info@christenundjuden.org).
mehr…

Weiterbildung

Ökumenischer Lehrgang
für ehrenamtliche Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge
14. April 2018 - 6. April 2019

SIE WOLLEN ...
» Ihre Zeit sinnvoll nutzen
» sich für andere einsetzen
» Verantwortung übernehmen
» Ihre Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln » Neues entdecken
» Menschen ein Stück ihres Lebensweges begleiten

IHR AUFGABENPROFIL ALS EHRENAMTLICHE/R SEELSORGER/IN:
» Gespräche mit und Begleitung von kranken bzw. älteren Menschen, ca. 1⁄2 Tag pro Woche
» Zusammenarbeit mit hauptamtlichen
SeelsorgerInnen sowie mit dem Personal der jeweiligen Institution
» Kontakte mit An- und Zugehörigen von PatientInnen und BewohnerInnen

DAS BIETET DER LEHRGANG
Der praxisnahe einjährige Lehrgang bietet Ihnen eine seelsorgliche Grundausbildung, die Sie zur eigenständigen seelsorglichen Tätigkeit im Krankenhaus oder Pflegewohnheim unter der Verantwortung der zuständigen hauptamtlichen Seelsorgerin/ des zuständigen hauptamtlichen Seelsorgers befähigt.
Sie setzen sich im fortlaufenden Gruppenprozess mit zentralen Themen der Seelsorge auseinander, reflektieren die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte und üben sich in seelsorglicher Gesprächsführung.

mehr Info hier…

Katholische und orthodoxe Bischöfe wollen gemeinsam tagen

Metropolit_Arsenios__Kardamakis_-2016_07_25_Arsenios_Disputationes_Salzburg
Kardinal Schönborn und Metropolit Arsenios bestätigen gegenüber "Kathpress" Wunsch nach gemeinsamer Vollversammlung von katholischer und orthodoxer Bischofskonferenz - Noch kein konkreter Termin fixiert - Orthodoxe Bischöfe berieten über Krankenhaus-, Militär- und Jugendseelsorge

Sowohl von Seiten der katholischen wie auch der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich gibt es den Wunsch, in absehbarer Zeit eine gemeinsame Vollversammlung abzuhalten. Das wurde "Kathpress" am Dienstag von den Vorsitzenden beider Bischofskonferenzen, Kardinal Christoph Schönborn und Metropolit Arsenios (Kardamakis), bestätigt. Vor einem Jahr hatten katholische Bischöfe und evangelische Kirchenleitung gemeinsam in Eisenstadt getagt.
mehr…

Kultusgemeinde und Erzdiözese wollen Zusammenarbeit stärken

-IKG
Oberrabbiner Folger und IKG-Präsident Deutsch übergaben Kardinal Schönborn Dokument "Zwischen Jerusalem und Rom" über jüdisch-christlichen Dialog - Schönborn: Dokument ist "Arbeitsauftrag"

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) und die Erzdiözese in Wien wollen ihre Zusammenarbeit weiter verbessern. Das haben Oberrabbiner Arie Folger, Kardinal Christoph Schönborn und IKG-Präsident Oskar Deutsch bei einem Festakt in Wien bekräftigt. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Folger dem Kardinal dabei am Donnerstag als einer der Autoren das Dokument "Zwischen Jerusalem und Rom" - eine Erklärung zum jüdisch-christlichen Dialog, "die eine positive Zukunft zwischen Juden und katholischer Kirche noch stärker machen wird", wie IKG-Präsident Deutsch sagte. mehr…

„Enge Verbündete, Freunde, Brüder“

„Nostra aetate“ öffnete eine Tür durch die der Kirche ein neuer Weg in ihrem Verhältnis zum Judentum und zu ihrer eigenen Erneuerung eröffnet.
Das jüdische Dokument „Zwischen Jerusalem und Rom“ ist ein Meilenstein im christlich-jüdischen Dialog. Wir Katholiken werden darin als „Partner, Verbündete, Freunde und Brüder“ bezeichnet. Martin Jäggle, er spricht am 8. November bei den „Theologischen Kursen“, über die Fortschritte im christlich-jüdischen Dialog.

 
Im Rahmen einer Audienz am 31. August im Vatikan überreichte der Wiener Oberrabbiner Arie Folger als einer der Autoren ein Dokument an Papst Franziskus, das die erste gemeinsame offizielle Antwort von rabbinischen Organisationen zum Christentum bildet. 
 
Am 26. Oktober überreicht Folger in Wien die deutsche Fassung dieses Dokuments – „Zwischen Jerusalem und Rom“ – an unseren Kardinal Christoph Schönborn.

Univ.-Prof._Dr._Martin_J_ggle_-Jaeggle_Martin_univ-Prof_fjr_20111109_7435
 
Univ.-Prof. Martin Jäggle, Präsident des Kordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, erläutert im SONNTAG-Gespräch die Eckpfeiler dieses Dialogs zwischen Judentum und Christentum.
 
Sind Sie mit dem Fortgang des jüdischen-christlichen Gesprächs in den vergangenen Jahren zufrieden?mehr…

"Mechaye Hametim": Christen gedenken der Novemberpogrome 1938

Flammen_von_Kerzen_im_Wind-169080_Flammen_von_Kerzen_im_Wind
Veranstaltungsreigen beginnt am 26. Oktober mit Exkursion, am 2. November Abend über Antisemitismus in Europa, am 9. November Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Ruprechtskirche

Zum Gedenken an die Opfer der
nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Wien veranstalten auch heuer wieder mehrere christliche und jüdische Organisationen gemeinsam die "Bedenktage"-Reihe "Mechaye Hametim - Der die Toten auferweckt". In Erinnerung an die Ereignisse am 9./10. November vor 79 Jahren finden von 26. Oktober bis 13. November zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Zentrum steht ein ökumenischer Gottesdienst in der Wiener Ruprechtskirche am 9. November um 19 Uhr. "Worte des Gedenkens" spricht dabei der Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Wien, Wolfgang Treitler, anschließend ist ein Schweigegang zum Mahnmal für die jüdischen Opfer der Shoa auf dem Judenplatz vorgesehen.
 
In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt. Allein in Wien wurden im Zuge des Furors insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser zerstört. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.
 
Exkursion ins "slowakische Rom"
 
Bereits am Donnerstag, 26. Oktober, führt eine Exkursion auf die Spuren einst jüdischen Lebens in Kittsee (Burgenland), in Rusovce und Trnava (Slowakei). Im "slowakischen Rom" Trnava (Tyrnau) werden die beiden Synagogen und der jüdische Friedhof besucht. (Infos und Anmeldung bis 24. Oktober beim Katholischen Akademikerverband Wien, Tel.: 01/51.552-5100, www.kav-wien.at)
 
Brisanz verspricht der Abend am 2. November: Im Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung (Praterstern 1) spricht ab 18.30 Uhr der Rechtsextremismusforscher Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes über "Antisemitismus in Europa: Aktuelle Erscheinungsformen und Debatten".
 
Im Reformationsjubiläumsjahr 2017 vieldiskutiert war das Thema "Luther und die Juden"; unter diesem Titel findet von 6. bis 25. November in der Evangelischen Pfarre Perchtoldsdorf (NÖ.) auch eine Ausstellung statt, die als Programmpunkt von "Mechaye Hametim" angekündigt ist.
 
Weitere Veranstaltungen sind dem "Arbeitsverbot an Schabbat, Feiertag und Sonntag" (7. November) und "Zeugnissen jüdischen Lebens während der Shoah in Wien 1938-1945 im Wiener Stadt- und Landesarchiv" gewidmet, beworben wird auch eine öffentliche Ringvorlesung an der Universität Salzburg, die sich unter dem Titel "Zwischen Himmel und Erde" mit dem Phänomen von Engeln und Dämonen in der jüdischen Überlieferung und ihrem Umfeld befasst. (Infos zu allen Veranstaltungen: www.ruprechtskirche.at; www.christenundjuden.org)

Quelle: kathpress

500 Jahre Reformation: Festakt im Wiener Musikverein

-Reformationsempfang_epdUschmann
Reformationsempfang mit Bundespräsident Van der Bellen und Kardinal Schönborn - Bischof Bünker: Auswirkungen der Reformation bis heute zu spüren - Schönborn: In der Ökumene voneinander lernen, "was es heißt, ein Christ zu sein"

Wien, 24.10.2017 (KAP) Mit dem Reformationsempfang im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins haben die Feierlichkeiten der Evangelischen Kirchen in Österreich zum Jubiläum "500 Jahre Reformation" am Dienstagnachmittag ihren offiziellen Höhepunkt erreicht. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kardinal Christoph Schönborn richteten Grußworte an die rund 1.500 Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Musikverein, darunter zahlreiche Repräsentanten der Kirchen im In- und Ausland sowie des politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Lebens.mehr…

Bundespräsident: Kirchen fördern Frieden und Freiheitsrechte

-Reformationsempfang_VanderBellen_epdUschmann
Religionsfriede ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine komplexe menschliche Leistung und ein Verdienst der christlichen Kirchen in Österreich. Das betonte Bundespräsident Alexander Van der Bellen beim Festakt "500 Jahre Reformation" am Dienstagnachmittag, zu dem die Evangelischen Kirchen in den Goldenen Saal des Wiener Musikvereins geladen hatten. Vor den Vertretern der Kirchen und Religionen mit Kardinal Christoph Schönborn und dem evangelischen Bischof Michael Bünker an der Spitze sowie rund 1.500 Mitfeiernden konstatierte das Staatsoberhaupt: "Die Ökumene in Österreich ist mustergültig." mehr…

Wien: Ökumene ist Pflicht für alle Kirchen

Ökumenisches Symposion unter dem Motto "Was bleibt von 2017?" - Landessuperintendent Hennefeld: "Reformiert sein bedeutet immer auch ökumenisch sein" - Ökumene-Experte Prokschi: Kirchen sind durch gegenseitige Anerkennung der Taufe bereits eine Gemeinschaft

Mögliche Ansätze für die Ökumene aus dem Reformationsjubiläum 2017 wurden bei einem Symposion am Mittwochabend in Wien diskutiert. Der Vorsitzende der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Prof. Rudolf Prokschi, erinnerte eingangs an die historische Begegnung von Lund am 31. Oktober 2016. Damals unterzeichneten Papst Franziskus und der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Bischof Mounib Younan, in der Kathedrale der schwedischen Stadt eine Erklärung anlässlich des gemeinsamen katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens. Darin sei festgehalten, dass die Ökumene bzw. das gemeinsame Zeugnis für alle Kirchen bzw. Christen eine Pflicht sei, betonte Prokschi.
mehr…

Buchpräsentation: Von Abba bis Zorn Gottes

Dienstag, 24. Okt. 2017, 19:00 Uhr

Abba 176
Regina Polak im Gespräch mit Norbert Reck, Willy Weisz und Markus Himmelbauer
Im 20. Jahrhundert haben die großen christlichen Kirchen auf höchster Ebene eine Neubesinnung auf das Judentum vollzogen. Bis heute begegnen allerdings die alten Pauschalvorstellungen in Gottesdienst und Schule: vom vermeintlich zornigen Gott des Alten Testamentes bis zu den "Pharisäern" als sprichwörtlich kleinlichen Gesetzesdienern. Dagegen hat es eine internationale Gruppe von 34 jüdischen und christlichen Wissenschaftlern gemeinsam unternommen, Irrtümer kompetent und allgemein verständlich aufzuklären.

> Zum Buch

Veranstaltungsort: Buchhandlung Herder
Um Anmeldung wird gebeten: gerhard.zach@herder.at
In Kooperation mit: Projektgruppe Biblia http://projektgruppe-biblia.at, KooA CJ christenundjuden.org, Fachausschuss Ökumene oekumene.wien, Kardinal König Stiftung, Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

Ökumenisches Symposion

HERZLICHE EINLADUNG ZUM

Ökumenisches Symposion im Reformationsgedenkjahr
„WAS BLEIBT VON 2017? MÖGLICHE ANSÄTZE FÜR DIE ÖKUMENE NACH DEM REFORMATIONS-GEDENKJAHR“
18. Oktober 2017, 18:00 - 20:00 Uhr
Stephani-Saal, Curhaus, Stephansplatz 3, 1010 Wien
REFERIERENDE
Univ.-Prof. Dr. Rudolf PROKSCHI, Landessuperintendent Mag. Thomas HENNEFELD,
Dr. Dorothea HASPELMATH-FINATTI,
em. Univ.-Prof. DDr. Hubert RITT,
allesamt Wien
PARTNER
Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen,
Ökumene-Ausschuss des Vikariats Wien-Stadt

„Was bleibt von 2017? Mögliche Ansätze für die Ökumene nach dem Reformations-Gedenkjahr“ lautet der Titel eines Ökumenischen Symposions, zu dem die Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen gemeinsam mit dem Ökumene-Ausschuß des Vikariats Wien-Stadt und der Stiftung PRO ORIENTE am 18. Oktober einlädt.
Der Vorsitzende der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen und PRO ORIENTE-Vizepräsident, Prof. Rudolf Prokschi, behandelt eingangs die Frage: „Was folgt auf die historische Begegnung von Lund?“(Am 31. Oktober 2016 unterzeichneten Papst Franziskus und der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Bischof Mounib Younan, in der Kathedrale der schwedischen Stadt Lund eine Erklärung anlässlich des gemeinsamen katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens).
Der reformierte Landessuperintendent und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Thomas Hennefeld, behandelt das Thema „Die Grundanliegen der Reformation aus der Sicht Luthers, Zwinglis und Calvins und ihr gesellschaftlicher Anspruch heute“.
Die Evangelisch-Lutherische Theologin Dorothea Haspelmath-Finatti spricht über „Die Liturgie und ihre Funktion für die Ökumene“.
Der Grinzinger Pfarrer em. Prof. Hubert Ritt (emeritierter Neutestamentler der Katholisch-Theologischen Fakultät Regensburg und Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission) zeigt auf, was das Reformationsgedenken bedeutet: „Martin Luthers Bibelerklärung bewegt Europa – Anstöße für die Ökumene“.
Die anschließende Diskussion moderiert PRO ORIENTE-Pressesprecher Erich Leitenberger
Presseinformationen unter: 0664/515 52 69, E-Mail:
leitenberger@pro-oriente.at

