2016

Weihnachten und Chanukkah

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In diesem Jahr fallen Weihnachten und Chanukkah genau aufeinander, was nur ein paar Mal pro Jahrhundert vorkommt. Nutzen wir die Gelegenheit, um Brücken zu bauen!
Hier ein Vorschlag:

Fürbitte (24. Dez. 2016 - 1. Jän. 2017)
Wir beten für das Wohlergehen der Jüdinnen und Juden dieser Stadt. Sie zünden in diesen Tagen die Chanukka-Lichter als Erinnerung an den siegreichen Befreiungskampf der Makkabäer, die Wiedereinweihung des Tempels zu Jerusalem und all die Wunder, die der Ewige Seinem Volk Israel widerfahren hat lassen. Wir bitten Ihn Seine Hand weiter schützend über sie zu halten.



Info:
CHANUKKA (LICHTERFEST)
"Chanukka ist das einzige jüdische Fest, das auf einen militärischen Sieg zurückgeht: den Sieg der Makkabäer gegen die hellenistischen Syrer im 2. Jahrhundert v.Z. Das achttägige Lichterfest Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem, nachdem er entweiht worden war.
Der siebenarmige Leuchter (Menora) diente im Tempel als Ewiges Licht und wurde täglich mit hierfür abgezapftem und geweihtem Öl gefüllt. Dieses hatten die Eroberer Jerusalems ausgeschüttet, so dass bei der Wiedereinweihung zunächst kein Öl zur Verfügung stand. Das Öl in einem gefundenen Kännchen, das normalerweise für einen Tag reichte, brannte jedoch acht Tage, so lange, bis neues geweihtes Öl beschafft werden konnte. An dieses Ölwunder erinnert Chanukka, indem man nun an einem neunarmigen Leuchter (Chanukkija) jeden Abend eine Kerze mehr anzündet. Bei manchen orientalischen Juden ist der Brauch umgekehrt: Am ersten Abend werden alle acht Kerzen (+ »Diener«) und dann jeden Abend eine weniger angezündet.
Die Makkabäerbücher sind lediglich im Kanon des katholischen Alten Testaments überliefert und finden sich weder im evangelischen Alten Testament noch in der jüdischen Bibel (tanach). Zu den beliebten Bräuchen gehört es, in tiefem Öl gebratene Speisen zu essen (Krapfen, Kartoffelpuffer), kleinere Geschenke an die Kinder zu verteilen und mit einem Kreisel zu spielen.

Einladung


„Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“ – das ist der Titel des vor Kurzem erschienenen Buches von Manfred Lütz und Jehuda Bacon. Dieses Buch bringt die Weisheit eines der letzten Überlebenden von Auschwitz zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist. 
In seinem Vortrag am
Dienstag, 10. Jänner 2017 im Kardinal König Haus, lässt uns der deutsche Psychiater und Theologe, Dr. Manfred Lütz, an den Lehren teilhaben, die er aus seinen Gesprächen mit Jehuda Bacon gezogen hat, dem bekannten Künstler, dessen Zeichnungen im Frankfurter Auschwitzprozess Beweismittel waren. 
- Woher schöpfen wir Kraft, um dem Bösen standzuhalten? - Wie kann man sogar im Leiden Sinn erleben? - Was trägt wirklich im Leben?
„Seit ich Jehuda Bacon begegnet bin lebe ich anders, mein Leben ist heller geworden.“ Manfred Lütz
Auf Ihr Kommen freut sich
Georg Nuhsbaumer
„Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“ Manfred Lütz nach seiner Begegnung mit Jehuda Bacon zu einem Leben nach Auschwitz
Dienstag, 10. Januar 2017, 19:00 Uhr
Konzilsgedächtniskirche
Kardinal-König-Platz 1
1130 Wien
Tickets: € 10,-
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Ökumeneverantwortliche/r in meiner Pfarre - eine Aufgabe für mich?

Folder zur PGR-Wahl 2017


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Gespräch mit P. Nikolaus Rappert gr.-orth. Neupriester

Bei unserer Sitzung am 24. Nov. 2017 war Hw. Herr Dr. Nikolaus Rappert Neupriester dabei. Er erzählte seine bisherige Erfahrungen als griech.-orthodoxer Priester und erläuterte die Göttliche Liturgie, d.h. was und wo sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der röm.-kath. Hl. Messe.



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Christlich-jüdischen Dialog intensiv weiterführen

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Seit 60 Jahren bemüht sich der "Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit" um vertiefte Beziehungen zwischen den beiden Religionen. Mit einem Festakt im Wiener Kardinal-König-Haus wurde das Jubiläum am Mittwochabend, 17. November 2016 gefeiert.
Festakt zum 60-jährigen Bestehen des "Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit" im Wiener Kardinal-König-Haus.
Seit 60 Jahren bemüht sich der "Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit" um vertiefte Beziehungen zwischen den beiden Religionen. Mit einem Festakt im Wiener Kardinal-König-Haus wurde das Jubiläum am Mittwochabend, 17. November 2016 gefeiert.

Als Gratulanten stellten sich u.a. die Bischöfe Manfred Scheuer (katholisch) und Michael Bünker (evangelisch) sowie Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinden, ein. Staatssekretärin Muna Duzdar überbrachte die Glückwünsche der Bundesregierung. Der Tenor der Veranstaltung: Trotz aller Erfolge in der Vergangenheit gelte es für die Zukunft, im Koordinierungsausschuss die "Hemdsärmel aufzustricken und den Dialog weiterzuführen", wie es Vizepräsident Willy Weisz formulierte.

UNESCO-Resolution zum Tempelberg
Wie wichtig die Arbeit des Koordinierungsausschusses ist, verdeutlichte dessen Präsident Prof. Martin Jäggle am Beispiel der jüngsten UNESCO-Resolution zum Jerusalemer Tempelberg. Die Weltkulturorganisation hatte im Oktober eine Erklärung verabschiedet, die den jüdischen Charakter des Tempelberges komplett negiert. Darin wird der Ort lediglich als muslimische Stätte bezeichnet. Das sei "unerträglich", so Jäggle. Hier habe der Koordinierungsausschuss als erster in Österreich seine Stimme erhoben. Andere Institutionen hätten sich dem Protest dann angeschlossen.mehr…

PAPST: „EINHEIT DER KIRCHE BEDEUTET NICHT UNIFORMITÄT“

Audienz für die Teilnehmenden der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen – „Unterschiedliche theologische, liturgische, spirituelle und kirchenrechtliche Traditionen sind ein Reichtum und nicht eine Bedrohung für die Einheit der Kirche“
Vatikanstadt, 10.11.16 (poi) Die anzustrebende Einheit der Kirchen ist nicht Uniformität: Dies betonte Papst Franziskus am Donnerstag im Vatikan bei einer Audienz für die Teilnehmenden der Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Wörtlich stellte der Papst fest: „Die unterschiedliche theologischen, liturgischen, spirituellen und kirchenrechtlichen Traditionen, die sich in der christlichen Welt entwickelt haben, sind ein Reichtum und nicht eine Bedrohung für die Einheit der Kirche“. Der Versuch, die Verschiedenheit zu unterdrücken, bedeute ein Vergehen gegen den Heiligen Geist, der die Gemeinschaft der Glaubenden mit einer Vielfalt von Gaben bereichere. Im Verlauf der Geschichte habe es solche Versuche gegeben, deren Konsequenzen bisweilen heute noch Leiden verursachen. Wenn sich die Christen vom Heiligen Geist leiten lassen, werde die Verschiedenheit nie zum Konflikt, weil der Geist dazu anleite, „die Verschiedenheit in der Gemeinschaft der Kirche zu leben“. Es sei eine ökumenische Aufgabe, die legitime Vielfalt zu respektieren und die „unvereinbaren Verschiedenheiten“ in der von Gott verlangten Einheit zu überwinden. Das Vorhandensein solcher Verschiedenheiten dürfe die Christen nicht lähmen, sondern sie vielmehr antreiben, gemeinsam den erfolgreichen Weg zur Überwindung dieser Hindernisse zu suchen. Als „Bischof von Rom und Nachfolger des Heiligen Petrus“ sei die Einheit der Christen eine seiner „hauptsächlichen Sorgen“, sagte Papst Franziskus.mehr…

Schönborn und Bünker betonen Einsatz gegen Antisemitismus

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Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Michael Bünker haben am Mittwoch gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 gedacht. Sie unterstrichen im Interview mit "Kathpress" und dem "Evangelischen Pressedienst" unisono die gemeinsame Verantwortung der Kirchen und die schuldbehaftete Geschichte gegenüber dem Judentum. Zugleich betonten sie die gemeinsame Verpflichtung, jeder Form von Antisemitismus deutlich entgegenzutreten.
 