Anmeldung unter: 01/5338021-5
oder unter:
office@pro-oriente.at


WIEN: GRUNDSTEINLEGUNG FÜR NEUE RUMÄNISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN DER LEOPOLDSTADT

Hunderte „wetterfeste Christen“ harrten stundenlang im strömenden Regen aus – Das neue Gotteshaus wird sich am Vorbild der berühmten Klosterkirchen in der Moldau und in der Bucovina orientieren – Projekt wurde tags zuvor im „Otto Mauer-Zentrum“ präsentiert
Wien, 17.09.17 (poi) Hunderte wetterfeste rumänisch-orthodoxe Christen harrten am Sonntagvormittag unter strömendem Regen bei der Göttlichen Liturgie und der Grundsteinlegung für die neue rumänisch-orthodoxe Pfarrkirche an der künftigen Bruno Marek-Allee im Stadterneuerungsgebiet in Wien-Leopoldstadt aus. Unter dem Vorsitz des für Wien zuständigen rumänisch-orthodoxen Metropoliten für Mitteleuropa, Serafim (Joanta), fanden auf dem Bauplatz des künftigen Gotteshauses auf dem Gelände des einstigen Frachtenbahnhofs des Nordbahnhofs zunächst das Morgenlob, dann die Göttliche Liturgie und schließlich die Grundsteinlegung statt. Sowohl für den Klerus auf der Altarinsel als auch für die Gläubigen waren Zelte aufgestellt, viele hielten aber auch im Freien unter Schirmen dem Regen stand. Der Bezirk Leopoldstadt hatte 2014 (damals noch unter dem mittlerweile abgelösten und kurze Zeit später verstorbenen Bezirksvorsteher Karlheinz Hora) an alle Religionsgemeinschaften appelliert, im Sinne aktueller stadtplanerischer Überlegungen im Neubaugebiet ex-Nordbahnhof ein spirituelles Zentrum zu errichten. Die rumänisch-orthodoxe Kirche war die einzige Religionsgemeinschaft, die dieser Einladung entsprach. Nach Angaben des Architekten-Ehepaares Georg und Mihaela Baldass (das schon die rumänisch-orthodoxe Kirche an der Simmeringer Hauptstraße entworfen hat) wird sich das neue Gotteshaus an der Bruno Marek-Allee an den „klaren Formen“ der Moldau-Klöster wie Sucevita orientieren: Geplant ist eine 400 Qadratmeter große Dreikonchen-Kirche mit Pantokratorturm, freistehendem Glockenturm, wie er in der Bucovina üblich ist, verbunden mit zwei Gebäuden, in denen u.a. das Pfarrbüro, die Pfarrerwohnung, ein Kindergarten (in Trägerschaft der katholischen St. Nikolaus-Stiftung) Platz finden werden. Seelsorger der neuen Gemeinde und Projektleiter des Gesamtvorhabens ist der rumänisch-orthodoxe Priester Emanuel-Stefan Nutu. Die Erwartungen der Leopoldstadt an das neue religiöse Zentrum sind hoch, so der Vizevorsitzende der Bezirksvertretung, Bernhard Seitz: „Wir hoffen, dass diese rumänisch-orthodoxe Gemeinde Teil unserer Identität wird. Die Leopoldstadt steht heute für gute Nachbarschaft, Toleranz und Respekt“. mehr…

Was eine Fürbitte alles kann…

Ende letzten Jahres erwähnte der Präsident des ICCJ, Philipp Cunningham, dass in seiner Pfarre die jüdischen Feiertage immer zum Anlass genommen werden, eine Fürbitte für das Wohlergehen der jüdischen Gemeinde auszusprechen. Dabei solle es nicht um ein Beten zur Bekehrung der Juden gehen, sondern darum, über die jüdischen Feiertage zu lernen und des jüdischen Lebens bewusst zu werden. Davon ließ sich der Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Beziehungen, Ferenc Simon, inspirieren. In Zusammenarbeit mit dem übrigen Vorstand des Koordinierungsausschusses formulierte er Fürbitten und Erläuterungen, die sich wie ein Lauffeuer über Facebook verbreiteten. Es begann zu Channukkah, das letztes Jahr genau auf Weihnachten fiel, und ging mit Pessach und Schawuot weiter. Am 21. September beginnen die Hohen Feiertage mit Rosch ha Schana und wir möchten alle christlichen Gemeinden herzlich einladen, sich der Fürbitte anzuschließen und sie in den Gottesdienst aufzunehmen:


Rosch ha-Schana 2017

Fürbitte (21.-22. September oder am Sonntag den 24. September 2017)
Am Beginn des jüdischen neuen Jahres, am Fest Rosh ha-Shana, bitten wir Dich Allmächtiger/Gütiger/Herr Segne die Juden und Jüdinnen dieser Stadt. Möge das Jahr 5778 gut und süß sein. Denke an uns allen, damit wir leben und schreibe uns (für ein gutes Leben) ins Buch des Lebens ein.

Info: Das Neujahrsfest
Am 1. und 2. Tischri wird das Neujahrsfest begangen, das ein ernster Feiertag ist. Der Name Neujahr (Rosch ha-Schana) kommt in der Bibel nicht vor, und auch in den Gebeten dieses Festes ist kaum davon die Rede. Im Festsegen – und auch sonst – wird vom „Tag der Erinnerung“ oder „Tag des Posaunenschalls“ gesprochen.
Der Sinn des Neujahrsfestes liegt in der Erinnerung an den Bund, der zwischen Gott und Israel geschlossen wurde und der für die Israeliten eine sittliche Forderung und Verpflichtung darstellt. Der Tag soll dazu dienen, die Menschen zu veranlassen, in sich zu gehen, sich vom Bösen abzuwenden und gut zu handeln. Rosch ha-Schana ist der Tag, an dem der Mensch Rechenschaft über sein Tun ablegen und sich seiner moralischen Pflichten bewußt werden soll.
Als äußeres Instrument, den Menschen an seine moralischen Pflichten zu erinnern, dient die Posaune, der Schofar. Das ist ein Widderhorn, das im Morgengottesdienst nach der Tora- und Prophetenlesung sowie an mehreren Stellen des Zusatzgebetes in festgelegten Tonfolgen geblasen wird (außer wenn der Festtag auf einen Sabbat fällt.)
In vielen Gemeinden ist es Brauch, den Betraum für den Neujahrsgottesdienst besonders feierlich auszugestalten. Um die Erhabenheit des Tages zu betonen, pflegt in der Synagoge die weiße Farbe vorzuherrschen. Der Vorhang vor dem Toraschrank, die Decke auf dem Vorbeterpult und die Kleidung des Vorbeters sind weiß, im Gegensatz zu dem sonst Üblichen.
Rosch ha-Schana wird überall zwei Tage gefeiert, auch in Israel, wo bei den übrigen Festen die zweiten Tage entfallen. Der Kultus ist im wesentlichen an beiden Tagen identisch.
Die häusliche Feier des Neujahrstages besteht darin, daß dem Kiddusch und dem Segensspruch über das Brot noch ein Segen über Baumfrüchte angefügt wird. Man nimmt dazu einen Apfel, den man vor dem Verzehr mit Honig bestreicht, wobei man dem Wunsch Ausdruck verleiht, das neue Jahr möge gut und süß werden. Die Brote für das Neujahrsfest sind nicht wie sonst geflochten und länglich, sondern es ist üblich, rund gewickelte Weißbrote zu verwenden, um auf diese Weise den Jahreskreislauf zu symbolisieren.
Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin, 2003
Quelle:
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/233.rosch-ha-schana.html


Jom Kippur 2017
Fürbitte (30. September oder am Sonntag den 1. Oktober 2017)
Zur Zeit des Versöhnungstages Jom Kippur bitten wir Dich, Gott, Dein zu Dir umkehrendes Volk Israel in Barmherzigkeit anzunehmen. Wende Dich auch uns Menschen zu in Milde und Liebe, erhöre unsere Bitten und besiegle den Eintrag im Buch des guten Lebens.

Info: Jom Kippur - Der Versöhnungstag
Den Höhepunkt der zehn Bußtage bildet der Versöhnungstag, der wichtigste Festtag des jüdischen Jahres. An ihm wird nach talmudischer Tradition das Urteil über den Menschen, das am Neujahrsfest, dem Tag des Gerichts, gefällt wurde, besiegelt und bekommt damit Gültigkeit. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen, ihn die göttliche Verzeihung für seine Missetaten erlangen zu lassen. So ist der Versöhnungstag ein Tag der Reue, der Buße und Umkehr.
Dieser Tag ist ein strenger Fasttag, und zwar von Beginn des Festes am Abend bis zu seinem Ausgang am nächsten Abend. Weder Essen noch Trinken sind erlaubt; auch Körperpflege, mit Ausnahme des Benetzens der Hände und Augen mit Wasser, ist untersagt. Bevor man sich am Vorabend des Festes in die Synagoge begibt, entzündet man zu Hause ein Licht zum Andenken an seine verstorbenen Angehörigen, das 24 Stunden brennen soll. Manche pflegen auch eine Kerze im Vorraum der Synagoge aufzustellen. Es ist allgemein üblich, daß der Vorhang vor dem Toraschrank und die Decke auf dem Vorbeterpult weiß sind; auch die Torarollen befinden sich in weißen Hüllen. Die Betenden pflegen weiße Kleidung und eine weiße Kopfbedeckung zu tragen.
Der Abendgottesdienst, der noch bei Tageslicht beginnt, wird nach den Anfangsworten der ihn einleitenden Formel Kol Nidre (alle Gelübde) genannt. Dieser Text besteht in einer Erklärung, daß alle Gelübde und Schwüre null und nichtig sein sollen. Am Versöhnungstag dauert der Gottesdienst den ganzen Tag lang. Zu dem Morgengebet, dem festtäglichen Zusatzgebet und dem Nachmittagsgebet kommt noch ein nur an diesem Tag übliches Schlußgebet, an das sich dann nach Einbruch der Nacht das werktägliche Abendgebet und die Hawdala anschließen.
Im Anschluß an den Gottesdienst pflegt dann noch der Mondsegen im Freien stattzufinden, der im Tischri mindestens bis zu diesem Termin verschoben wird. Die Mahlzeit, die man nach dem langen Fasten einnimmt, wird als „Anbeißen“ bezeichnet; sie trägt einen festlichen Charakter, und man wünscht sich gegenseitig ein gutes Jahr und gute Besiegelung.
Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin, 2003
Quelle:
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/235.jom-kippur.html


Sukkot 2017
Fürbitte (5.-11. Oktober oder am Sonntag den 8. Oktober 2017)
Herr des Universums, als unsere Vorväter die Wüste Sinai (vor ihrem Eintritt in das Land Israel) durchquerten, umringten und überschwebten sie die wundervollen Wolken der Herrlichkeit und schirmten sie von allen Gefahren und Unannehmlichkeiten der Wüste ab. Seither gedenkt Dein Volk Deiner Güte und beteuert erneut sein Vertrauen in Deine Fürsorge, indem es während des Sukkot-Festes in Hütten wohnt. Sei Du ihm Schutz und Schirm.

Info: Sukkot - Laubhüttenfest
Am 15. Tischri beginnt das Laubhüttenfest (Sukkot), das dritte in den Reihe der Wallfahrtsfeste. Es dauert neun bzw. sieben Tage, da der achte Tag, das sogenannte Schlußfest (Schemini Azeret), als selbständiger Feiertag angesehen wird; der neunte Tag, der Torafreudenfest (Simchat Thora) heißt, ist der zweite Tag dieses Schlußfestes, der nur in der Diaspora begangen wird.
Sukkot ist das „Fest des Einsammelns“, ein Dankfest für das Einbringen der Ernte, vor allem der Obst- und Weinernte; zugleich erinnert Sukkot an die Wüstenwanderung der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten und an das Wohnen in unfesten Hütten während dieser Periode. Die doppelte Bedeutung des Festes symbolisiert einerseits der Feststrauß, der am Vormittag im Gottesdienst vewendet wird, andererseits das Gebot, während dieser Tage in einer Hütte (Sukka) zu wohnen.
Der Feststrauß (Lulaw) besteht aus einem Zweig der Dattelpalme, drei Myrten- und zwei Bachweidenzweigen, die zu einem Gebinde vereinigt sind, sowie aus der Zitrusfrucht, dem Etrog, einer Zitronenart.
Der erste und der zweite Tag Sukkot sind Feiertage, die darauffolgenden Tage (3. - 7. Tag) Halbfeiertage. Der siebente Tag hat allerdings eine besondere religiöse Bedeutung und führt einen eigenen Namen: Hoschana rabba. Dieser Tag gilt als Gerichtstag über das Wasser, als der Tag, an dem von Gott über den lebenden Regen beschlossen wird, der ja im Vorderen Orient nur während des Winterhalbjahres fällt.
Für Sukkot ist charakteristisch das biblische Gebot, in einer Hütte zu wohnen, einem unfesten Gebäude. Die Hütte muß so beschaffen sein, daß sie kein festes Dach besitzt; vielmehr ist sie mit Zweigen, Stroh und Reisig gedeckt, und zwar so dicht, daß bei Sonnenschein die schattigen Stellen im Innern überwiegen, und so locker, daß nachts die Sterne hindurchschimmern. Die Laubhütte wird möglichst wohnlich ausgestattet und schön ausgeschmückt. In unseren Breiten wird das Gebot, in der Hütte zu wohnen, insofern erleichtert, als nur die Mahlzeiten in ihr eingenommen werden sollen, denn es kann in dieser Jahreszeit ja bereits recht kühl sein.
Quelle:
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/236.sukkot.html

Wien bekommt neue rumänisch-orthodoxe Kirche

In Wien-Leopoldstadt soll eine neue rumänisch-orthodoxe Kirche gebaut werden. Zur Grundstücksweihe und Grundsteinlegung am kommenden Sonntag, 17. September, wird eigens der für Österreich zuständige Metropolit Serafim Jonta anreisen. Er steht um 10 Uhr einer Göttlichen Liturgie auf dem neuen Grundstück in der auf dem Nordbahnhofgelände entstehenden Bruno-Marek-Allee vor. Im Anschluss an den Gottesdienst (ca. 12.30 Uhr) wird er den Bauplatz weihen und die Grundsteinlegung vornehmen. Der geplante Kirchenbau orientiert sich stark an der dem Heiligen Georg geweihten Kirche im rumänischen Kloster Voronet. Diese Klosterkirche wird wegen der exzellenten Fresken auch "Sixtinische Kapelle des Ostens" bezeichnet. Mit dem Bau der neuen Kirche in Wien könnte dem Vernehmen nach 2018 begonnen werden.

Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde besitzt in Wien bereits zwei Kirchen: die 2009 fertiggestellte Andreas-Kirche im 11. Bezirk (Simmering) und die 2014 von der Erzdiözese Wien übergebene Antonskirche im 15. Bezirk (Rudolfsheim-Fünfhaus). Neben Wien gibt es in Österreich weitere rumänisch-orthodoxe Gemeinden bzw. Gottesdienststätten in Salzburg, Graz, Linz, Klagenfurt, Knittelfeld, Feldkirch, St. Pölten, Wiener Neustadt, Innsbruck, Krems, Amstetten und Oberpullendorf. Die Zahl der rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich liegt Schätzungen zufolge bei mehr als 40.000. Genaue Daten gibt es nicht.

Die rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Österreich gehören zur Diözese Zentral- und Mitteleuropa. Zuständiger Bischof ist Serafim Romul Joanta mit Sitz in Nürnberg. In Österreich steht Bischofsvikar Nicolae Dura den rumänischen Gemeinden vor. (Infos:
www.rumkirche.at)

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

IKG-Präsident Deutsch zu Papstempfang: "Historischer Moment"

Erstmals gemeinsame offizielle Antwort von rabbinischen Organisationen zum Christentum wurde von Wiener Oberrabbiner Folger an Franziskus überreicht "historischen Moment"

Als einen "historischen Moment" hat der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, die Überreichung einer wegweisenden jüdischen Erklärung an Papst Franziskus bezeichnet. Im Rahmen einer Papstaudienz am Donnerstag im Vatikan überreichte der Wiener Oberrabbiner Arie Folger als einer der Autoren an Franziskus ein Dokument, das die erste gemeinsame offizielle Antwort von rabbinischen Organisationen zum Christentum bildet.

"Religionsgemeinschaften sind heute einerseits mit drohender Gewalt von Extremisten und andererseits mit wachsendem Unverständnis einer zunehmend religionsfeindlichen Welt konfrontiert", teilte Folger in einer Aussendung der Kultusgemeinde am Freitag mit. Dabei hätten die Religionsgemeinschaften in der Geschichte wesentlich zum Wohl der Gesellschaft beigetragen. "Um den gesellschaftlichen Herausforderungen besser gewachsen zu sein, versuchen wir unsere Partnerschaft und Zusammenarbeit mit den Katholiken zu stärken."

Präsident Deutsch bekundete seinen Stolz, dass der Oberrabbiner von Wien für die Verfassung dieses Dokuments ausersehen wurde. Folger wurde als Mitglied des Standing Committee for the Conference of European Rabbis und Officer des Rabbinical Council of America 2015 für diese Aufgabe eingesetzt. Der Text wurde in Abstimmung mit den rabbinischen Organisationen verfasst, einer der Unterzeichner ist Oberrabbiner Folger.

Darin würdigen die Vertreter des Judentums das Konzilsdokument "Nostra aetate" über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und erklären zu den Beziehungen mit der katholischen Kirche: Die Rabbiner wollten partnerschaftlich und solidarisch gemeinsam mit den Christen für Toleranz, für eine positive Einstellung zu anderen Religionen, gegen Hass und für den Frieden eintreten - trotz theologischer Differenzen. "Es wäre schön, wenn dieser Impuls seine positive Wirkung in die Zukunft hat", so die Hoffnung von Präsident Deutsch.

Papst: Christen und Juden "Brüder"

Papst Franziskus hatte Christen und Juden nach dem Empfang am Donnerstag als "Partner, enge Verbündete, Freunde und Brüder im beiderseitigen Streben nach einer besseren Welt, die mit Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit gesegnet ist", bezeichnet. Judentum und katholische Kirche erlebten augenblicklich eine Phase des "fruchtbaren Dialogs".

Das spiegle sich auch in dem Dokument "Zwischen Jerusalem und Rom", das von der Europäischen Rabbinerkonferenz und dem Rabbinerrat von Amerika im Februar veröffentlicht worden war, sagte Franziskus. Das Papier verhehle nicht die theologischen Differenzen, bekunde aber den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Rabbiner: "Das Übernatürliche gehört zur modernen Gesellschaft"

Rabbiner Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam, sieht das Judentum durch die vermeintliche Säkularisierung nicht bedroht. Die Idee, die westlichen Gesellschaften befänden sich im Prozess ihrer Säkularisierung, "hat sich nicht bewahrheitet", so Homolka im Interview in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". "Der kürzlich verstorbene Religionssoziologe Peter L. Berger hat uns klar gemacht, dass das Übernatürliche zur modernen Gesellschaft gehört", so Homolka wörtlich.

Im Juli wurde Homolka zum Präsidenten der "Union progressiver Juden in Deutschland" gewählt. Die Union vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts 26 jüdische Gemeinden des liberalen Judentums. Der Dachverband, der vor 20 Jahren von Homolka selbst mitbegründet wurde, sei "Garant des Pluralismus innerhalb des Judentums". Homolka: "Jede Religion macht den Spagat zwischen Kontinuität und Wandel. Für mich ist gerade der Wandel der Schlüssel, dem Judentum treu zu bleiben."

Zur Frage, was einen liberalen Rabbiner von einem orthodoxen unterscheidet, meinte Homolka, dass liberale Rabbiner gut balancieren müssten: "Der Tradition treu und offen für die Moderne." Weil Vertreter des liberalen Judentums fertige Antworten scheuen, habe etwa Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) zu Recht gesagt: "liberal zu sein ist so viel schwerer". Zwei Dinge sollte jeder gute Rabbiner laut Homolka beherzigen: "Die Menschen lieben und ihnen auf Augenhöhe begegnen."

Der Rabbiner erläuterte weiter, weshalb er Jesus bzw. die Beschäftigung mit Jesus nicht als Brücke zwischen beiden Religionen sieht: "Der Glaube Jesu verbindet Christen und Juden, der Glaube an Jesus trennt sie." So habe das etwa der jüdische Religionswissenschaftler Schalom Ben-Chorin (1913-1999) auf den Punkt gebracht.

Zur Frage, wie es zu seiner Entscheidung kam, mit 17 Jahren zum Judentum zu konvertieren, sagte der Rabbiner wörtlich: "Ich habe mich damals nicht gegen etwas entschieden, sondern für etwas: die Vorstellung, dass Gott uns Menschen in seinen Dienst ruft und uns fordert, die Welt der Heilung näher zu bringen. Dabei bleibt Gott selbst unverfügbar und verborgen. Dieser hohe Anspruch an den Menschen als Partner Gottes fasziniert mich noch heute."

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress,
www.kathpress.at

Russische Orthodoxie sieht Fortschritt im Dialog mit Katholiken

Russlands orthodoxe Kirche sieht einen "bedeutenden Fortschritt" im Dialog mit der katholischen Kirche. In den vergangenen zehn Jahren habe sich viel in der Beziehung zueinander getan; ebenso zwischen Russland und dem Heiligen Stuhl, sagte der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, der italienischen Tageszeitung "Il sole 24 ore" (Donnerstag). Einigkeit bestehe etwa bei aktuellen Problemen wie dem Verlust spiritueller Werte und Christenverfolgung. "Das ist ein Problem, welches sowohl die orthodoxe Kirche als auch den Heiligen Stuhl aus ganzer Seele beunruhigt, und uns antreibt, unsere Kräfte zu vereinen um eine gemeinsame Lösung zu finden", so der Metropolit.

Hilarion äußerte sich anlässlich des bevorstehenden Moskau-Besuchs von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin von Sonntag bis Donnerstag. Als Hauptthemen nannte er die Lage im Nahen Osten und in der Ukraine; auch eine Friedenslösung für Syrien werde sicher Thema sein. Parolins Besuch könne dazu beitragen, verschiedene Blickwinkel anzunähern und gemeinsame Lösungen für verschiedene Probleme zu finden, so Hilarion, der auch selbst mit Parolin zusammentreffen wird. "Ich werde mit ihm das gesamte Spektrum der bilateralen Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche erörtern und hoffe, dass wir neue Perspektiven zur weiteren Entwicklung abstecken können".

Mit Blick auf die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche sagte er, dies sei immer noch "die heikelste Frage in den Beziehungen der beiden Kirchen". Zugleich würdigt der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats in dem Interview die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen Russland und dem Vatikan im Jahr 2009 sowie das historische erste Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. 2016 in Havanna/Kuba, in dessen Folge sich die Zusammenarbeit beider Kirchen weiter verstärkte.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress,
www.kathpress.at

Serbischer Bischof würdigt Vielfalt der Kirchen

Für Österreich, Schweiz und Deutschland zuständiger Bischof Andrej in Zeitschrift "Religion & Gesellschaft": "Unsere Gläubigen respektieren Traditionen anderer Kirchen und versuchen, sich zu integrieren"

Der serbisch-Orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) will sich um weitere Fortschritte in der Ökumene bemühen und sieht dabei als Ziel keine "uniforme Einheit", sondern eine Vielfalt und "versöhnte Verschiedenheit". Andrej Cilerdzic ist seit 2014 Bischof von Österreich, der Schweiz, Italien und Malta. Sein Bischofssitz ist Wien. In Österreich ist er für rund 30 Gemeinden verantwortlich, in der Schweiz sind es zwölf, in Italien sechs und auf Malta eine. Vor kurzem wurde er zudem zum Administrator der Diözese Deutschland ernannt. Er äußerte sich in der aktuellen Ausgabe der in der Schweiz erscheinenden Fachzeitschrift "Religion & Gesellschaft".

Die Orthodoxen in der Schweiz hätten mittlerweile "viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl für das hiesige kirchliche und gesellschaftliche Leben entwickelt", so der Bischof. Mit Blick auf die reformierte Kirche beinhalte dies auch einen "gewissen Respekt" davor, dass dort auch Frauen ordiniert werden. Cilerdzic: "Da gibt es für uns Orthodoxe nichts zu streiten. Eine andere Frage ist, ob dieser Schritt theologisch gerechtfertigt gewesen ist, aber das steht auf einem anderen Blatt. Hier geht es darum, Respekt voreinander zu haben und Vielfalt als etwas zu bejahen, das zu unserem modernen Leben dazu gehört."

Als für die Schweiz zuständiger Bischof könne er sagen, "dass unsere Gläubigen die Traditionen der anderen Kirchen respektieren und versuchen, sich zu integrieren". Vor diesem Hintergrund sehe er die Bestrebungen zu einer engeren Kooperation zwischen Staat und Orthodoxer Kirche, wie sie gegenwärtig in den Kantonen Waadt, St. Gallen und Zürich diskutiert werden, "eigentlich als Selbstverständlichkeit an". Die Situation in der Schweiz mit ihren 26 Kantonen sei freilich grundsätzlich komplex. (In Zürich wurde beispielsweise 2014 der "Verband Orthodoxer Kirchen im Kanton Zürich" mit dem Fernziel der öffentlich-rechtlichen Anerkennung im Kanton gegründet.)

In Österreich sei die Ausgangslage einfacher. Hier regle das Orthodoxengesetz die Beziehungen zwischen Staat und orthodoxer Kirche. "Zudem haben wir in Wien mit Metropolit Arsenios (Kardamakis) einen sehr talentierten Vorsitzenden, der die Bischofskonferenz sehr gut leitet und die Kontakte zu staatlichen Stellen pflegt", so Cilerdzic wörtlich.

Kirche in Serbien sollte "politischer" sein

Für Serbien wünsche er sich, "dass der Kirche mehr Möglichkeiten gegeben werden sollten, zu gesellschaftlichen Fragen öffentlich Stellung zu beziehen", so der Bischof: "Als Orthodoxer in Westeuropa nehme ich sehr stark wahr, dass die Kirchen an großen Festen wie Weihnachten und Ostern Botschaften zu sozialen Fragen herausgeben, und dass sie so ein zusätzliches Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft zeigen."