Kardinal Schönborn sprach weiters auch von den jüdischen Wurzeln der Kirche, auf die sich katholische und evangelische Kirche in den vergangenen Jahrzehnten wieder gemeinsam besonnen hätten. "Das Wiederendecken der gemeinsamen jüdischen Wurzeln hat die ökumenische Annäherung erleichtert", betonte der Wiener Erzbischof. Bischof Bünker hob die Verpflichtung der Kirchen hervor, gegen alle Tendenzen aufzutreten, "die die Gesellschaft spalten oder Minderheiten marginalisieren".
 
In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt. Allein in Wien wurden insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser zerstört. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.

Quelle: kathpress

Hindernisse in Ökumene überwinden

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Eine ausgesprochen positive Bilanz haben Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Michael Bünker am Mittwoch zum Ende der gemeinsamen Tagung der katholischen Bischofskonferenz mit den Spitzenvertretern der drei evangelischen Kirchen in Österreich gezogen. Beide unterstrichen im Interview mit "Kathpress" und dem "Evangelischen Pressedienst", wie sehr die gegenseitige Vertrautheit schon gewachsen sei. So habe man auch heikle und schwierige Fragen auf hohem Niveau besprechen können.

Freilich gebe es nach wie vor auch "Hindernisse" zu überwinden, räumten beide ein. Bischof Bünker sprach in diesem Zusammenhang von der "schmerzlichen Tatsache", dass es für gemischtkonfessionelle Ehepaare noch immer keine offizielle Möglichkeit gibt, gemeinsam Eucharistie zu feiern und zur Kommunion zu gehen. Er hoffe hier aber auf Fortschritte und sehe auch gewisse Anzeichen dafür bei Papst Franziskus.
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Kardinal Schönborn folgt Einladung nach Ägypten

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Besuch des Wiener Erzbischofs auf Einladung des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. - Umfangreiches Programm im Zeichen der Solidarität mit den Christen in Ägypten

Kardinal Christoph Schönborn bricht am Freitag zu einem mehrtägigen Besuch nach Ägypten auf. Die Reise erfolgt auf Einladung des koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II., mit dem der Wiener Erzbischof sehr herzliche Beziehungen pflegt. Schon mehrmals war Tawadros II. in Österreich zu Gast, nun erfolgt der seit langem gewünschte Gegenbesuch.

Kardinal Schönborn reist gemeinsam mit dem koptischen Bischof von Österreich, Anba Gabriel, nach Ägypten. Der kleinen Delegation gehört u.a. auch der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki an. Die kirchliche Stiftung Pro Oriente ist mit den Vorsitzenden der Landessektionen Graz und Salzburg, Peter Piffl-Percevic und Dietmar Winkler, vertreten.

Die Reise dient vor allem der Vertiefung der Beziehungen zwischen der katholischen und koptischen Kirche. Kardinal Schönborn wird nicht nur mit Papst-Patriarch Tawadros zusammentreffen, sondern auch eine Reihe von koptischen Gemeinden und Klöstern sowie kirchliche Sozialprojekte besuchen. Es steht aber auch eine Begegnung mit dem Patriarchen der koptisch-katholischen Kirche, Ibrahim Isaac Sidrak, auf dem Programm.

Die koptisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten Kirchen der Welt. Ihre Wurzeln liegen in Ägypten, weltweit gehören ihr laut Schätzungen rund 14 Millionen Gläubige (12 Millionen davon in Ägypten) an. Der Sitz des Patriarchats ist Kairo. Daneben gibt es auch noch die kleine mit Rom unierten koptisch-katholische Kirche. Diese zählt ca. 170.000 Gläubige.

KOPTEN IN ÖSTERREICH

Papst-Patriarch Tawadros II. gilt als für die Ökumene sehr aufgeschlossenes Oberhaupt der Kopten. Bei seinem jüngsten Wien-Besuch im Mai 2016 weihte Tawadros den neuen Altars der von der katholischen an die koptische Kirche übergebenen Wiener Kirche Maria vom Siege. (Maria vom Siege ist die fünfte koptische Kirche in der Bundeshauptstadt.) Tawadros II. verlieh Kardinal Schönborn damals mit dem "Verdienstkreuz des Heiligen Markus" die höchste Auszeichnung der koptisch-orthodoxen Kirche.

Der Patriarch hob dabei auch hervor, dass im Mai 2013 seine erste Auslandsreise nach seiner Wahl zum Oberhaupt der Kopten Papst Franziskus in Rom gegolten hatte. Damals seien zwei Dinge vereinbart worden, berichtete der koptische Patriarch: Franziskus und er hätten sich vorgenommen, jeden Tag füreinander zu beten und jedes Jahr den 10. Mai als Fest der christlichen Liebe und Freundschaft zwischen katholischer und koptischer Kirche zu begehen.

In Österreich, wo die koptisch-orthodoxe Kirche staatlich seit April 2003 anerkannt ist, gibt es aktuell etwas mehr als 10.000 koptisch-orthodoxe Christen - die meisten davon in Wien - mit mittlerweile rund 15 Priestern, elf Kirchen sowie einem Kloster im niederösterreichischen Obersiebenbrunn. Seit dem Jahr 2000 wird die koptische Kirche in Österreich von Bischof Gabriel geleitet. Vor wenigen Tagen wurde mit Abuna Lukas auch ein Vertreter der Kopten in den Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) gewählt.

Quelle: kathpress

Christliches Gedenken an Novemberpogrome

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Veranstaltungsreigen beginnt am 26. Oktober mit Exkursion nach Brünn, am 3. November Abend über "Antisemitismus im Netz", am 9. November Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Ruprechtskirche

Zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome des Jahres 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Wien veranstalten auch heuer wieder mehrere christliche und jüdische Organisationen gemeinsam die "Bedenktage"-Reihe "Mechaye Hametim - Der die Toten auferweckt". In Erinnerung an die Ereignisse am 8./9. November vor 78 Jahren finden von 26. Oktober bis 16. November zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Zentrum steht ein ökumenischer Gottesdienst in der Wiener Ruprechtskirche am 9. November. "Worte des Gedenkens" spricht dabei der evangelische Superintendent von Salzburg und Tirol, Olivier Dantine, anschließend ist ein Schweigegang zum Mahnmal für die jüdischen Opfer der Schoa auf dem Judenplatz vorgesehen.

In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden im gesamten deutschen Machtbereich Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte sowie Wohnungen zerstört und verwüstet. Zahlreiche Juden wurden bei den Pogromen getötet oder verletzt. Allein in Wien wurden im Zuge des Furors insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser zerstört. 6.547 Wiener Juden kamen in Haft, knapp unter 4.000 davon wurden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.