Es freue ihn beispielsweise, so Cilerdzic, "wenn die evangelische oder katholische Kirche in Deutschland das Recht der Menschen auf Arbeit ansprechen". Ähnliches wäre auch für Serbien und die Orthodoxie vor Ort wünschenswert.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

NEUE BULGARISCH-ORTHODOXE PFARRKIRCHE IN WIEN GEWEIHT

Der für West- und Mitteleuropa zuständige Metropolit Antonij würdigte bei der Weihe die Tätigkeit des Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrers Ivan Petkin und die gute Zusammenarbeit mit offiziellen bulgarischen und österreichischen Stellen bei der Realisierung des Kirchenbauprojekts

Wien, 11.06.17 (poi) Die neue bulgarisch-orthodoxe Kirche in der Dunklergasse im 12. Wiener Bezirk sei ein „Symbol von Glaube, Hoffnung und Liebe“ der bulgarischen Christen in Wien, betonte der für West- und Mitteleuropa zuständige bulgarisch-orthodoxe Metropolit Antonij (Mihalev) am Sonntag bei der Weihe des neuen Gotteshauses, das in einen Wohnblock integriert ist. Der Metropolit dankte in besonderer Weise dem Wiener bulgarisch-orthodoxen Pfarrer, Erzpriester Ivan Petkin, ohne dessen Einsatz die Erbauung und Eröffnung der dem Heiligen Ivan Rilski (Johannes von Rila) geweihten Kirche nicht möglich gewesen wäre.

Die neue Kirche mit ihrem eindrucksvollen Freskenschmuck festige das Vertrauen und die Zuversicht, dass die zahlreichen in Wien lebenden Bulgaren vom bulgarischen Staat und von der bulgarischen Kirche nicht vergessen werden, so der Metropolit. Ohne die Unterstützung durch das Amt des bulgarischen Ministerpräsidenten, das Religionsamt in Sofia und die Bulgarische Botschaft in Wien wäre die Verwirklichung des Kirchenbauprojekts nicht möglich gewesen. Ihnen allen sei die wichtige Rolle der bulgarisch-orthodoxen Kirche bei der Betreuung der in der Emigration lebenden orthodoxen Gläubigen bewusst. Zugleich dankte der Metropolit auch den österreichischen Behörden für Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Realisierung des Kirchenbaus.

An der Kirchweihe und der Göttlichen Liturgie nahmen u.a. auch der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, die bulgarische Spitzendiplomatin (und frühere Botschafterin ihres Landes in Wien) Elena Shekerletova, und der Vorsitzende der Österreichisch-bulgarischen Gesellschaft, Karl Blecha, teil.

Quelle: http://www.pro-oriente.at/News/

21. ÖKUMENISCHE MAIANDACHT (31. MAI) EINE INITIATIVE, DIE KREISE ZIEHT

SegenEs war bereits die 21. Ökumenische Maiandacht, zu der Sr. Dr. Lili Fuchs am 31. Mai in die Römisch-Katholische Pfarre St. Georg-Kagran eingeladen hat. Unter dem Leitgedanken „Frau unter dem Kreuz“ ist es ihr erneut gelungen, Geistlichkeit und Laien zu dieser bereits traditionellen und sehr beliebten Feier zusammen zu bringen.

VertreterInnen aus elf verschiedenen Kirchen bzw. Gemeinden nahmen an einem Bußakt teil. Der Generalvikar der Griechisch-Orthodoxen Kirche P. Ioannis Nikolitsis psalmudierte einen Kreuzhymnus und die Syrisch-Orthodoxe Diakonin Yoland Rumi Aho sang das Vaterunser auf aramäisch. Die Predigt des Serbisch-Orthodoxen Bischof Andrej (Cilerdzic) erntete liturgischen Applaus. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Chor der Serbisch-Orthodoxen Kirche Wien und dem Chor der jungen Koptisch-Orthodoxen Diakone und Mädchen. Die von Sr. Lili hervorragend gestaltete Maiandacht war aus Sicht des PRO ORIENTE-Präsidenten Dr. Johann Marte auch ein sichtbares Zeichen der spirituellen Einheit der Kirche Jesu Christi und ein anschaulicher Beweis, wie uns das Gebet zusammenführen kann. Über Anregung von Mag. Pia de Simony (CSI) erbrachte eine Kollekte für eine Schule im Irak über € 1.700,-. Mit dem Lied „Schließ uns zusammen, Herr“ endete die Feier, die das ökumenische Herz vieler Teilnehmenden höher schlagen ließ.

Quelle:
http://www.pro-oriente.at/News/
mehr…

650 OFFENE GOTTESHÄUSER AM 9. JUNI IN DER "LANGEN NACHT DER KIRCHEN"

Glockengeläut kurz vor 18 Uhr eröffnet wie immer die österreichweite ökumenische Veranstaltung - Reformationsjubiläum ein besonderer Schwerpunkt 2017

Rund 650 Kirchen in ganz Österreich beteiligen sich heuer am 9. Juni an der "Langen Nacht der Kirchen". Dabei können die Besucher zwischen exakt 2.686 Programmpunkten wählen, wie die Veranstalter am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt gaben. In der Erzdiözese Wien findet die "Lange Nacht" bereits zum 13. Mal statt. 179 Kirchen in der Bundeshauptstadt sowie im Wein- und Industrieviertel machen heuer mit und locken mit 965 Veranstaltungen. Sie alle stünden wieder für eine "offene und die Menschen willkommen heißende Kirche", wie der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki bei der Pressekonferenz sagte. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt heuer auf dem Jubiläum "500 Jahre Reformation". Eröffnet wird die "Lange Nacht" wieder mit Glockengeläut kurz vor 18 Uhr.

Das Reformationsjubiläum habe Bedeutung, "weil wir uns an einen Umbruch im Glauben und der gesellschaftlichen Welt erinnert, einen Aufbruch in die Moderne", so Schutzki. Glaubensfragen seien so bedeutsam gewesen, "dass man für sie gekämpft hat - was vermischt mit politischen Spannungen in Verfolgung und Krieg endete". Die Frage, die sich heute stelle: "Wie kann eine Gesellschaft mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen umgehen?"

In der Gesellschaft seien die religiösen Fragen vielfach aus dem politischen und öffentlichen Leben abgedrängt worden, für viele Menschen sei Religion Privatsache geworden, die Unterschiede zwischen den Konfessionen seien vielen gar nicht mehr verständlich, sagte der Bischofsvikar. Und er stellte die Frage: "Wie schafft man es, Religion - oder besser die Werte, die von den Kirchen vertreten werden - in der Gesellschaft zur Geltung bringen?" Die Kirchen müssten mit einer Stimme auftreten, etwa wenn es gegen Hass im Internet oder für ein gedeihliches Zusammenleben der Religionen geht.

Schweigemarsch eröffnet "Lange Nacht"

In Wien startet die "Lange Nacht" mit einem speziellen "Vorprogramm", dem CSI-Schweigemarsch für verfolgte Christen. Die Veranstaltung beginnt um 16.15 Uhr und führt vom Stephansplatz zum Josefsplatz. In der nahen Augustinerkirche geht dann ab 17.30 Uhr die Schlusskundgebung in die Eröffnungsfeier der "Langen Nacht" über. U.a haben Kardinal Christoph Schönborn und der lutherische Bischof Michael Bünker ihr Kommen zugesagt.

Die beiden bestreiten auch in der Kirche St. Johann Nepomuk im zweiten Bezirk um 23. Uhr einen "Late Night Talk" zum Thema "500 Jahre Reformation". - Einer der Höhepunkte zum diesjährigen Reformationsschwerpunkt.

Die teilnehmenden Kirchen zeigen sich in der "Langen Nacht" wieder von unterschiedlichsten Seiten und bieten u.a. Musik, Kirchenführungen, Ausstellungen, Meditationen oder Gottesdienste. Allein in der Erzdiözese Wien gibt es an diesem Abend etwa 170 Kirchenführungen und um die 350 Konzerte.
mehr…

Ökumene-Preis der katholischen und evangelischen Kirche vergeben

Festakt an der Universität Salzburg - Bischöfe Scheuer und Bünker verleihen Preis an Initiative "Vernetzte Ökumene Wien West" für Bemühungen um den christlich-jüdischen Dialog -
An der Universität Salzburg ist am Donnerstagnachmittag erstmals der Ökumene-Preis der katholischen und evangelischen Kirchen in Österreich verliehen wor- den. Der Preis ging an die Initiative "Vernetzte Ökumene Wien West", die sich u.a. um den christlich-jüdischen Dialog bemüht. Beim ausgezeichneten Siegerprojekt handelt es sich um einen Leitfaden für eine gemeinsame christlich-jüdische Gedenkstunde bzw. Einstimmung auf den "Tag des Judentums", der jedes Jahr am 17. Jänner begangen wird.
Hinter dem Ökumene-Preis stehen die Österreichische Bischofskonferenz, der Evangelische Oberkirchenrat A. und H.B. und die Evangelisch-methodistische Kirche. Der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der lutherische Bischof Michael Bünker überreichten den Preis an die Leiterin der "Vernetzten Ökumene", Elisabeth Lutter, und ihr Team. Der Jury gehörten die Leiterin der Religionsabteilung im ORF-Hörfunk, Doris Appel, der evangelische Pfarrer Michael Simmer und die Pastoraltheologin Prof. Regina Polak an.
mehr…

Schawuot-Fürbitte

Ende letzten Jahres erwähnte der Präsident des ICCJ, Philipp Cunningham, dass in seiner Pfarre die jüdischen Feiertage immer zum Anlass genommen werden, eine Fürbitte für das Wohlergehen der jüdischen Gemeinde auszusprechen. Dabei solle es nicht um ein Beten zur Bekehrung der Juden gehen, sondern darum, über die jüdischen Feiertage zu lernen und des jüdischen Lebens bewusst zu werden. Davon ließ sich der Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Beziehungen, Ferenc Simon, inspirieren. In Zusammenarbeit mit dem übrigen Vorstand des Koordinierungsausschusses formulierte er Fürbitten und Erläuterungen, die sich wie ein Lauffeuer über Facebook verbreiteten. Es begann zu Channukkah, das letztes Jahr genau auf Weihnachten fiel, und ging mit Pessach und Schawuot weiter. Wir möchten alle christlichen Gemeinden herzlich einladen, sich der Fürbitte anzuschließen und sie in den Gottesdienst aufzunehmen:

Schawuot-Fürbitte (31. Mai und 1. Juni 2017 oder zu Pfingsten)
Wir beten für das Wohlergehen der Jüdinnen und Juden dieser Stadt. Sie feiern in diesen Tagen das “Wochenfest”, an dem sie sich dankbar an den Empfang der Torah am Berg Sinai erinnern. Dieses „Fest der Ernte“, der „Tag der Erstfrüchte“, die „feierliche Versammlung“ ist Freude über Dein Wort, das Leben ermöglicht. Behalte in deinem auserwählten Volk diese Freude über Dein Wort.

Info:
WOCHENFEST
Am 6. und 7. Siwan
(31. Mai und 1. Juni 2017) findet das Wochenfest (Schawuot) statt. Es hat – wie die beiden anderen Wallfahrtsfeste – eine doppelte Bedeutung, eine auf die Natur bezogene und eine historische. In der biblischen Zeit war Schawuot nur das „Fest der Erstlinge“ und es wurden an diesem Tag im Jerusalemer Tempel zwei Weizenbrote geopfert, die aus dem Mehl der neuen Ernte hergestellt worden waren. Auch die Erstlinge anderer landwirtschaftlicher Produkte durften erst von Schawuot an als Opfer dargebracht werden. An dieses mit dem bäuerlichen Leben verknüpfte Fest der Erstlinge erinnert noch heute der Brauch, zu Schawuot die Synagogen mit frischem Grün und mit Blumen auszuschmücken.
Von weit größerer Bedeutung ist der religiös-historische Inhalt des Wochenfestes geworden. Nach der talmudischen Überlieferung ist Schawuot die Zeit der Verkündung der zehn Gebote am Berg Sinai, des ersten umfassend formulierten Sittengesetzes in der Geschichte der Menschheit, das sich auf eine als ewig gesetzte Norm gründet. Auf der Anerkennung dieser Gebote durch die Israeliten beruht der Bund zwischen Gott und dem Volke, das von Gott erwählt wurde, einen besonderen Auftrag zu erfüllen: die göttlichen Gebote zu befolgen und sie in der Welt zu verbreiten. Die Erwählung Israels, die Vorstellung von der besonderen Rolle der Juden besteht in der Erfüllung dieser speziellen Aufgabe, als ein heiliges, Gott verpflichtetes Volk zu leben, stellt also eine besondere Verpflichtung dar. In diesem Sinne ist die Formulierung „auserwähltes Volk“ zu verstehen, nicht aber bedeutet sie ein Vorrecht der Juden gegenüber anderen Menschen.
Quelle:
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/241.schawuot.html

Orthodoxes Ökumene-Bekenntnis trotz Hardlinern in eigenen Reihen

Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf, Erzbischof Job Getcha, im "Kathpress"-Interview über anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen, die Folgen des Panorthodoxen Konzils und den offiziellen katholisch-orthodoxen Dialog

Fundamentalistische, anti-ökumenische Bewegungen in einzelnen orthodoxen Kirchen sieht Erzbischof Job (Getcha) als ein, wenn nicht "das" große Problem innerhalb der Weltorthodoxie, das anstehende Reformen verhindert. Die Kirchenleitungen hätten Angst vor Hardlinern in den eigenen Reihen und scheuten innerkirchliche Konflikte, so Getcha im Interview mit "Kathpress". Trotzdem zeigte er sich grundsätzlich zuversichtlich. Zur Ökumene gebe es keine Alternative.

Der Erzbischof ist Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Weltkirchenrat in Genf und Ko-Vorsitzender der Offiziellen Internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission. Getcha hat dieser Tage Wien besucht, wo er u.a. an der Universität einen Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Orthodoxie und Chancen und Herausforderungen für die Ökumene hielt. Er traf sich zudem zu ausführlichen Beratungen mit den Verantwortlichen der Stiftung "Pro Oriente".

mehr…

Prof. Maximilian Gottschlich Unerlöste Schatten. Die Christen und der neue Antisemitismus

Wir möchten Sie gerne zu folgendem Vortrag im Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung einladen:
 
Mittwoch, 17. Mail 2017 um 18:30
 
Der Antisemitismus tritt heute in neuer Maske auf. Worin besteht sein modernes Erscheinungsbild? Welches sind die tieferen Ursachen für den neuen Judenhass? Und: Welche Konsequenzen ergeben sich für ein engagiertes Christentum - 50 Jahre nach dem offiziellen Bekenntnis der Kirche zum jüdischen Volk durch das Zweite Vatikanische Konzil? Mit diesen Fragen hat sich Maximilian Gottschlich ausführlich in seinem neuen Buch "Unerlöste Schatten. Die Christen und der neue Antisemitismus" (Verlag F. Schöningh 2015) beschäftigt.
 
Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ersuchen wir um eine Anmeldung unter
jife@vhs.at.
Wir ersuchen Sie die Information an Interessierte weiter zu leiten. Danke!
 
 
UnbekanntUnbekannt
 
Mit freundlichen Grüßen /
בברכה  / Best regards
 
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien
T: +43 1 891 74 153000
F: +43 1 891 74 353100
E-Mail:
jife@vhs.at
Internet:
www.vhs.at/jife
Die Wiener Volkshochschulen GmbH
Firmensitz: Wien | FN 304196y | Handelsgericht Wien

Luther-Film

Einladung Filmvorführung Luther

Lesenswert: Kathpress Schwerpunkt über Armenien

Armenien war das erste Land, das den christlichen Glauben zur Staatsreligion machte: Trotz langer Sowjetherrschaft gehören heute wieder 90 Prozent der Bevölkerung der armenisch-apostolischen Kirche an. Sie bildet eine wichtige Klammer für die Identität und Kultur der rund drei Millionen Einwohner.

Fakten und viel mehr auf Kathpress

CHRISTENVERFOLGUNG: „NUR DIE LIEBE KANN DEN HASS ÜBERWINDEN“

Kardinal Schönborn und Außenminister Kurz in der Kirche Maria vom Siege bei Gebetsversammlung zum Gedenken an die koptischen Märtyrer der jüngsten Zeit – Bischof Gabriel: Christentum wird gestärkt aus der Verfolgung hervorgehen
Nur die Liebe kann den Hass überwinden: Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Sonntagabend in der jetzt koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener Mariahilfer Gürtel beim Gebet für die verfolgten Christen. Der Wiener Erzbischof berichtete von seiner Begegnung im letzten Herbst mit den Familien der in Libyen von IS (Daesh)-Terroristen ermordeten koptischen Arbeitsmigranten. Auf den Gesichtern der Frauen dieser jungen Märtyrer sei kein Hass gewesen, keine Bitterkeit, ein großer Schmerz, aber auch ein Leuchten. „Hier wurde deutlich, dass ein Sieg errungen ist über den Hass“, sagte der Kardinal. Den koptischen Märtyrern der letzten Jahre, der koptischen Kirche insgesamt, sei für ihr Zeugnis zu danken, betonte Schönborn. Der Dank gelte aber auch dem ägyptischen Präsidenten Abd-el-Fattah al-Sisi, der in der im Bau befindlichen neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine Kathedrale für die Märtyrer bauen lasse als Zeichen, „dass der Hass Ägypten nicht auseinanderbrechen lässt“. Das Zeugnis der koptischen Märtyrer bedeute, dass „der Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt stärker sein wird als der Hass“.
mehr…

Ab jetzt gegenseitige Anerkennung der Taufe von Kopten und Katholiken

Eine historische Vereinbarung der gegenseitigen Anerkennung der Taufe wurde unterzeichnet zwischen der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche. In einer gemeinsamen Erklärung halten Papst Franziskus und Patriarch Tawadros II. fest, dass „die Taufe nicht zu wiederholen, die in einer unserer Kirchen einer Person gespendet wurde und die sich der anderen anschließen möchte“. Als Grund nennen sie „Gehorsam gegenüber den Heiligen Schriften und dem Glauben der drei Ökumenischen Konzilien in Nizäa, Konstantinopel und Ephesus“.

Quelle: Radio Vaticana

ÖKUMENEKREIS 19 UND VERNETZTE ÖKUMENE WIEN WEST

LADEN EIN ZUM
OFFENEN ÖKUMENISCHEN GESPRÄCH
MIT DEM
BISCHOF DER ALTKATHOLISCHEN KIRCHE
IN ÖSTERREICH
DR. HEINZ LEDERLEITNER

AM DONNERSTAG, 27. APRIL 2017, 19.00 UHR,
IN DER EVANGELISCHEN WEINBERGKIRCHE
1190 WIEN, BÖRNERGASSE 16


ZU FRAGEN WIE

  • DIE STRUKTUR DER ALTKATHOLISCHEN KIRCHE
  • SCHWERPUNKTE DER ALTKATH. KIRCHE IN DER ÖKUMENE-ARBEIT
  • STELLUNGNAHME ZUM EVANG. JAHRESTHEMA 2017
„FREIHEIT UND VERANTWORTUNG“
  • DIE ABENDMAHLSFRAGE
  • UND ANDERE

GÄSTE UND INTERESSIERTE SIND HERZLICH EINGELADEN!

Metropolit Arsenios: Ostern kann "jegliche Finsternis besiegen"

Wiener orthodoxer Metropolit in Osterbotschaft: Es geht nicht nur um ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern um die Änderung des eigenen Lebens

Ostern als "Fest der Feste" beschränkt sich nicht auf einige wenige Tage des liturgischen Jahres, denn es ist das "Hochfest der Hochfeste", das der ganzen Existenz der Christen erst Sinn verleiht. Das Osterlicht könne jegliche Finsternis besiegen, betonte der orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios (Kardamakis), in seiner Osterbotschaft.

Wörtlich stellte der Metropolit fest: "Zu Ostern erinnern wir uns nicht nur einfach an ein Ereignis aus der Vergangenheit, sondern leben heute die Bedeutung des Opfers Christi, nicht nur emotional, sondern existenziell, als Zeichen der Änderung unseres eigenen Lebens, als Möglichkeit der Umkehr und Rückkehr zu Ihm." Die österliche Freude sei dann wahrhaft, wenn dieses Fest der Anlass wird, "das Reich Gottes zu leben", wenn "der alte Mensch zu neuem Leben geführt wird, zum Leben der Auferstehung".

Es sei sein Wunsch, so der Metropolit, dass das "Licht der Auferstehung Christi" die Schritte und den Weg der Menschen erleuchten möge: "Es erfasse mit seinem Schein die Familien und jeden einzelnen persönlich, damit sich das Leben an diesem unauslöschlichen Licht ausrichte, dem es möglich ist, jegliche Finsternis zu besiegen und die menschliche Existenz zu erleuchten."

Im Hinblick darauf, dass heuer "westliches" und "östliches" Osterfest auf den 16. April zusammenfallen, hatte sich Metropolit Arsenios vor kurzem in einem "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nicäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März. Frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April.

Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender. Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später, daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen.

Der nächste gemeinsame Ostertermin fällt auf das Jahr 2025. In diesem Jahr wird zugleich auch das 1.700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa gefeiert. Es war das erste Konzil der damals noch ungeteilten Kirche. Teilnehmer waren die Bischöfe aus allen Teilen des Römischen Reiches. Von den Bischöfen aus anderen Staaten (etwa dem Persischen Reich usw.) konnten nur wenige teilnehmen.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Hier:
Die Osterbotschaft von Metropolit Arsenios im Wortlaut.

Metropolit Arsenios: Gedanken zum Osterfest

Hier: Die Osterbotschaft von Seiner Allheiligkeit Patriarch Bartholomaios im Wortlaut.

ÖSTERREICH: ÖKUMENE SOLIDARISCH MIT DEN KOPTEN

Vorsitzender des Ökumenischen Rates, Thomas Hennefeld, „entsetzt und betroffen“ über die Anschläge auf Kirchen in Tanta und Alexandrien – „Aber das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod“

Die Solidarität mit den ägyptischen Christen angesichts des Doppelattentats auf Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Landessuperintendent Thomas Hennefeld (evangelisch-reformierte Kirche), in einem Schreiben an den für Österreich zuständigen koptischen Bischof Gabriel zum Ausdruck gebracht.

Wörtlich betonte Hennefeld in dem Schreiben: „Ich bin entsetzt und betroffen über die furchtbaren Anschläge mit vielen Toten und Verletzten in Tanta und Alexandrien. Besonders erschüttert bin ich darüber, dass der Angriff koptischen Kirchen galt, in denen Menschen den Gottesdienst zum Palmsonntag feierten. Ich bin in diesen Stunden in Gedanken und in meinen Gebeten bei unseren koptischen Geschwistern, die diesen Anschlägen zum Opfer gefallen sind. Mein Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen ebenso wie der koptischen Kirche in Österreich. In wenigen Tagen feiern wir Ostern. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag in der westlichen und östlichen Christenheit zusammen. Das Osterfest ist der Sieg des Lebens über den Tod. Möge trotz aller Trauer und allen Schreckens diese österliche Botschaft den Menschen Trost und Kraft geben“.

„AM KARFREITAG KOMMT DIE RADIKALITÄT DER LIEBE GOTTES GANZ BESONDERS ZUM AUSDRUCK“

Gedanken zu Karfreitag und Ostern von ÖRKÖ-Vorsitzendem Landessuperintendent Thomas Hennefeld

„Am Karfreitag kommt die Radikalität der Liebe Gottes ganz besonders zum Ausdruck.“ Das betont der ÖRKÖ-Vorsitzende Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus die Spirale der Gewalt durchbrochen; nicht Macht und Gewalt werden am Ende siegen sondern Frieden und die Liebe Gottes. Hennefeld. „Die Liebe Gottes ist stärker als der Tod und überwindet alles Böses.“ Der Karfreitag und der Ostersonntag gehören deshalb auch untrennbar zusammen, betont der Landessuperintendent: „Wir sollen in österlicher Freude das leben, was Jesus uns vorgelebt hat – gewaltfrei und im Einsatz für den Frieden.“

Quelle: oekumene.at

Gastvortrag zum Thema „The Orthodox Church in the Diaspora - Chances for Ecumenism“

A3_Plakat_Orthodox_Church
 
Erzbischof Job (Getcha) von Telmessos ist als ständiger Repräsentant des Ökumenischen Patriarchats beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf eine der wichtigsten Persönlichkeiten auf ökumenischen Gebiet von Seiten der Orthodoxie. In seinem Vortrag wird er über die Chancen und Möglichkeiten der orthodoxen Diaspora für das weite Feld der Ökumene sprechen, das er aus eigener Erfahrung sehr gut kennt. Als neuer Ko-Präsident [Nachfolger von Metropolit Johannes (Zizulas) von Pergamon] in der offiziellen, internationalen orthodox-katholischen Dialogkommission sind ihm die noch bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur sichtbaren Einheit wohl bekannt. Trotzdem bekennt er sich ohne Einschränkung zur Weiterführung und Intensivierung des ökumenischen Dialogs. 
 
Link zur Veranstaltungswebsite:
http://ht-ktf.univie.ac.at/news-events/detail/news/the-orthodox-church-in-the-diaspora-chances-for-ecumenism/
 

Orthodoxer Metropolit Arsenios für gemeinsamen Ostertermin

Ostern___Glanz_der_Auferstehung-P9220402
Alle Christen feiern heuer Ostern ausnahmsweise am gleichen Termin - Wiener Metropolit für mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste in der Osterzeit, um Einheit der Christen stärker zum Ausdruck zu bringen

2017 feiern alle 2,3 Milliarden katholische, evangelische und orthodoxe Christen das Osterfest zum gleichen Zeitpunkt. Das ist freilich eher selten, denn meistens feiern Ost- und Westkirche nicht am gleichen Tag. Der orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) hat sich im "Kathpress"-Interview dafür ausgesprochen, die Bemühungen für einen gemeinsamen Ostertermin zu intensivieren, um endlich immer gemeinsam das höchste Fest der Christenheit zu begehen. "Ostern sollte von allen Christen gemeinsam gefeiert werden", so der Metropolit wörtlich. Damit würden die Kirchen auch dem Willen Jesu entsprechen, "dass wir alle eins sind". Unabhängig vom Termin würde er sich aber auch mehr gemeinsame ökumenische Gottesdienste oder auch Gebetsfeiern in der Osterzeit wünschen, so der Metropolit.

Als Ostertermin hat das Konzil von Nizäa 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Als Frühlingsbeginn gilt dabei der 21. März; frühester Ostertermin ist deshalb der 22. März, spätester der 25. April. Seit dem 16. Jahrhundert folgen östliche und westliche Kirchen zur Berechnung des Ostertermins aber unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und byzantinisch-unierten Kirchen richten sich nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender, katholische und evangelische Kirche folgen dem 1582 von Papst Gregor XIII. reformierten Gregorianischen Kalender.