EXKURSION INS WEINVIERTEL UND NACH MÄHREN

Bereits am Mittwoch, 26. Oktober, führt eine Exkursion auf die Spuren des Judentums im Weinviertel und Mähren: Geplant sind Besuche des jüdischen Friedhofs in Mistelbach sowie von Synagogen und Friedhöfen in Breclav und Brünn. (Infos und Anmeldung bis 24. Oktober beim Katholischen Akademikerverband Wien, Tel.: 01/51.552-5100, www.kav-wien.at)

Brisanz verspricht der Abend am 3. November: Ab 19 Uhr ist im Otto Mauer-Zentrum (Währinger Straße 2-4, 1090 Wien) ein Vortrag des Rechtsextremismusforschers Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes über "Antisemitismus im Netz" geplant. Insbesondere neonazistisch und islamistisch motivierte Vorurteile und Hassparolen seien im Internet ein Problem, heißt es in der Ankündigung.

"'Ich war doch nicht dabei!' Welche Verantwortung tragen wir heute?": Unter diesem Titel wird am 8. November ab 15.30 Uhr im Christlich-jüdischen Informationszentrum (Tandelmarktgasse 5, 1020 Wien, Gassenlokal) von Andreas Peham und der Buchautorin Ruth Steiner ein oft gehörter Einwand gegen Erinnerungskultur analysiert.

"WARUM LÄSST GOTT SO VIEL LEID ZU?"

Am selben Tag widmet sich der Wiener Dogmatikprofessor Jan Heiner Tück um 19 Uhr im Otto Mauer-Zentrum einem theologischen "Dauerproblem" vor dem Hintergrund der Schoa: "Warum lässt Gott so ein unbeschreibliches Leid zu?" Tück greift Fragen auf, denen sich die christliche Theologie nach Auschwitz zu stellen habe: "In welchem Verhältnis steht die Passion des Gekreuzigten zum Leiden der jüdischen Opfer? Wie steht es um die Täter? Lässt sich nach der Schoa die Hoffnung auf Versöhnung aufrechterhalten?)

Spiritueller Höhepunkt der Bedenktage ist der Ökumenische Gottesdienst am Samstag, 9. November, um 19 Uhr unter dem Titel "Mechaye Hametim - Der die Toten auferweckt". Im geht um 17 Uhr ein Gottesdienst der Gemeinde St. Ruprecht zum Bibelwort "Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest ..." voraus.

Weitere Veranstaltungen nach dem Jahrestag der Pogrome: Am 10. November, lädt Sarah Egger vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Verständigung zu einem Stadtspaziergang von 14.30 bis 17.30 Uhr: Gezeigt wird dabei "Jüdisches Leben abseits von Friedhof und Synagoge".

"KANN DIE SCHOA HEUTE GEZEIGT WERDEN?"

Am 14. November präsentiert "Furche"-Religionsjournalist und Filmexperte Otto Friedrich um 18 Uhr im Otto Mauer-Zentrum den ausgezeichneten Spielfilm "Son of Saul" (2015) des ungarischen Regisseurs Laszlo Nemeth und beleuchtet anschließend die Frage: "Kann die Schoa heute gezeigt werden?"

Am 16. November schließlich geht es um 18.30 Uhr im Wiener Curhaus am Stephansplatz 3 um "das geistliche Testament von P. Christian de Chergé" - jenes aus dem preisgekrönten Film "Von Menschen und Göttern" (2010) bekannten französischen Trappisten und Prior des Klosters in Tibhirine (Algerien), der zusammen mit sechs Mitbrüdern 1996 ermordet wurde. Seine hinterlassenen Schriften zählen mittlerweile zu den Klassikern der zeitgenössischen spirituellen Literatur, vorstellen wird sie Christoph Benke von der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.

Gemeinsam getragen wird die Veranstaltungsreihe von der Gemeinde St. Ruprecht, der Evangelischen Akademie und der Evangelischen Hochschulgemeinde Wien, der Wochenzeitung "Die Furche", dem Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung, dem Forum Zeit und Glaube des Wiener Katholischen Akademikerverbandes, der Katholischen Aktion Österreich, dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, den Theologischen Kurse und dem Kardinal König-Haus.

(Infos zu allen Veranstaltungen:
www.ruprechtskirche.at; www.christenundjuden.org)

Neuer Vorsitzender der Ökumenischen Rates der Kirchen

Landessuperintendent Thomas Hennefeld folgt auf Pastor Lothar Pöll - Linzer Bischof Manfred Scheuer und serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Der neue Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) heißt Thomas Hennefeld. Die Delegierten der 16 Mitgliedskirchen wählten den Landessuperintendenten der Reformierten Kirche bei der jüngsten Vollversammlung in Wien zum neuen Vorsitzenden. Er folgt auf Pastor Lothar Pöll, der den Vorsitz seit 1. Jänner 2014 inne hatte.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdizic) gewählt. Weitere Mitglieder des neuen Vorstands sind die lutherische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler, die methodistische Pastorin Esther Handschin, der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner und Abuna Lukas von der Koptischen Kirche. Auch ÖRKÖ-Pressesprecher Erich Leitenberger wird wieder dem Vorstand angehören.

Der neue Vorsitzende und der neue Vorstand werden ihre Tätigkeit mit 1. Jänner 2017 aufnehmen. Bis dahin amtiert noch der bisherige Vorstand mit Pastor Pöll an der Spitze.

Der "Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) besteht seit 1958. Dem ÖRKÖ gehören derzeit 16 Kirchen an: "Volle Mitglieder" sind Altkatholische Kirche, Anglikanische Kirche, Armenisch-apostolische Kirche, Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Evangelische Kirche A.B., Evangelische Kirche H.B., Evangelisch-methodistische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche und Syrisch-Orthodoxe Kirche. Die Äthiopisch-orthodoxe Kirche und der Bund der Baptistengemeinden sind "Mitglieder mit beratender Stimme". Eine Reihe weiterer Institutionen bzw. Organisationen besitzen Beobachterstatus.

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500 Jahre Reformation 500 Jahre Reformation

2017 begehen die in der Tradition der Reformation stehenden Kirchen das 500-Jahr-Reformationsjubiläum. Symbolischer Ausgangspunkt sind die angeblichen Thesenanschläge von Martin Luther an der Schlosskirche von Wittenberg am 31. Oktober 1517. Mit einem umfangreichen Programm wollen dies auch die evangelischen Kirchen in Österreich feiern und damit weit über die eigenen Kirchen hinaus Interesse für die Reformation wecken. Die drei evangelischen Kirchen in Österreich (Lutheraner, Reformierte und Methodisten) begehen das Jubiläum dabei gemeinsam. Was auffällt: Viele Programmpunkte haben auch einen ökumenischen Charakter - wie etwa eine Tagung der österreichischen katholischen Bischöfe mit den leitenden Verantwortlichen der drei evangelischen Kirchen.

Der ökumenische Charakter des Reformationsjubiläums wird freilich auch in besonderer Weise beim internationalen Startschuss zum Reformationsjubiläum deutlich: Mit einem Gottesdienst im schwedischen Lund und einem Fest in Malmö wollen der Lutherische Weltbund und Papst Franziskus gemeinsam am 31. Oktober an die Reformation vor 500 Jahren und an 50 Jahre ökumenischen Dialog erinnern.

Im Vorfeld des Jubiläums fand auch schon Ende September eine von "Kathpress" und dem Evangelischen Pressedienst" veranstaltete Pressereise ins Kernland der Reformation nach Wittenberg, Erfurt und auf die Wartburg statt. Geleitet wurde diese Reise in ökumenischer Verbundenheit vom lutherischen Bischof Michael Bünker und dem katholischen "Ökumene"-Bischof Manfred Scheuer.

Kathpress veröffentlicht aus Anlass des Reformationsjubiläums und seiner vielfältigen Aspekte ein umfangreiches Themenpaket, das laufend erweitert wird.