Gegenüber dem Gregorianischen Kalender liegt der 21. März des Julianischen Kalenders aber derzeit 13 Tage später; daher verschiebt sich das orthodoxe Osterfest manchmal um eine Mondphase. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Dazu kommt, dass in der orthodoxen Tradition das Osterfest auch nie vor dem jüdischen Pessachfest gefeiert wird, was dann nochmals zu Verschiebungen führen kann.

Einen konkreten Schritt hin zu einem gemeinsamen Termin hat die katholische Kirche im Nahen Osten gesetzt, wo sich die katholischen Minderheitskirchen in vielen Ländern an den Ostertermin der orthodoxen und altorientalischen Mehrheitskirchen richten. Metropolit Arsenios griff diesen Gedanken im "Kathpress"-Gespräch auf. So könnten im Umkehrschluss auch die orthodoxen Kirchen im Westen gemeinsam mit den Katholiken und Protestanten feiern. Er persönlich würde dies für sinnvoll erachten. Wenn es in der Debatte um einen gemeinsamen Ostertermin nicht bald substanzielle Fortschritte gibt - und danach sieht es derzeit nicht aus - dann feiern die Christen erst wieder 2025 gemeinsam Ostern.

Weitere Meldungen und Hintergrundberichte rund um Ostern bietet ein Kathpress-Themenpaket unter
https://www.kathpress.at/ostern.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Pessach: Kirchliche Glückwünsche an Kultusgemeinde

Koordinierungsausschuss-Präsident Jäggle: Heute können sich Christen und Juden gemeinsam den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen

Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, hat am Freitag in einem Schreiben Oberrabbiner Arie Folger und den Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich zum Pessach-Fest (heuer 11. bis 18. April) gratuliert. Wie Jäggle schreibt, sei in den letzten Jahrhunderten die nahe Osterzeit eine bedrohliche Zeit für Jüdinnen und Juden gewesen. Die christliche Judenfeindschaft sei insbesondere in der Karwoche und durch die Passionserzählungen angeheizt worden. Doch die christlichen Gemeinden seien sich ihrer schuldbehafteten Vergangenheit bewusst.

Das Wissen um diese Vergangenheit befreie, so Jäggle, und führe "heraus aus der Feindschaft der Vergangenheit über die langen Wege der Annäherungsversuche und des Dialogs mit dem Judentum hin zu einem Ort der Unterstützung und Freundschaft." Heute könnten "Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden einander in Verschiedenheit wertschätzen, voneinander lernen und sich Seite an Seite den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen", so der Präsident des Koordinierungsausschusses.

Weltweit feiern mehr als 15 Millionen Juden das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Pessach (auch Passah, Pascha) ist eines der wichtigsten Familienfeste. Der Name Pessach bedeutet auf Hebräisch "Vorüberschreiten". Er erinnert daran, wie die Israeliten in der Nacht vor ihrem Auszug aus Ägypten ihre Hauspfosten mit dem Blut von geschlachteten Lämmern markierten, so dass ihre Familie verschont blieben, während sonst alle Erstgeborenen im Land starben.


Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Ostern und Pessach

31326co_600
Christus, die große Sonne, erlischt keinem für immer, den sein Strahl einmal durchleuchtet. Er ist vergraben im umwölktesten Herzen, und es kann stündlich geschehen, dass er aufersteht.

Teresa von Avila



Ihnen allen gesegnete Ostern!




Pasted Graphic
Die neue Brauer-Haggada mit Szenen biblischer Ereignisse - Foto: Arik Brauer

10. April – Beginn des Pessachfestes: Das Pessachfest erinnert an die Befreiung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Sklaverei und an die Rettung beim Durchzug durch das Rote Meer. Das siebentägige Fest beginnt am Sederabend mit einem Synagogengottesdienst und einem Festmahl im Familienkreis.
Chag Sameach!

Nachschlagewerk listet christliche Irrtümern über Juden auf

Herausgeber: Alte Bilder vom liebevollen Vater des Neuen Testaments im Gegensatz zum zornigen Gott des Alten Bundes sind immer noch lebendig

Unter dem Titel "Von Abba bis Zorn Gottes. Irrtümer aufklären - das Judentum verstehen" hat der Gesprächskreis "Juden und Christen" beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ein "Handbuch" vorgelegt. Die von Paul Petzel und Norbert Reck herausgegebene Sammlung von 58 Stichwörtern aus Gebieten, in denen Judentum und Christentum einander berühren, analysiert Begrifflichkeiten und damit verbundene Irrtümer rund um das Judentum.

Trotz aller Erneuerung seien die alten Bilder vom liebevollen Vater des Neuen Testaments im Gegensatz zum zornigen Gott des Alten leider immer noch lebendig, so die Herausgeber. Das Buch wolle die alten Irrtümer aufdecken und Anregungen geben, wie stattdessen im Lichte der christlichen Neubestimmung des Verhältnisses zum Judentum von ihnen gesprochen werden könne.

Über 30 Fachleute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Juden und Christen wirkten an dem Nachschlagewerk mit, das von der Deutschen Bischofskonferenz, der Waldenfels-Born-Stiftung sowie der Buber-Rosenzweig-Stiftung und dem ZdK unterstützt wird.

Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at

Hier zu Bestellen

Über das Fasten

31116co_600
Als ein geistliches Unterfangen ist das wahre Fasten nicht zu trennen vom unaufhörlichen Gebet und von der aufrichtigen Umkehr. „Umkehr ohne Fasten ist nutzlos“ (Basileios der Große, Über das Fasten 1,3: PG 31 ,168A), ebenso wie Fasten ohne Werke der Barmherzigkeit tot ist, besonders heutzutage, wo die ungleiche und ungerechte Verteilung von Gütern ganze Völker ihres täglichen Brotes beraubt. „Da wir leiblich fasten, Brüder, lasst uns auch geistig fasten. Lasst uns jedes Band der Ungerechtigkeit zerreißen und jegliche Fessel des gewaltsamen Umgangs lösen. Lasst uns jedes ungerechte Urteil ablegen und den Hungrigen Brot geben und in unseren Häusern die Armen willkommen heißen, die kein Dach über dem Kopf haben“ (Sticheron in der Vesper vom Mittwoch der ersten Fastenwoche; vgl. Jes 58‚6-7). Fasten kann nicht auf den schlichten und formellen Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel reduziert werden. „So reicht es für ein lobenswertes Fasten nicht aus, auf Nahrungsmittel zu verzichten, lasst uns vielmehr in einer annehmbaren Weise fasten, die Gott wohlgefällig ist. Wahres Fasten wendet sich gegen das Böse, es ist Enthaltsamkeit der Zunge.; es bedeutet, den Zorn im Zaum zu halten und ist Trennung von Lüsten‚ übler Nachrede, Lüge und Meineid. Verzicht auf diese Dinge ist das wahre Fasten, und solch ein Fasten ist gut“ (Basileios der Große, Über das Fasten 2,7: PG 31, 196D). Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel beim Fasten und Mäßigung, nicht nur in dem, was wir essen, sondern auch wie viel wir essen, stellt den sichtbaren Aspekt dieses geistlichen Unterfangens dar. „Im wörtlichen Sinne ist Fasten Verzicht auf Nahrung, doch Nahrung macht uns weder mehr noch weniger gerecht. lm geistlichen Sinne ist es jedoch klar, dass für jeden von uns das Leben aus der Nahrung kommt und der Mangel von Nahrung ein Symbol des Todes ist, und folglich müssen wir uns notwendig weltlicher Dinge enthalten, damit wir der Welt sterben und daraufhin, dank der Teilhabe an der göttlichen Nahrung, in Gott leben“ (Klemens von Alexandrien, Von der prophetischen Ekloge: PG 9, 704D — 705A). Folglich betrifft das wahre Fasten das gesamte Leben der Glaubenden in Christus und wird gekrönt durch ihre Teilnahme am Gottesdienst, insbesondere am Mysterium der Heiligen Eucharistie.

Die Bedeutung des Fastens und seine Befolgung heute, Art. 3 (aus: Die offizielle Dokumente der orthodoxen Synode auf Kreta 18. bis 26. Juli 2016)

Ökumenische Ostervesper 2017 mit der koptischen Gemeinde

2017 OSTERVESPERPlakat (002)

Vielfältige Fastenzeit in den christlichen Kirchen

VON ASCHERMITTWOCH BIS OSTERN
Vielfältige Fastenzeit in den christlichen Kirchen - Wie, wann und warum katholische, orthodoxe und evangelische Christen fasten ...

Mit dem Aschermittwoch beginnt für die meisten Christen in aller Welt (mit Ausnahme der Gläubigen der Ostkirchen) die vorösterliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. In ihr bereitet sich die Christenheit auf Ostern vor, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Dabei sind die Gläubigen eingeladen, sich erneut auf die Grundlagen christlicher Existenz zu besinnen. Daher stehen Buße, Reinigung und Umkehr im Zentrum der Fastenzeit.

Den Beginn der Fastenzeit markiert das Aschenkreuz, das den Gläubigen am Aschermittwoch auf die Stirn gezeichnet wird. Bereits in alttestamentlicher Zeit (z.B. im Buch Jona oder im Buch Hiob) diente die Asche als Zeichen der Buße. Am Aschermittwoch legt es der Priester mit den Worten auf die Stirn: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst." Üblich ist dabei auch der Ausspruch: "Kehre um und glaube an das Evangelium" - ein Aufruf zur Wegkorrektur und zur Besinnung auf Christus als Zentrum des christlichen Glaubens.

Der Aschenritus stammt aus dem 11. Jahrhundert und damit aus jener Zeit, in der die Büßer öffentlich am Aschermittwoch aus der Kirche ausgeschlossen und als Zeichen der Buße mit Asche bestreut wurden. Erst am Gründonnerstag wurden sie feierlich wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.
mehr…

Symposium in Wien: Bischofsamt soll Amt der Einheit sein

Pasted GraphicDas Bischofsamt soll zur Einheit führen, sowohl innerhalb der Kirchen als auch im ökumenischen Kontext: Das war der Tenor eines Symposion zur Rolle des Bischofsamts in den christlichen Konfessionen am Freitagabend in Wien. Der österreichische Militärbischof Werner Freistetter sagte dabei, ein Bischof sei nicht ein "einzeln schwebender Gipfel", sondern vielmehr Teil eines vielfältigen Netzwerks von Menschen, die in ihrem Wirkungsbereich für die Diözese sorgen. Ein guter Bischof müsse die Fähigkeit haben zuzuhören und auf alle Seiten einzugehen. In diesem Sinne sei das Bischofsamt auch im ökumenischen Kontext ein Verbindendes.

Die Stellung eines Bischofs betrachte er deswegen weniger als Position der Macht, denn als Position der Vollmacht, fügte der Militärbischof hinzu. Ein Bischof habe zwar die Vollmacht erhalten über verschiedene Sachverhalte zu entscheiden; vollzogen werden sollten diese aber immer nur innerhalb eines gemeinsamen Beratens im Kollektiv.
mehr…

HERZLICHE EINLADUNG - SAVE THE DATE

VERANSTALTUNGEN 2017

HERZLICHE EINLADUNG - SAVE THE DATE

2017-03 Passionsgedenken (ökum) 2017, Einladung


Freitag, 5. Mai 2017, 19.00 Uhr, Auferstehungskirche, 1070 Wien, Lindengasse 44a

"Nacht der Bibel" zu Gast in Wien! Barbara Auer und Peter Lohmeyer bringen die Bibel als Gesamterzählung zu Gehör! Umrahmung: Trio "Echoes of Scripture".
Eintritt € 15.-

Die Nacht der Bibel

Eine Fülle von biblischen Groß- und Kleinsterzählungen stellen die Geschichte des Schöpfers mit seinen Geschöpfen dar als eine Geschichte, die neu zu denken ermöglicht. Vom ersten Buch Mose bis zur Johannes-Apokalypse, von der Schöpfung bis zur Neu-Schöpfung kommen grundlegende Texte der ganzen Schrift zur Sprache, die erzählen, was bisher geschah und was man noch getrost erwarten kann. Stefan Alkier, Professor für Neues Testament im Fachbereich für Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hat die "Nacht der Bibel" entworfen, die den Zusammenhang der Bücher des Alten und des Neuen Testaments als große Erzählung erschließt.

Die durch die Verknüpfung ausgewählter Bibeltexte entstehenden Erzählsequenzen werden musikalisch interpretiert von dem Trio "Echoes of Scripture", das eigens für die "Nacht der Bibel" gegründet wurde. Thomas Alkier ist Professor für Schlagzeug und Rhythm Section Training der Folkwang-Universität Essen und einer der renommiertesten Schlagzeuger Europas. Das Trio spielt Eigenkompositionen, die mit den biblischen Erzählsequenzen interagieren.

Die sprachliche Vielfalt der Bibel findet ihren Niederschlag in den unterschiedlichen Bibelübersetzungen von Luther, Zürcher, Buber/Rosenzweig, Kinderbibeln u.a. Die aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler Barbara Auer und Peter Lohmeyer bringen die Bibel mit Hilfe dieser Übersetzungen als Gesamtkunstwerk neu zum Sprechen.

Die Reformation hat die Bibel dem Volk wiedergegeben. Aus einer unverständlichen, fremden Schrift wurde ein schöpferisches Sprachereignis, das allen zugänglich sein sollte. Die "Nacht der Bibel" möchte dieses inspirierende Sprachereignis, die Urkunde christlichen Glaubens und die Quelle künstlerisch-kulturellen Schaffens für alle neu erlebbar machen, die "Sinn und Geschmack für das Unendliche" (Friedrich Schleiermacher) haben.