Quelle: Kathpress

Migration und Klimawandel fordern Kirchen heraus

Symposion "Ökumene vor neuen Herausforderungen" in Wien - Bünker fordert mehr Druck auf Bundesregierung, um Menschen in Lebensgefahr sichere Flucht nach Österreich zu ermöglichen
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Migrationsbewegungen werden noch weiter zunehmen, und die Auswirkungen des Klimawandels sind noch längst nicht absehbar - zwei von vielen Herausforderungen, auf die auch die Kirchen noch um Antworten ringen, und wo jedenfalls mehr Zusammenarbeit zwischen den Kirchen notwendig sein wird. Das war eines der zentralen Ergebnkisse eines ökumenischen Symposions am Dienstagabend in Wien. Die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak sprach davon, dass die heimische Gesellschaft längst auch zur Migrantengesellschaft geworden sei. Auch innerhalb der einzelnen Kirchen gebe es bereits zahlreiche Migranten, deren Integration in die Gemeinschaften eine große Aufgabe sei. Dazu kämen die Herausforderungen im Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen.
 
Die immer vielfältigere kirchliche und gesellschaftliche Situation bringe es mit sich, "dass eigentlich erst jetzt so richtig die Stunde der Ökumene anbricht", sagte Polak. Zugleich solle das freilich nicht die ökumenischen Erfolge der vergangenen Jahrzehnte schmälern.
 
Der lutherische Bischof Michael Bünker brachte das Bild einer "Ökumene als Weggemeinschaft" in die Diskussion ein. Diese Weggemeinschaft könne auch in teils unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgen, aber doch immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen. Es freue ihn, dass inzwischen auch schon Papst Franziskus den von den Kirchen reformatorischer Tradition propagierten Begriff der "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" aufgegriffen habe. Freilich dürfe Vielfalt nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden. Der Rahmen sei stets Treue zur Kirche und zu ihrer Aufgabe, das Evangelium zu leben und zu verkünden.
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„Ökumene vor neuen Herausforderungen“

DSCN0681_600Ökumenisches Symposion am 4. Oktober im Curhaus am Wiener Stephansplatz lässt sich vom Gedenken an Christine Gleixner, die „Mutter der Ökumene“, inspirieren, die im Juni 90 Jahre alt geworden wäre
 
„Ökumene vor neuen Herausforderungen“: Unter diesem Titel steht am Dienstag, 4. Oktober, ein Symposion zum Gedenken an Oberin Christine Gleixner, die am 22. Juni 90 Jahre alt geworden wäre. Die langjährige Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und legendäre „Mutter der Ökumene“ war am 29. November 2015 gestorben. Das Symposion am 4. Oktober um 18 Uhr im Stephani-Saal des Curhauses am Wiener Stephansplatz wird gemeinsam von der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, dem Fachausschuss Ökumene des Vikariats Wien-Stadt und der Stiftung „Pro Oriente“ veranstaltet, die Initiative war von der Ökumene-Referentin des Dekanats 19, Elisabeth Lutter, ausgegangen.
 
„Ganz im Sinn von Christine Gleixner, die ebenso wie Kardinal Franz König immer für die Zukunft offen war“, wird das Symposion die zentralen Herausforderungen für die konkrete Ökumene von heute – den Generationswechsel, die Flüchtlingssituation, das Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft - behandeln, wie der Vorsitzende der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen und „Pro Oriente“-Vizepräsident Prof. Rudolf Prokschi betont. Prof. Prokschi steckt beim Symposion den Diskussionsrahmen ab; die aktuelle Situation und Strategien für die Zukunft werden die Pastoraltheologin Prof. Regina Polak, der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) und der syrisch-orthodoxe Priestermönch Saliba Er darstellen. In die ökumenische Diskussion auf dem Podium (Moderation: Erich Leitenberger) wird auch das Publikum einbezogen, um die „Stimme der Basis“ hörbar zu machen.
 
Prof. Prokschi weiß aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Christine Gleixner, dass in der Arbeit der Ordensfrau und Ökumene-Expertin viele Ansätze für die Bewältigung der heutigen Herausforderungen an die Ökumene enthalten sind. Christine Gleixner gehörte den „Frauen von Bethanien“ an, einer in den Niederlanden begründeten Ordensgemeinschaft, die sich seit jeher durch eine ignatianische Spiritualität und ökumenische Gesinnung auszeichnete. Ihr Wirken war charakterisiert durch die Bereitschaft, über die „Ränder“ hinauszuschauen: So legte sie auch Wert auf den Dialog mit den nichtchristlichen Religionen, es war für sie selbstverständlich, dass sich die Kirchen gemeinsam für die Humanisierung der Gesellschaft engagieren müssen. Eine Konsequenz dieser Überzeugung war die von ihr konsequent vorangetriebene Erstellung des Ökumenischen Sozialworts und ihre Tätigkeit im österreichischen Verfassungskonvent. Sie förderte mit Entschlossenheit neue Entwicklungen wie etwa die europaweit einmalige gemeinsame Religionslehrerausbildung der verschiedenen Konfessionen an der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Wien/Krems.
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Die ökumenische Haltung von Christine Gleixner charakterisierte der ÖRKÖ-Vorsitzende, Superintendent Lothar Pöll, bei ihrem Ableben so: „Sie gehörte zu jenen großen ökumenisch gesinnten Persönlichkeiten in verschiedenen Kirchen, die sich bewusst waren, dass die Christen mehr eint als sie trennt. Mit Kardinal Franz König, Metropolit Michael Staikos und Bischof Gerhard May war sie überzeugt, dass die Kirchen das Gedächtnis der historischen Auseinandersetzungen reinigen und gemeinsam auf Christus schauen müssen“. Diese Haltung sei auch angesichts der neuen Herausforderungen für die Ökumene zielführend, so Prof. Prokschi.

Quelle:
oekumene.at
Fotos: CLaudia Schneider

Kardinal Schönborn gratuliert zum jüdischen Neujahrsfest

Grußworte zu "Rosch ha-Schana" an neuen Wiener Oberrabbiner Folger und Zeitschrift "David"

Kardinal Christoph Schönborn hat Vertretern des Judentums in Österreich zum jüdischen Neujahrsfest "Rosch ha-Schana" und zum darauf folgenden "Jom Kippur"-Fest am "Versöhnungstag" gratuliert. "Möge das neue Jahr (5777) den von allen ersehnten und vom Herrn erbetenen Frieden im Heiligen Land bringen", schrieb der Wiener Erzbischof in einem Glückwunschbrief an den neuen Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Arie Folger. Auch an die in Niederösterreich erscheinende jüdische Kulturzeitschrift "David" richtete Schönborn ein Grußwort, in dem es heißt: Das Miteinander der Nationen sei heute "allzu oft von Gegeneinander durchtränkt"; daher sollten alle "nach dem Vorbild unserer jüdischen Freunde" ihre Lebenspraxis im Kleinen wie im Großen auf den "barmherzigen G'tt" ausrichten.

Der gebürtige Belgier Arie Folger trat im Sommer die Nachfolge von Paul Chaim Eisenberg als Oberrabbiner in Wien an. Der briefliche Gruß des Kardinals richtete sich an Folger, seiner Familie und die gesamte Kultusgemeinde. "Mögen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt und unseres Landes in diesem Jahr Segen, Wohlergehen und Eintracht erfahren und im Schutz des Höchsten und in Seinem Frieden gedeihen", formulierte Schönborn in Respekt vor der ehrfurchtsvollen Vermeidung des Gottesnamens im Judentum.

Im Schreiben an die Zeitschrift "David" bewies Schönborn Hintergrundwissen rund um die jüdischen Feste: Wenn das Jahr 5777 am ersten "Tischri" - dem jüdischen Anfangsmonat - mit "Rosch ha-Schana" am Vorabend des 3. Oktober beginnt, "dann begleiten alle guten Gedanken die jüdischen Mitmenschen, mit denen sich die Christen im Glauben an G'tt, den Schöpfer des Himmels und der Erde, verbunden wissen". Die Christen seien sich bewusst, wie viel sie den Juden und deren Treue zur Tradition des Glaubens zu verdanken haben, unterstrich Schönborn.

Mit "Rosch ha-Schana" (hebräisch für Haupt bzw. Anfang des Jahres) beginnen die "Zehn erfurchtsvollen Tage", die zum Versöhnungsfest "Jom Kippur" - dem wichtisten jüdischen Feiertag - hinführen. Insgesamt prägten Umkehr und Reue diese besondere Zeit des jüdischen Jahreskreises, erwähnte der Wiener Erzbischof. Dadurch könne die Ordnung der "Hohen Feiertage" allen Menschen einen wertvollen Impuls geben - für das individuelle wie für das gesellschaftliche Leben. Der Kardinal beendete seinen Brief mit dem traditionellen Gruß "Schana tova u'metuka!" (ein gutes und süßes Jahr).

Quelle: Kathpress

Einheitsübersetzung zeigt "mehr Mut zur Sprache der Bibel"

IMG_1025"Mehr Mut zur Sprache der Bibel" - das zeigt die überarbeitete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, die vergangene Woche von der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellt wurde, nach dem Eindruck des Linzer Alttestamentlers em. Prof. Johannes Marböck. In einem Interview der Kooperationsredaktion österreichischer Kirchenzeitungen erklärte der in die Textrevision eingebundene Theologe, die Anfang 2017 im Buchhandel erhältliche neue Ausgabe sei sensibler für den Umgang der Juden mit dem Text, spreche immer wieder beide Geschlechter statt nur "Brüder", "Väter" oder "Söhne" an und sei in vielen Bereichen auch näher am Ursprungstext. mehr…

Papst im Kaukasus

Pasted GraphicVom 30. September bis 2. Oktober besucht Papst Franziskus die Kaukasus-Staaten Georgien und Aserbaidschan. Bei seiner Reise in die beiden früheren Sowjetrepubliken wird er u.a. mit dem georgisch-orthodoxen Patriarchen Elias zusammentreffen und eine Moschee besuchen. Mit den kleinen katholischen Gemeinden der zwei Staaten im Südkaukasus feiert er Gottesdienste.

Bewusst will der Papst mit seiner bislang 16. Auslandsreise einen Beitrag zum Frieden in der Region leisten, in der zuletzt im Juni der Konflikt um die Region Bergkarabach erneut aufgeflammt ist. Darauf deuten auch das Motto der Reise - in Georgien lautet es "Pax vobis", in Aserbaidschan "Ihr alle seid Brüder". Bereits im April hatte der Papst das Nachbarland Armenien besucht.

Quelle und weitere infos:
http://kathpress.at/goto/dossier/1422550/Papst_im_Kaukasus_


PRIESTERWEIHE IN DER ORTHODOXEN GEORGSKIRCHE

Metropolit Arsenios weihte Nikolaus Rappert zum Priester – Er wird für Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein - „Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“
„Ich bete, dass wir die Einheit der christlichen Kirchen erleben dürfen“: Dies betonte Metropolit Arsenios (Kardamakis) am Sonntag bei der Priesterweihe von Nikolaus Rappert in der Wiener orthodoxen Kirche St. Georg. Nikolaus Rappert wird als orthodoxer Priester für die Krankenhausseelsorge und die Gefängnisseelsorge in Wien zuständig sein, später auch für die deutschsprachige Liturgie an der Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt und an der Georgskirche. Beruflich ist er stellvertretender Leiter der Wiener Universitätsbibliothek und des Universitätsarchivs. Bei der Priesterweihe in St. Georg waren auch Präsident und Vizepräsident der Stiftung „Pro Oriente“ – Johann Marte und Prof. Rudolf Prokschi – sowie der Leiter des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, anwesend.

Metropolit Arsenios unterstrich bei der Priesterweihe den „Traum von der besseren Welt“, dass alle Menschen Christus kennenlernen, alle Kirchen gemeinsam feiern. Wörtlich sagte der Metropolit: „Beten wir, wirken wir mit Liebe, ohne Hass, beten wir für die Einheit der Kirchen und lassen wir Gott wirken“. Im Hinblick auf die Aufgabe jedes Priesters erinnerte er daran, dass es um den ständigen Dialog mit Gott gehe: „Wir sprechen über Christus und kennen ihn zu wenig, wir sprechen über das Gebet und beten zu wenig“. Wie Petrus im Evangelium müsse auch der Priester seine Fehler bekennen, um anderen den Weg zeigen zu können. Denn die Aufgabe des Priesters sei es, den Menschen in den Sakramenten die Gnade Gottes mitzuteilen, „Licht und Frieden“ zu bringen.

Die Georgskirche ist erst im April nach umfassender Restaurierung vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. neu geweiht worden. Metropolit Arsenios erinnerte am Sonntag daran, dass die letzte Priesterweihe in St. Georg 50 Jahre zurückliegt: Damals wurde am 23. Oktober 1966 der heutige Vikarbischof der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland (und Titularbischof von Aristi,) Vasilios (Tsiopanas), in St. Georg zum Priester geweiht.

Nikolaus Rappert, Jahrgang 1974, hat sein Theologiestudium an den Universitäten Wien und Saloniki absolviert; seine Dissertation galt dem Thema „Das Recht der Kirche von Griechenland in Theorie und Praxis“. Seine Postgraduate-Studien in Kulturmanagement und Library Studies absolvierte er in Wien. Ab 2002 war er am Institut für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien wissenschaftlich tätig. Zugleich engagierte er sich in der ökumenischen Arbeit zunächst in seiner Heimatpfarre Pötzleinsdorf, dann auch im Vikariatsrat für Wien-Stadt und in der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen.

Nach seiner Konversion wurde Rappert – der mit einer orthodoxen Christin verheiratet ist – Ende Mai in der Dreifaltigkeitskathedrale von Metropolit Arsenios zum Diakon geweiht. Konzelebrant war damals der zypriotische Metropolit Chrysostomos (Kykkotis) von Kyrenia, der seit Jahren mit Rappert befreundet ist. Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert Metropolit Arsenios für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der orthodoxen Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.

Die Priesterweihe von Nikolaus Rappert war in diesem Monat bereits die zweite Priesterweihe, die Metropolit Arsenios erteilen konnte. Am 4. September weihte er Zaphirios Koutelieris zum Priester, der jetzt für die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Graz zuständig ist. Metropolit Arsenios lud den Neupriester ein, sich zu bemühen, im geistigen Leben auf eine höhere Stufe zu kommen, nicht um sich für etwas Besseres zu halten, sondern um auf Grund der eigenen Erfahrung die Menschen auf ihrem Weg zu Christus begleiten und sie bei der Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott unterstützen zu können. Zur Erfüllung dieser Aufgabe müsse der Priester den Menschen ein Vorbild sein, in seinen Worten und seinen Taten und in seiner Nächstenliebe. Am 11. September stellte der Metropolit den Neupriester der Grazer Gemeinde vor.

Quelle: Pro Oriente

Bewahrung der Schöpfung Anliegen aller Kirchen

Der in Wien gefeierte offizielle Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zur diesjährigen "Schöpfungszeit" stand im Zeichen der Generationen übergreifende Verantwortung für die Umwelt

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Die Generationen übergreifende Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung stand am Donnerstag im Mittelpunkt des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur diesjährigen "Schöpfungszeit" (1. September bis 4. Oktober). Der Gottesdienst fand in der Aula der Evangelischen Volksschule am Wiener Karlsplatz statt. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Das Lied der bunten Vögel" und wurde von den Volksschülern mitgestaltet. Die Ökumene erinnere ihn ein wenig an Vögel, betonte ÖRKÖ-Vorsitzender Superintendent Lothar Pöll in seiner Begrüßung: "Jeder zwitschert etwas anders, gemeinsam ergeben die Töne aber ein schönes Lied". Auch in der Bewahrung der Schöpfung gehe es nur gemeinsam, zeigte sich Pöll überzeugt.
 