Wir laden Euch zu diesem großartigen Angebot im Reformationsgedenkjahr herzlich ein! Wir freuen uns auf ein zahlreiches Wiedersehen!
Lisa & Joachim (Lutter)
Ökumene-Beauftragte


2017-06 Ökum.Pfingstagung 2017 plakat
Diözesanforum für ökumenische Fragen – Ökumene-Ausschuss des Vikariats Wien-Stadt – Stiftung Pro Oriente
ÖKUMENISCHES SYMPOSION IM REFORMATIONS-GEDENKJAHR

Was bleibt von 2017?
Mögliche Ansätze für die Ökumene nach dem Reformations-Gedenkjahr
aus katholischer und reformierter Sicht reformatorischer?
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 18.00 Uhr,
Curhaus – Stephani-Saal
1010 Wien, Stephansplatz 3 (Halbstock)

PROGRAMM
Einführung: Univ.Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender des Wiener Diözesanforums für ökumenische Fragen
Die historische Begegnung von Lund und die „Fünf Imperative“

Statements der KirchenvertreterIn:
Landessuperintendent Pfarrer Thomas Hennefeld (Evang.H.B.)
Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
Die Grundanliegen der Reformation, auch aus der Sicht Calvins und Zwinglis,
und ihre gesellschaftliche Übersetzung bis heute

Dr. Dorothea Haspelmath-Finatti (Evang.A.B.)
Die Liturgie und ihre Funktion für die Ökumene

Univ.Prof.i.R. Pfarrer DDr. Hubert Ritt
Mitglied der päpstlichen Bibelkommission
Impulse für die Ökumene aus der Bibel

Anfragediskussion – Moderation: Prof. Erich Leitenberger


Spiritueller Abschluss

Im Anschluss bitten wir zu einer Agape.

Schönborn betont gemeinsamen Auftrag der Kirchen

IMG_1314Die gemeinsame Sendung der Kirchen in der Welt, die wesentlich bedeutender ist als alle Unterschiede, stand im Mittelpunkt des traditionellen Ökumenischen Empfangs von Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend in Wien. "Was uns verbindet und zusammenbringt ist der eine Name Jesu Christi", sagte Schönborn. Das müsse etwa auch die Leitlinie für das Reformationsjubiläum 2017 sein. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres dürfe nicht die Spaltung der Kirchen stehen, sondern deren gemeinsamer Auftrag und das gemeinsame ständige Bemühen um Erneuerung.

Schönborn zeigte sich in seinen Ausführungen sichtlich bewegt über jene Angehörigen der koptischer IS-Opfer, die er im vergangenen Herbst in Ägypten getroffen hatte. 20 junge ägyptische Kopten und ein Afrikaner aus Ghana waren wegen ihres christlichen Glaubens im Februar 2015 in Libyen von IS-Terroristen bestialisch ermordet worden. Die Tat wurde über ein Internetvideo bekannt. Schönborn besuchte deren Familienangehörige in der oberägyptischen Stadt Samalut und nahm sich Zeit für die Geschichte jeder einzelnen Familie. Im Anschluss segnete er alle.mehr…

Dekanatskonferenz mit Schwerpunkt Ökumene

IMG_1313
Zum dritten Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dekanatskonferenz vom Dekanat 2 Gäste in der serbisch-orthodoxen Kirche Auferstehung Christi. Die Idee zur Einladung stammte vom Dechant Ferenc Simon: "In Begegnung und Gespräch können wir die Orthodoxe Kirche besser kennen und verstehen lernen". Pfarrer Drago Vujic und seine Mitarbeiter begrüssten uns und gewährten den Teilnehmern die berühmte serbische Gastfreundschaft. Zur großen Freude aller war S.E. der serb.-orth. Bischof Andrej anwesend. Der Bischof lobte die Idee und Durchsetzung einer solchen Konferenz. Er ermutigte die TeilnehmerInnen weiter auf diesem Weg zu bleiben. Danach folgte ein reges Gespräch über das Thema Reformation und die Kirchen. Eingeladen waren die Pfarrer und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Pfarren des Dekanates 2, sowie die evangelische Pfarre Am Tabor.



Historiker: Orthodoxe Kirche hat in Österreich lange Geschichte

asset-9cb0fc486f854a9ef0c8Nicht erst die Gastarbeiterbewegung der 1960-er und 70-er Jahre ist der Beginn orthodoxen Lebens in Österreichs. Tatsächlich reicht die Geschichte und Präsenz der Orthodoxen Kirche in Österreich weit in das 17. Jahrhundert zurück. Das unterstrich Mihailo Popovic im Rahmen eines Vortrags am "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID)" am Donnerstagabend. Schon damals habe eine erste massive Wanderungsbewegung mit direkter Auswirkung auf die österreichischen Kronländer eingesetzt, so der Historiker und Byzantinist.mehr…

Reformationsjubiläum: Aufbruchsstimmung bei Evangelischen Kirchen

Pasted Graphic
Gerechtigkeit, Friede und die Bewahrung der Schöpfung: Diese drei Leitbegriffe sollen das Reformationsjubiläum 2017 in Österreich prägen, wie der lutherische Bischof Michael Bünker bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien sagte. 500 Jahre Reformation seien kein Anlass für eine nostalgische Rückschau, sondern eine Anfrage an die evangelischen Kirchen: "Was ist unser Auftrag als Kirchen heute? Welchen Beitrag geben wir für das Zusammenleben hier in Österreich?" Reformation bedeute, "die Welt verändern, mit Hoffnung, Zuversicht und Leidenschaft", vermittelte Bünker eine gewisse Aufbruchstimmung unter den mehr als 300.000 evangelischen Christen in Österreich.mehr…

Kirchen warnen vor Populismus in Politik und Religion

_Tag_des_Judentums_-judentum1
Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der römisch-katholischen Pfarre St. Johann Nepomuk in Wien-Leopoldstadt gedachten die christlichen Kirchen am Dienstagabend ihrer jüdischen Wurzeln und ihrer Verantwortung für den mitverschuldeten Antijudaismus und Antisemitismus. Zu dem Gottesdienst am "Tag des Judentums" (17. Jänner) eingeladen hatte der Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). Für die Predigt verantwortlich zeichnete der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der aber erkrankt war. Im christlich-jüdischen Dialog gehe es um das "Überschreiten von Grenzen und das gegenseitige Zuhören", womit sich so manches Vorurteil überwinden lasse, zitierte deshalb die methodistische Pastorin Esther Handschin aus dem Predigtmanuskript Lederleitners. mehr…

NEUJAHRSEMPFANG DER SERBISCH-ORTHODOXEN KIRCHE

Dank für das Vertrauen und die großzügige Hilfe der kommunalen und staatlichen Behörden wie auch der Ökumene

Den Dank für das Vertrauen und die großzügige Hilfe der kommunalen und staatlichen Behörden - wie auch der Ökumene - gegenüber der serbisch-orthodoxen Kirche brachte Bischof Andrej (Cilerdzic) am Samstagabend beim Neujahrsempfang seiner Kirche zum Ausdruck. Der Neujahrsempfang in der serbisch-orthodoxen Kirche zur Auferstehung Christi in der Engerthstraße in Wien-Leopoldstadt – einer eindrucksvoll zum Gotteshaus umgebauten früheren Tramway-Remise – begann mit einem feierlichen Vespergottesdienst in deutscher Sprache, an den sich ein Konzert zweier serbischer Chöre und dann der Empfang im Gemeindesaal anschloss.

Bischof Andrej , der aus Düsseldorf stammt, berichtete, wie er schon als Kind beim Bau der von seinem Vater initiierten serbischen Kirche St. Sava in der nordrheinischen Stadt die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommunalbehörden erlebt habe. In seiner Zeit im Belgrader Patriarchat hätten ihn dann immer wieder die schönen Empfänge in der österreichischen Botschaft beeindruckt. Umso mehr habe es ihn gefreut, dass in seiner Wiener Eparchie vor zwei Jahren die Initiative für einen alljährlichen Neujahrsempfang entstanden sei. Mit einer Weihnachtsgeschichte machte der serbische Bischof deutlich, wie wichtig es ist, rasche Vorurteile noch einmal zu überprüfen und sie damit auch zu überwinden. Ausdrücklich dankte Bischof Andrej auch Kardinal Christoph Schönborn für die Schenkung der Neulerchenfelder Kirche, wo sich bei der Liturgie am Sonntag mittlerweile jetzt oft 1.000 serbische Gläubige einfinden.

An dem Neujahrsempfang nahmen u.a. der serbische Botschafter Pero Jankovic, Sektionschef Matthias Tschirf, der Leopoldstädter SP-Klubobmann Christoph Zich, der bisherige Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Lothar Pöll, und der Pfarrer der benachbarten katholischen Pfarre St. Johann Nepomuk, Konstantin Spiegelfeld, teil.

Quelle: Pro Oriente

Trauer um armenischen Alterzbischof Mesrob Krikorian

Mesrob_Krikorian-20141105_0813Der seit 1959 in Wien wirkende armenisch-apostolische Theologe war einer der großen Vorkämpfer und Wegbereiter der Ökumene
Mit der armenisch-apostolischen Kirche trauern alle christlichen Kirchen in Österreich um den emeritierten armenischen Erzbischof Mesrob Krikorian, der am Samstag im 85. Lebensjahr gestorben ist. Krikorian war einer der Vorkämpfer der Ökumene in Österreich. Besonders verbunden war er auch mit der Stiftung "Pro Oriente", wie diese mitteilte. Seit 1959 wirkte Krikorian als Seelsorger in Österreich. In der offiziellen Mitteilung aus Etschmiadzin wird der Tod von Erzbischof Krikorian als "großer Verlust für die armenisch-apostolische Kirche" bezeichnet. Katholikos-Patriarch Karekin II., der Oberste Geistliche Rat der armenischen Kirche und der ganze Klerus seien in tiefer Trauer wegen des Heimgangs von Erzbischof Krikorian.mehr…

Wien: Gedenken an Auslöschung jüdischen Lebens 1938

Noch nie waren die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten positiven Dialog zwischen Christen und Juden so gut wie jetzt. Zugleich dürfe die schuldbeladenen Geschichte niemals in Vergessenheit geraten: Das war der Tenor einer christlich-jüdischen Veranstaltung im Wiener Bezirksamt Fünfhaus im Gedenken an den Turnertempel. Der Turnertempel im 15. Bezirk wurde nach der Synagoge in der Seitenstättengasse und dem Leopoldstädter Tempel als dritte Synagoge Wiens erbaut. Er wurde im November 1938 im nationalsozialistischen Furor der "Reichspogromnacht" völlig zerstört und niedergebrannt. Ein wertvolles Kulturgut und ein religiöser Ort wurde ausgelöscht, während Passanten und Nachbarn einfach zusahen und auch die Feuerwehr nichts gegen den Brand unternahm.
mehr…

Was das Judentum der Welt schenkt

Oberrabbiner Arie Folger, die höchste religiöse Instanz des Judentums in Österreich, schweigt kurz: Auf die Frage, welches Buch der Hebräischen Bibel er am meisten schätzt, sagt er nach einigen Augenblicken des Nachdenkens: „Eine besondere Inspiration beziehe ich aus Esra-Nehemia.“ Warum?
 
„Weil Esra und Nehemia in einem Umfeld werkten, in dem Juden lange keine jüdische Erziehung hatten.“ Die Juden kamen damals aus dem Babylonischen Exil zurück nach Israel. Und sie mussten wieder lernen, jüdisch zu leben. Folger: „Am ersten Tag des siebten Monats kommen sie zu Esra und sagen: Wir wollen Torah lernen, was ist das Judentum? Und sie lesen sechs Stunden lang aus der Torah. Am nächsten Tag lesen sie weiter. Und dann entdecken sie das Laubhüttenfest, das bald gefeiert werden soll.“
 
Solche Szenen hat Folger schon öfters erlebt, wenn Leute den Weg zurück zu ihrem Judentum finden. „Dass diese Menschen das Judentum dann neu als Bereicherung empfinden, das gibt mir Mut“, sagt der Oberrabbiner.
 
Herr Oberrabbiner, wenn Sie das Judentum in wenigen Sätzen erklären müssten, wie würden diese Sätze lauten?

Arie Folger: Das jüdische Volk sieht sich als auserwähltes Volk mit einem bestimmten Auftrag, um eine Art Gesellschaft aufzubauen, damit bestimmte, von Gott erwünschte Werte in die Welt eindringen. Eine Gesellschaft, die quasi als Modell-Gesellschaft dienen kann, woraus Leute sich inspirieren lassen können.

Der Plan, wie diese Gesellschaft aufzubauen ist, basiert auf der Torah als Verfassung. Das Zentrum dieser Gesellschaft ist das Heilige Land und die jüdischen Gemeinden weltweit sind die Satelliten dieser Gesellschaft.
 
Was ist das Geschenk des Judentums an die Menschheit?
mehr…

"Christlicher Einheitsbrei ist nicht das Ziel"

Rudolf_Prokschi-prokschi2
Vom Einsatz für die Einheit der Christen - die Ökumene - hängt die Glaubwürdigkeit der Kirchen ab: Das hat der Wiener Ökumene-Experte Prof. Rudolf Prokschi in der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" dargelegt. Bei der Ökumene gehe es nicht um den "christlichen Einheitsbrei" des kleinsten gemeinsamen Nenners aller Kirchen, sondern letztlich um "die Einheit aller, die auf den dreifaltigen Gott getauft sind", betonte der Theologe. Wichtig sei es dabei, dass diese Einheit in der gemeinsamen Teilnahme an der einen Kommunion zum Ausdruck komme, so Prokschi in einem Interview zur bevorstehenden Weltgebetswoche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Jänner).