An dem Gottesdienst wirkten neben Pöll noch zahlreiche weitere Repräsentanten der Ökumene mit: der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein, der katholische Weihbischof Franz Scharl und der griechisch-orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis; die Predigt hielt die methodistische Pfarrerin Esther Handschin. Anwesend waren auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin und der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der
Erzdiözese Wien, Prof. Rudolf Prokschi.
 
Pfarrerin Handschin machte in ihrer Predigt den Kindern verständlich, dass "wer allein unterwegs ist, nicht weit kommt". Auch in der Natur gehe es darum, dass es "verschiedene Pflanzen an einem Ort gibt" und keine "Monokultur".
 
Das Plädoyer für "Artenvielfalt" verband Pfarrerin Handschin mit dem Hinweis auf das Wort Jesu über die Kinder ("Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen"). Es brauche die "Kleinen", damit die "Großen" auch etwas haben, betonte sie im Hinblick auf den Einsatz etwa der Bienen in der Natur.
 
Esther Handschin unterstrich, dass Erwachsene von den Kindern lernen können, Vertrauen zu haben, auch "Vertrauen auf Gott". Die Menschen müssten zudem gemeinsam immer wieder ihren eigenen Lebensstil hinterfragen und überlegen ob die Art und Weise wie Sie leben einem anderen Lebewesen schade, so die Pfarrerin.
 
Als das Schlusslied "We are the world" im Chor erklang, wurde deutlich, wie sehr die Kinder an der Evangelischen Schule das Anliegen von "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" verinnerlicht haben.
 
An der Vorbereitung des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen zur "Schöpfungszeit" waren auch die Umweltreferenten von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche sowie die Initiative "Pilgrim-Schulen" beteiligt.
 
In Österreichs Kirche hat die "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober (Fest des Hl. Franz von Assisi) bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische "Schöpfungsgottesdienste", Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen.
 
 
Quelle: kathpress


Einladung

Symposion zum Gedenken an Christine Gleixner zum 90. Geburtstag
ÖKUMENE VOR NEUEN HERAUSFORDERUNGEN
GENERATIONSWECHSEL, FLÜCHTLINGSSITUATION, ZUSAMMENLEBEN IN EINER PLURALISTISCHEN GESELLSCHAFT

Dienstag, 4. Oktober 2016, 18.00 Uhr
Curhaus, Stephani-Saal 1010 Wien, Stephansplatz 3, Parterre
Einleitung und Diskussionsrahmen:
Univ. Prof. Dr. Rudolf Prokschi
Vorsitzender der Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen, Vize-Präsident Pro Oriente
Statements und Diskussion:
Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS (Röm. kath.)
Bischof Dr. Michael Bünker (Evangelisch A.B.)
Bischof Dr. Andrej Cilerdzic (Serbisch-orthodox)
Priestermönch Saliba Er (Syrisch-orthodox)

Moderation:
Prof. Erich Leitenberger (ÖRKÖ, Pro Oriente)

Im Anschluss:
Agape mit Brot und Wein
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Orthodoxes Konzil: Dokumente auf Deutsch veröffentlicht

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Die offiziellen Dokumente des Panorthodoxen Konzils, das von 18. bis 26. Juni auf Kreta getagt hat, gibt es nun als deutschsprachige Publikation: Das Institut für Ökumenische Studien der Universität Fribourg in der Schweiz hat eine deutschsprachige Gesamtausgabe herausgebracht, die im Münsteraner Aschendorff-Verlag aufgelegt wurde. Herausgeberin ist die Fribourger Dogmatik-Professorin Barbara Hallensleben, die auch als Konsultorin im päpstlichen Ökumene-Rat wirkt und zehn Jahre lang der Internationalen Theologischen Kommission im Vatikan angehörte.
Der Band über das orthodoxe Konzil umfasst die Enzyklika zur Geschäftsordnung der Synode, die Eröffnungsansprache von Patriarch Bartholomios I., die Botschaft der Synode an das Volk Gottes, die Enzyklika der Synode sowie die verabschiedeten Synodaldokumente. Dazu zählen „Die Bedeutung des Fastens", „Das Sakrament der Ehe", „Die Autonomie von Kirchen und die Weise ihrer Proklamation", „Die orthodoxe Diaspora", die „Beziehungen der Orthodoxen Kirche zur übrigen christlichen Welt" sowie „Die Sendung der Kirche in der Welt von heute".
(ISBN: 978-3-402-12069-9)

Quelle: Radio Vaticana

2017 gemeinsam Gottesdienst feiern

Pasted GraphicKatholiken und Lutheraner nähern sich an. Sie feiern und gedenken gemeinsam. Auch der Reformation vor 500 Jahren. Aber wie?
Hier finden Sie den Entwurf von Lutherischen Weltbund und Vatikan für einen ökumenischen Gottesdienst. Außerdem weitere Anregungen und Hintergründe für Ihre Gemeinde. Nach der Liturgie wird am 31. Oktober 2016 in Lund auch ein internationaler ökumenischer Gottesdienst von Papst Franziskus und LWB-Präsident Younan und Generalsekretär Junge gefeiert. Aber der Entwurf ist für die Gemeindeebene bestimmt. Und alle weltweit sind eingeladen, mitzufeiern.

Diakonenweihe in Wien


3014634752Am Sonntag, 29. Mai 2016, dem Sonntag der Samariterin, wurde in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien Nikolaus Rappert zum Dienst als Lektor und Ipodiakon gesegnet; während der Göttlichen Liturgie wurde er zum Diakon geweiht. Metropolit Arsenios von Austria stand der Liturgie vor, es konzelebrierten Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, der extra aus Zypern angereist war, um an der Weihe teilzunehmen, Archimandrit Paisios, die Erzpriester Ioannis Nikolitsis, Ioan Moga und Alexander Lapin, Erzdiakon Athanasius und Mönchsdiakon Arsenios.
 
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Vor seiner Weihe dankte Nikolaus Rappert in seiner Ansprache dem Metropoliten für das in ihn gesetzte Vertrauen und seine väterliche Fürsorge, sowie seiner Familie für ihre Unterstützung und ihren Beistand. Rappert betonte, dass Gott in seiner Menschenliebe für jeden Menschen eine individuelle und besondere Berufung habe. Durch den Metropoliten habe Gott ihn jetzt zum Dienst in der Kirche berufen, er hoffe, dieser großen Aufgabe mit Gottes Hilfe gewachsen zu sein.
Metropolit Arsenios sprach zunächst über das Evangelium des Tages (Joh. 4,5-42), in dem von der Samariterin berichtet wird, von der Jesus zu trinken verlangte und ihr dann lebendiges Wasser anbot. Durch seine Handlung verursachte Jesus Skandale auf drei verschiedenen Ebenen, führte der Metropolit aus: Erstens verursachte Jesus einen ethischen Skandal, da er mit einer Sünderin sprach und von ihr Wasser verlangte. Zweitens verursachte er auf physikalischer Ebene Unverständnis, da er der Frau Wasser anbot, „lebendiges Wasser“, nach dessen Genuss man nie wieder Durst habe, ohne aber ein Schöpfgefäß oder einen Behälter bei sich zu haben. Und drittens verstieß er gegen die ethischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten, da er mit einer Samariterin sprach, die einem Volk angehörte, mit dem die Juden damals jeden Kontakt mieden.
Trotzdem sprach Jesus mit der Samariterin, wissend, dass sein Verhalten Unverständnis hervorrufen und als skandalös empfunden werden würde. Er durchbrach die Konventionen, um der Frau die Wahrheit zu verkünden. Und als die Samariterin begann, die Wahrheit zu erkennen, behielt sie diese Freude nicht für sich, sie lief zurück in ihr Dorf und erzählte allen davon. Das gleiche Verhalten solle auch ein Kleriker an den Tag legen, er soll stets bemüht sein, die Wahrheit zu verkünden und die Freude über Gottes Liebe nicht für sich behalten, sondern mit allen Menschen teilen, so Metropolit Arsenios.
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Der Metropolit betonte auch, dass das Diakonat und das Priestertum eine Gnade und ein Geschenk Gottes seien, keinesfalls ein Recht oder ein Privileg, dass einzelne verdient oder worauf sie gar einen Anspruch hätten. Auch dürfe die Weihe einen Kleriker niemals dazu verleiten, sich für besser oder heiliger zu halten, als seine Mitmenschen. Jeder Mensch habe trotz und mit seinen individuellen Stärken und Schwächen einen eigenen Zugang zu Gott, eine einzigartige Beziehung zu Ihm. Alles, was in unserem Leben geschieht, geschehe durch Gottes Wille, manche seien zum Diakonat oder zum Priestertum berufen, andere haben andere Aufgaben und Berufungen. Wichtig sei aber immer, seine individuellen Aufgaben in Liebe und Freude auszufüllen.
Außerdem dankte der Metropolit den Eltern des Kandidaten für ihre bisherige Unterstützung und Erziehung, in der sie ihren Sohn zu Gott geführt und so schon vor Jahren den Grundstein für die heutige Weihe gelegt hätten. Er dankte der ganzen Familie für ihre Bereitschaft, Nikolaus Rappert in seiner Entscheidung, dem Ruf Gottes zu folgen, zu unterstützen und ihn jetzt und auch in Zukunft in seinem Dienst in der Kirche Christi zu begleiten. Der Metropolit wünschte dem neuen Diakon und seiner Familie, dass sie viele freudige und segensreiche Jahre im Dienst der Kirche verbringen und mit Gottes Beistand viel Gutes bewirken könnten.
Auch mehrere Vertreter der katholischen Kirche waren gekommen, um die Weihe des Diakons mitzuerleben und ihm ihre Glückwünsche auszusprechen, unter anderem der Bischofsvikar der Stadt Wien, P. Dariusz Schutzki CR, der Direktor des Kardinal-König-Hauses, P. Christian Marte SJ, der Dechant des 2. Bezirks, P. Ferenc Simon und der Präsident von Pro Oriente, Dr. Johann Marte.
Am Ende der Liturgie begrüßte Metropolit Arsenios auch nochmals Metropolit Chrysostomos von Kyrenia, welcher ein alter Freund des neuen Diakons und auch mit der Metropolis von Austria seit vielen Jahren besonders verbunden ist. 
 
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Quelle: http://www.metropolisvonaustria.at/index.php/de/nachrichten-de/1139-diakonenweihe-in-wien

Wissenswertes über Armenien

Kathedrale_Etschimadzin-etschimadzinPapst Franziskus besucht von 24. bis 26. Juni Armenien. Das Gedenken des Völkermordes an den Armeniern und eine Ökumene-Erklärung, die er gemeinsam mit dem armenisch-apostolischen Katholikos Karekin II. verabschiedet, sind die zentralen Höhepunkte des Besuchs. Dieser gilt freilich auch den höchsten 200.000 Katholiken im Land. Mehr als 90 Prozent der Armenier gehören der nicht mit Rom unierten Armenisch-apostolischen Kirche an. Die Beziehungen zwischen der Armenisch-apostolischen und Katholischen Kirche sind aber sehr gut.
Mehr darüber hier…

Quelle:
KATHPRESS

Die Armenier dürfen von sich behaupten, das älteste christliche Staatsvolk der Welt zu sein. Während in weiten Teilen West- und Mitteleuropas, die in unseren Tagen gerne mit dem sogenannten christlichen Abendland identifiziert werden, der christliche Glaube noch nicht vorgedrungen war, erhob der armenische König Trdat III. im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion. Die Bekehrung des Königs wird Gregor Lusaworitsch dem Erleuchter zugeschrieben. Kirchlicher Tradition nach sollen jedoch schon im 1. Jahrhundert die beiden Apostel Judas und Thaddäus das Christentum nach Armenien gebracht haben, daher bezeichnet sich die Kirche selbst als Armenisch-Apostolische Kirche.
Weitere Informationen über die Armenisch-Apostolische Kirche


1080 verlegten die Armenier aufgrund der Einfälle der Seldschuken ihr Zentrum vom Kaukasus an die heutige türkische Küste des östlichen Mittelmeeres und gründeten das Fürstentum von Kilikien, das bis 1375 bestand. 1097 gelangten die Kreuzfahrer in diese Region, von denen die Armenier eine Sicherung ihres Fürstentums erhofften. Es kam zu militärischer Unterstützung durch die Franken und das Fürstentum Kilikien wurde vom fränkischen Kaiser zum Königtum erhoben. Die Päpste strebten eine Union mit der Armenischen Kirche an; so sandte 1184 Lucius III. dem Katholikos Grigor IV. Tgha das Pallium als Zeichen seiner jurisdiktionellen Oberhoheit.
Weitere Informationen über die Armenisch-Katholische Kirche

Quelle:
Pro Oriente

Alles über das Panorthodoxe Konzil

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Von 19. bis 26. Juni findet auf Kreta ein historisches Ereignis statt: Das erste Panorthodoxe Konzil der Neuzeit. Erstmals kommen die Oberhäupter und weitere Vertreter aller 14 unabhängigen (autokephalen) orthodoxen Kirchen zu einem Konzil zusammen, auf dem verbindliche Beschlüsse für die Weltorthodoxie gefasst werden sollen. Die Orthodoxie selbst spricht vom "Heiligen und Großen Konzil". Weltweit gibt es rund 250 bis 300 Millionen Orthodoxe. In Österreich leben bis zu 400.000 orthodoxe Christen.

Den Vorsitz beim Konzil führt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. Er ist das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie. "Der vorrangige Zweck und Sinn dieses Panorthodoxen Konzils ist es darzustellen, dass die orthodoxe Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist, geeint in den Sakramenten, besonders in der Göttlichen Eucharistie, im orthodoxen Glauben, aber auch in der Konziliarität", schreibt der Ökumenische Patriarch in seiner Enzyklika zur Einberufung des Konzils.

Rund 350 Bischöfe werden am "Heiligen und Großen Konzil" der orthodoxen Kirche teilnehmen. Aus Österreich nimmt nach derzeitigem Stand der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) teil. Die einzelnen Kirchen sind durch Delegationen von maximal 24 Bischöfen sowie ihrem Vorsteher vertreten; die kleineren Kirchen erreichen diese Zahl nicht. Abgestimmt wird nicht nach dem Mehrheitsprinzip; jede Kirche hat eine Stimme. Für Entscheidungen ist Einstimmigkeit vorgeschrieben. Als Gäste sind auch Vertreter anderer Kirchen eingeladen.

Mehr darüber hier…

Quelle:
KATHPRESS

„BIBLIA“ FEIERT 25-JAHR-JUBILÄUM

Die auf Initiative von Kardinal Franz König begründete Projektgruppe fördert die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis – In den letzten 25 Jahren wurden 600 Projekte in 25 Ländern Europas, Asiens und Afrikas gefördert – Festakt am 2. Juni im Curhaus am Stephansplatz
Wien, 30.05.16 (poi) Die Projektgruppe „Biblia“, die auf eine Initiative von Kardinal Franz König zurückgeht, begeht am 2. Juni um 18 Uhr mit einem Festakt im Stephani-Saal des Curhauses am Wiener Stephansplatz ihr 25-Jahr-Jubiläum. Aufgabe von „Biblia“ ist im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils die Vermittlung biblischer Inhalte auf breitester Basis; der ökumenische Aspekt spielt eine große Rolle, auch die Förderung des christlich-jüdischen Dialogs. Unmittelbar nach der „Wende“ widmete sich „Biblia“ dem Aufbau der Bibelarbeit in den Reformstaaten, in den letzten Jahren geht es zunehmend auch um die Unterstützung der christlichen Kirchen in den Ländern des Nahen Ostens, so „Biblia“-Vorstandsvorsitzender Günter Bergauer.