Es gebe viele Unterschiede und auch "theologische Spitzfindigkeiten" zwischen den christlichen Kirchen, "die aber sicher nicht kirchentrennend sind", zeigte sich der Fachmann überzeugt. Oft würden diese Unterschiede die pastorale Praxis betreffen, die sich in den verschiedenen Traditionen anders entwickelt hat. Was die theologischen Kernaussagen des gemeinsamen christlichen Glaubens an Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu betrifft, so seien diese auf den ersten Konzilen (Nicäa 325 und Konstantinopel 381) im Großen Glaubensbekenntnis noch vor der ersten Kirchenspaltung festgelegt worden, so Prokschi: "Dieser Grundlagentext ist für alle Kirchen verbindlich."

Auf die entscheidenden Knackpunkte im Verhältnis zwischen katholischer und evangelischer Kirche angesprochen, meinte der Ökumene-Experte, dass in erster Linie das unterschiedliche Kirchen- und Amtsverständnis von entscheidender Bedeutung sei. Damit hängten dann auch das Eucharistieverständnis und die Sakramentenlehre zusammen. Prokschi: "Es ist meines Erachtens ein wesentlicher Unterschied, ob man von einer sakramentalen Weihe oder von einer Ordination spricht. Mit dieser Frage müssen sich auf jeden Fall die Experten beider Seiten noch intensiv beschäftigen."

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) habe sich in der Ökumene sehr viel getan, erinnerte Prokschi. Leider sei diese "Erfolgsgeschichte" für viele schon in Vergessenheit geraten bzw. überhaupt nicht präsent, weil viele erst nachher geboren wurden. Man müsse zum einen wohl zugeben, "dass es immer wieder auch Rückschläge gab und die aktuelle Situation von manchen als Stillstand empfunden wird". Dennoch gebe es auch in der jüngsten Geschichte immer wieder ökumenische Highlights, so Prokschi. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch von Papst Franziskus im schwedischen Lund zur Eröffnung des Reformationsjubiläums.

Zur Weltgebetswoche publiziert "Kathpress" ein Themenpaket, das laufend erweitert wird und unter
www.kathpress.at/oekumene abrufbar ist.

Quelle: Kathpress

WELTGEBETSWOCHE FÜR DIE EINHEIT DER CHRISTEN VON 18. BIS 25. JÄNNER

Pasted Graphic 1Internationales Leitthema heuer im Zeichen des Reformationsjubiläums - Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich am 20. Jänner in Wien
 
Von 18. bis 25. Jänner findet die "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Während der Gebetswoche kommen weltweit Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Das internationale Leitthema der Woche ist heuer dem Reformationsjubiläum geschuldet und stammt aus dem zweiten Korintherbrief: "Die Liebe Christi drängt uns." Die damit in Zusammenhang stehenden liturgischen Materialien wurden von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland vorbereitet.

Wie es in einer Aussendung des Weltkirchenrates heißt, stehen heuer im Rahmen der Weltgebetswoche zwei Akzente im Vordergrund: "Zum einen soll es um die Feier der Liebe und Gnade Gottes gehen, der den Menschen allein aus Gnade rechtfertigt." Damit werde zugleich dem Hauptanliegen der Kirchen, die durch die Reformation Martin Luthers geprägt sind, Rechnung getragen. Zum anderen "soll der Schmerz angesichts der tiefen Spaltungen, die aus der Reformation folgten, benannt und Schuld offen bekannt werden". So werde "die Möglichkeit eröffnet, Schritte auf dem Weg der Versöhnung zu gehen". In die Vorbereitungen der ökumenischen Arbeitsgruppe sei dabei vor allem auch das Apostolische Schreiben "Evangelii gaudium" ("Die Freude des Evangeliums") von Papst eingeflossen.

In Österreich sind in den acht Tagen zahlreiche Veranstaltungen in allen Diözesen vorgesehen. Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Weltgebetswoche findet am Freitag, 20. Jänner, um 18 Uhr in der syrisch-orthodoxe Kirche Mor Ephrem (Stefan-Fadinger-Platz 1, 1100 Wien) statt. Die Predigt bei dem Gottesdienst, den der ÖRKÖ seit 1959 jährlich veranstaltet, hält heuer der syrisch-orthodoxe Chorespiskopus Emanuel Aydin.

Kardinal Christoph Schönborn lädt - aus Termingründen - erst am 1. Februar die Spitzenrepräsentanten der christlichen Kirchen in Österreich zum traditionellen Ökumenischen Empfang. Dieser beginnt um 18 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der reformierten Stadtkirche (Dorotheergasse 16, 1010 Wien). Der anschließende Empfangs für geladene Gäste findet im Erzbischöflichen Palais statt.

Der ORF-Radiogottesdienst (22. Jänner, 10 Uhr, Regionalradios) wird in der Weltgebetswoche aus der Stadtpfarre Graz übertragen. Dem Gottesdienst stehen Stadtpfarrer Christian Leibnitz und der evangelische Superintendent Hermann Miklas vor.

Ursprünge im 18. Jahrhundert

Die Ursprünge der Weltgebetswoche gehen bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Seit 1968 werden die Themen und Texte für die Gebetswoche vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und dem weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat, WKR) veröffentlicht. Die Grundtexte für die Weltgebetswoche stammen jedes Jahr aus einem anderen Land; heuer eben aus Deutschland.

Quelle: http://www.oekumene.at

Material: Logo, Ökumenischer Gottesdienst, usw. hier…

KIRCHEN FEIERN AM 17. JÄNNER DEN "TAG DES JUDENTUMS"

Pasted GraphicGottesdienste und Veranstaltungen in ganz Österreich zeigen Verwurzelung des Christentums im Judentum - Gottesdienst des ÖRKÖ zum "Tag des Judentums" am 17. Jänner  in der katholischen Pfarre St. Johann Nepomuk in Wien
 
Die Kirchen in Österreich feiern am 17. Jänner den "Tag des Judentums". Das Christentum ist in seinem Selbstverständnis wesentlich mit dem Judentum verbunden; damit dies den Christen immer deutlicher bewusst wird, hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) im Jahr 2000 den "17. Jänner - Tag des Judentums" als Gedenktag im Kirchenjahr eingeführt. Dabei sollen sich die Christen in besonderer Weise ihrer Weggemeinschaft mit dem Judentum bewusst werden und zugleich des von ihnen an jüdischen Menschen und ihrem Glauben begangenen Unrechts in der Geschichte gedenken.

Die Initiative zum "Tag des Judentums" geht auf die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung 1997 in Graz zurück. Auch in Italien, Polen und den Niederlanden wird der Tag des Judentums begangen. Das Datum für den Tag des Judentums ist bewusst gewählt: Den Geist dieses Tages sollen die Kirchen in die anschließende weltweite "Gebetswoche für die Einheit der Christen" (18. bis 25. Jänner) weiter tragen. Denn bei allen Trennungen der Christenheit untereinander sei allen Kirchen gemeinsam, dass sie im Judentum verwurzelt sind, so die Veranstalter.

Gottesdienste, Vorträge, Begegnungen

Der "Tag des Judentums" wird in ganz Österreich mit verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten begangen. Der zentrale Gottesdienst des ÖRKÖ zum "Tag des Judentums" findet am Dienstag, 17. Jänner, um 18 Uhr in der katholischen Pfarre St. Johann Nepomuk (Nepomukgasse 1, 1020 Wien) statt. Die Predigt hält der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner.

Der Ökumenische Arbeitskreis Salzburg lädt am 17. Jänner um 15 Uhr zu einem Studiennachmittag in die Theologische Fakultät Salzburg (Universitätsplatz 1). Zum Thema "Israel - eine (theologische) Annäherung" diskutieren Susanne Plietzsch (Salzburg), Regina Polak (Wien) und Thomas Lipschütz (Innsbruck). Im Anschluss findet um 18.15 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Sacellum statt.

In Wien, im Bezirksamt Fünfhaus (Gasgasse 8-10), stimmen am 16. Jänner "Erinnerungen an den Turner-Tempel, Wien 15" auf den "Tag des Judentums" ein. Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, spricht zum Thema "Turner-Tempel und 'Maria vom Siege': Nebeneinander der beiden Repräsentationsbauten in 'versöhnter Verschiedenheit'". Der lutherische Altbischof Herwig Sturm nimmt die "Distanzierung vom Antijudaismus in Martin Luthers Altersschriften" in den Blick. ÖRKÖ-Vorsitzender Thomas Hennefeld hält eine Kurzlesung aus dem Buch Ezechiel. Koordinierungsausschuss-Geschäftsführerin Sarah Egger benennt zum Abschluss Zukunftsperspektiven in der christlich-jüdischen Zusammenarbeit.

Der Turnertempel stand Ecke Turnergasse/Dingelstedtgasse im 15. Bezirk und wurde nach der Synagoge in der Seitenstättengasse und dem Leopoldstädter Tempel als dritte Synagoge Wiens erbaut. Er wurde 1938 im nationalsozialistischen Furor der "Reichspogromnacht" völlig zerstört und niedergebrannt. Ein wertvolles Kulturgut, ein religiöser Ort wurde ausgelöscht, während Passanten und Nachbarn einfach zusahen und auch die Feuerwehr nichts gegen den Brand unternahm.

Der Wiener Theologe Gunter Prüller-Jagenteufel beleuchtet am 17. Jänner in Linz "Dietrich Bonhoeffer und das Judentum". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der "Katholischen Privatuniversität Linz" (Bethlehemstraße 20). Tags darauf, am 18. Jänner, erzählt Ruth Steiner im Katholischen Bildungshaus in Tainach (19 Uhr, Propsteiweg 1) über ihr Leben als Christin auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen rund um den "Tag des Judentums" sind im Internet auf der Website des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit unter
www.christenundjuden.org abrufbar.

Quelle: http://www.oekumene.at

Große orthodoxe Weihnachtsfeiern in Wien und Landeshauptstädten

Pasted GraphicMehreren Hunderttausend Christen in Österreich steht das Weihnachtsfest noch bevor: Ein Teil der orthodoxen Gläubigen feiert, dem Julianischen Kalender entsprechend, erst am kommenden Freitag den Heiligen Abend und am Samstag den Christtag. In der Bundeshauptstadt Wien und in mehreren Landeshauptstädten werden vor allem serbisch-, russisch- und arabischstämmige orthodoxe Christen zu großen, mehrstündigen Liturgien in ihren Kirchengemeinden erwartet.

Das Weihnachtsfest bereits gefeiert haben u.a. die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Es findet bei ihnen ebenso wie in der katholischen und der evangelischen Kirche am 24./25. Dezember statt. Diese orthodoxen Ostkirchen, mit den Griechen an der Spitze, haben nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Gregorianischen Kalender übernommen.

mehr…

Neue Wege der "Austro-Orthodoxen" finden große Beachtung

Augenmerk gilt einerseits neu eingeführten deutschsprachigen Gottesdiensten und anderseits neu gegründeter, nicht Moskau unterstehender ukrainischer Gemeinde

In der Ökumene und in der Weltorthodoxie finden die neuen Wege der Diasporaseelsorge der österreichweiten "Metropolis von Austria" des Ökumenischen Patriarchats große Beachtung. Das Augenmerk gilt einerseits den neu eingeführten deutschsprachigen Gottesdiensten und anderseits der neu gegründeten, nicht unter Moskau stehenden Wiener ukrainischen orthodoxen Gemeinde. Das berichtete die deutsche katholischen Nachrichten-Agentur KNA am Dienstag.

Bei der vor allem in der US-amerikanischen Griechen-Community offenen Streitfrage, ob und inwieweit bei Gottesdiensten und Sakramenten das Kirchengriechische durch die Landessprache ersetzt werden soll, bedient sich in Wien Metropolit Arsenios (Karadamakis) einer neuen Vorgangsweise: Während sonst in den orthodoxen Gemeinden des deutschen Sprachraums Evangelium, Vaterunser und Predigt zunehmend auf Griechisch und Deutsch verkündet bzw. gebetet werden, besteht in Wien nun erstmals eine eigene deutschsprachige Orthodoxengemeinde. In ihr werden alle liturgischen Texte, Hymnen und Ansprachen nur auf Deutsch gehalten. Die Griechisch-Orthodoxen in der österreichischen Hauptstadt haben künftig die Wahl, einer der beiden griechischen oder der deutschsprachigen Gemeinde anzugehören.

Neue Gemeinde für Ukrainer

Zugleich errichtete Arsenios eine ukrainische orthodoxe Gemeinde mit Konstantinopler Jurisdiktion. Es handelt sich um die erste derartige Neugründung, seit sich vor über 20 Jahren in Nordamerika und Deutschland die bis dahin selbstständige Ukrainische Autokephalkirche dem Ökumenischen Patriarchat angeschlossen hatte.

Die Wiener Kirchengemeinde erfreue sich bereits starken Zulaufs von Ukrainerinnen und Ukrainern, die in Wien nicht länger die russische Kirche des Moskauer Patriarchats besuchen wollen, wie die KNA berichtete. Dazu würden bisherige Angehörige des eigenständigen "Kiewer Patriarchats" kommen. Dieses wird von der Poroschenko-Regierung immer mehr in die Rolle einer Staatskirche gehievt, in Parallelität der Entwicklung in Russland.

Die neue Wiener Ukrainer-Pfarre dürfte weiter erstarken: Erwartet wird, dass nach der für 2017 anstehenden Aufhebung der EU-Visapflicht für Staatsbürger der Ukraine die Diasporapfarre unter Patriarch Bartholomaios I. stark wachsen wird.

Quelle: Kathpress