Bei dem Festakt am 2. Juni werden u.a. Weihbischof Franz Scharl, die Bibelwissenschaftler Anton Tyrol (Slowakei) und Bela Tarjanyi (Ungarn) sowie Dechant Ferenc Simon über verschiedene „Biblia“-Projekte berichten. Die emeritierte Äbtissin von Marienkron, M. Mirjam Dinkelbach OCist hält den zentralen Vortrag zum Thema „Wie Karl May auf die Bibel kam“. Für die musikalische Gestaltung sorgt der 15-jährige syrisch-orthodoxe Flüchtling Masad Thani; er spielt auf der „Oud“ (der arabischen Laute). Er hat auch bereits vor dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Mar Ignatius Aphrem II. in Salzburg gespielt und war im ORF-Radio zu hören.

„Biblia“ hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Projekte unterstützt, „mit relativ geringem Einsatz finanzieller Mittel und dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer“, wie Günter Bergauer betont. Unter den vielen Ehrenamtlichen nennt er insbesondere den „Mann der ersten Stunde“, den Gründer und jahrzehntelangen Leiter der ORF-Hauptabteilung Religion-Radio, Prof. Walter Karlberger. Die rund 600 „Biblia“-Projekte seit 1991 erstrecken sich auf 25 Länder in Europa, Asien und Afrika, der erfasste finanzielle Aufwand betrug 250.000 Euro, lag aber wesentlich höher, weil aus den ersten Jahren keine Unterlagen mehr vorhanden sind. Zu den größten von „Biblia“ unterstützten Projekten zählen die Bibel für Roma in Ungarn, die Bibel für Ungarn in Siebenbürgen, Bibeln für den asiatischen Teil der Russischen Föderation und jüdische Gebetbücher für Wien.

Zu den „Biblia“-Projekten zählen aber auch die Unterstützung von Fakultäten und Schulen mit biblischen Lehrmaterialien, der Aufbau von Bibelzentren, die Herausgabe von Bibeln für katholische Minderheiten, die Verteilung von Bibeln an Flüchtlinge in deren jeweiligen Muttersprachen. In Österreich selbst hat sich die Arbeit mit anderssprachigen Gemeinden sowie die Unterstützung der Seelsorge im Flüchtlings- und Gefangenenbereich als ein weiteres Betätigungsfeld ergeben. Alle Projekte werden vom Vorstand sorgfältig geprüft, die Kooperation mit anderen kirchlichen Institutionen (von der Stiftung „Pro Oriente“ über das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“, das Österreichische Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft bis zum „Andreas-Petrus-Werk“ und zum Kolpingwerk) erleichtert diese Prüfung.

In Zukunft will „Biblia“ seine Informationsarbeit unter Einsatz des Internets und der „social media“ wesentlich verstärken und damit auch Brücken zwischen Spenderinnen und Spendern auf der einen Seite und Projektverantwortlichen auf der anderen Seite bauen.

quelle: pro-oriente.at

Countdown für Konzil von Kreta: Jetzt Akkreditierung möglich

Der Countdown für das "Heilige und Große Konzil der orthodoxen Kirche" in Heraklion auf Kreta läuft. Nach langer Vorbereitungszeit findet dort ab 19. Juni das erste Konzil der Orthodoxie seit zwölf Jahrhunderten statt. Diskutiert wird dabei auch das Verhältnis zu den anderen Kirchen und die Sendung der Kirche in der Welt. Ab sofort können sich interessierte Journalisten für die Berichterstattung über das Konzil anmelden, berichtete die Kommunikationsabteilung des Weltkirchenrats am Mittwoch.

Rund 350 Bischöfe der 14 selbstständigen (autokephalen) Patriarchate der griechisch-orthodoxen Kirchenfamilie sowie etwa sechs theologische "Berater" und drei "Helfer" pro Delegation wollen beim Konzil ein deutliches Zeichen der Einheit der Orthodoxie setzen. Als Gäste sind auch Vertreter anderer Kirchen eingeladen.

"Der vorrangige Zweck und Sinn dieses panorthodoxen Konzils ist es darzustellen, dass die orthodoxe Kirche die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist, geeint in den Sakramenten, besonders in der Göttlichen Eucharistie, im orthodoxen Glauben, aber auch in der Konziliarität", schreibt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., in seiner Enzyklika zur Einberufung der Synode.
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Papst-Patriarch weiht Altar in Wiener Kirche Maria vom Siege

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Im Zeichen der herzlichen Freundschaft zwischen katholischer und koptisch-orthodoxer Kirche stand am Freitagabend eine Festakademie aus Anlass der Weihe des neuen Altars des von der katholischen an die koptische Kirche übergebenen Wiener Gotteshauses Maria vom Siege durch Papst-Patriarch Tawadros II. Zugleich war die Festveranstaltung in der überfüllten Kirche am Mariahilfer Gürtel Kirche geprägt von der Freude der koptischen Christen über ihr neues spirituelles Zentrum im Westen Wiens. Maria vom Siege ist die fünfte koptische Kirche in der Bundeshauptstadt.

Kardinal Christoph Schönborn bezeichnete in seiner - immer wieder von Applaus unterbrochenen - Ansprache die Präsenz der Kopten in Wien als "ein großes Geschenk". Die koptischen Christen seien in der Tradition des Heiligen Markus "Zeugen der Treue, des Glaubens, der Nächstenliebe". Ihr Vertrauen auf Gott gebe ihnen die Kraft und den Mut, solche Zeugen zu sein. Zugleich seien die christlichen Immigranten aus Ägypten innerhalb kurzer Zeit "lebendige Glieder der Gesellschaft in Österreich" geworden.

Der Wiener Erzbischof betonte seine Bewunderung für die Haltung der früheren katholischen Pfarrgemeinde Maria vom Siege, die ihr vertrautes Gotteshaus den koptischen Christen geschenkt habe, samt dem großen Pfarrhof und einem Mietshaus, um den neuen Eigentümern die Erhaltung der historischen Kirche am Gürtel zu erleichtern. Zweifellos sei die Übergabe der Kirche für viele Katholiken von Maria vom Siege ein Opfer gewesen. Wie eine Mutter habe die Pfarrgemeinde alles gegeben, um neues Leben in Maria vom Siege zu ermöglichen.

Im Hinblick auf den Titel des Gotteshauses - "Maria vom Siege" - zitierte Kardinal Schönborn die Dichterin Gertrud von Le Fort: Maria siege nicht "mit dem Schwert in der Hand, sondern mit dem Schwert im Herzen angesichts des Todes Jesu". Wörtlich betonte der Wiener Erzbischof: "Maria siegt durch Liebe, nicht durch den Hass".
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Athos - Im Jenseits dieser Welt

Ab 13. Mai in den österreichischen Kinos
Die Halbinsel Athos in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas: Dort leben über 2000 Mönche abgeschieden von der Außenwelt. Der Zugang ist Frauen untersagt, Touristen sind nicht erwünscht. Nur Arbeiter und Pilger erhalten ein Visum. Die Mönchsrepublik lockt Menschen an, denen im modernen Leben etwas fehlt.
Mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand mit ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen – jeder für sich. „Erst müssen wir unsere eigenen Seelen heilen, dann können wir anderen helfen“, ist eine der Kernbotschaften von Vater Galaktion, einem Einsiedler am Heiligen Berg. Doch nicht alle Mönche leben so zurückgezogen und demütig wie Vater Galaktion. So öffnet unter anderem auch Vater Epiphanios, der als begnadeter und poetischer Koch den Genüssen des Lebens keinesfalls abgeneigt ist, dem Filmteam seine Türen.

Quelle:
http://www.athos-film.com/kinostart-österreich/




Hier ist der Film zu sehen:
http://stadtkinowien.at/filmhauskino/kinoprogramm/

PFINGSTGEBETSNACHT

16 Pfingstnacht Einladung

Neu

Hier entsteht gerade ein Service des Ökumene-Ausschusses des Vikariats Wien-Stadt der Erzdiözese Wien.